Los geht`s mit dem Crowdfunding!
BITTE TEILEN !!!!

Es gilt: wir brauchen Eure Hilfe. JETZT!
Auf www.startnext.com/porter-genosha läuft ab sofort das Crowdfunding zu unserem neuen Album.
Werdet Teil von "GENOSHA" und helft uns unseren Traum wahr zu machen. Wir lieben was wir da tun und wir tun alles dafür, dass Ihr es auch lieben werdet!
Es ist so simpel:
Einfach einmalig auf www.startnext.de anmelden,
je nach Möglichkeit eins von über 20 Dankeschöns für Eure Hilfe aussuchen,
wenn wir unser Ziel erreichen, bekommt Ihr es Freihaus,
wenn nicht, sofort Euer Geld zurück.
Absolut ohne Risiko.

"Genosha" wird bei erfolgreichem Crowdfunding als CD erscheinen, aber auch für alle kostenlos unter der Creative Common License downloadbar sein, auf allen üblichen Plattformen.
Wir sagen jetzt schon mehr als Danke und unseren ewigen Respekt!!!
Eure freundlichen PORTERs von nebenan.
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Ein weiterer Zwischenstand zum GENOSHA-Projekt. Heute: Pures Glück!

"Teamwork ist der Hase des Glücks, man muss ihn nur mit blättrig Klee bis unter die Ohren füttern." (Ghandi)



So einen langen und vor allem bewussten Vorlauf wie "Genosha", hatte wohl noch kein Album von uns bisher. Und da nehme ich auch unsere Frühwerke mit anderen Bands nicht aus. Das Songwriting haben wir im Grunde bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung von "Wolkenstein" begonnen, also etwa ab Anfang 2014. Eine nicht vorhersehbare Zwangspause, die uns etwa ein Jahr gekostet hat, hat am Ende dennoch mit dazu beigetragen, dass die Songs heute so klingen, wie es sich Stand heute, dreieinhalb Wochen nach Beginn der Aufnahmen abzeichnet.

Das Allerbeste jedoch ist kaum planbar und hat sich im Laufe der Zeit so entwickelt. Inzwischen ist das Projekt "Genosha" nicht nur ein Bandprojekt, sondern richtiges Teamwork geworden. Nicht nur wir 5, die wir PORTER sind und die Songs im Proberaum über Monate, ja Jahre haben reifen lassen, sind dieses mal die Hauptakteure in diesem Spiel. Haben zum Beispiel Lars Schlüter und Massimo Sarti, von der befreundeten Band The Flaw, bereits zum Werden des letzten Albums "Wolkenstein", einen Großteil der Arbeit beim Recording und die Federführung beim Mix übernommen, so sind sie dieses mal weit früher in den gesamten Schaffensprozess eingetreten und irgendwie bereits zu einem Teil von PORTER geworden. Und das ist so grandios für uns, wie es hörbar auf "Genosha" sein wird.



Lars, als Gitarrist, und Mimo, als Bassist, bringen zusätzlich 4 Ohren mit, wobei jeder für sich schon von Hause aus auf andere Nuancen achtet. Aber noch viel wichtiger, als die Tatsache, dass die zwei unter sofort verstanden zu haben, worauf wir als Band mit diesem Album hinaus wollen, ist der externe Blick auf die Songs, die zu großartigen Impulsen durch mitunter kleine Ideen geführt haben. Und das nicht, wie bei Produzenten früherer Tage durchaus auch schon mal vorgekommen, in dem Bestreben, die Songs nach ihrem Geschmack umzubauen, sondern mit dem Anspruch, das beste aus dem vorhandenen Charakter heraus zu holen.

Und dann gibt es da auch noch Martin Werner, den Chef des Hagener Goldsound Studios. Der Soundnerd mit dem unendlichen Wissen, selbst Schlagzeuger, hat sich da ein kleines, extrem feines und urgemütliches Studio mit unfassbaren Soundfinessen aufgebaut, in das wir durch Zufall, aber letztendlich die Anregung von Lars und Mimo geraten sind, die uns vorgeschlagen haben, die Drums bei dieser Produktion extern, in einem speziellen Studio aufzunehmen. Wir wussten, dass wir uns nur weiter entwickeln konnten, wenn wir etwas Neues wagen und waren sofort einverstanden. So landeten wir mit Martins Studio einen absoluten Volltreffer. Auch er hat sofort verstanden, wo die Songs hingehen sollten und wollten, und auch er entpuppte sich, im kongenialen Zusammenspiel mit Lars und Mimo, als unaufgeregter aber stets treffsicherer Ideengeber.

Klar war es bei den Aufnahmen – Volker und ich haben Bass und Schlagzeug zusammen aufgenommen – des Öfteren unheimlich, wenn es über die Kopfhörer aus dem Regieraum hieß "Sekunde, wir müssen uns kurz besprechen" und dann absurderweise minutenlange Stille auf den Ohren herrschte. Und ja, ich war bei den meisten kleinen Schlagänderungen zunächst bockig und dagegen, aber immer wenn wir es dann ausprobiert haben, waren die Anstöße goldrichtig und 100 prozentig songdienlich. Ich ziehe hiermit also meinen Hut und leiste Abbitte. Ihr war, Ihr seid großartig!



Last but sowas von überhaupt nicht least, muss ich an dieser Stelle auf die Zusammenarbeit mit dem großartigen Fotografen Jürgen Bürgin hinweisen, den ich vor langer Zeit über Twitter kennen und schätzen lernte. Seine Bilder sind von so unglaublicher Authentizität für mich, dass sie mich zu einen Großteil der Texte, und letztlich sogar zum inhaltlichen Konzept von "Genosha" inspiriert haben. Aus meiner - ebenfalls bereits im Jahre 2015 an ihn gestellten Anfrage (ja, das Artwork steht in der Tat in diesem Fall mal zuerst), ob wir eventuell eines seiner Bilder, mein Lieblingsmotiv, als Cover für "Genosha"verwenden dürften, wurde schnell mehr. Und so werden sich Jürgens wundervolle Fotos durch das gesamte Artwork von "Genosha" ziehen und die Emotionen der Musik auch ins Booklet übertragen. Mich macht so eine Kollaboration unglaublich glücklich und ich hoffe derzeit irgendwie, dass wir das noch weiter ausbauen können.

Eine weitere Ebene der – ich möchte sagen "globalen" – Zusammenarbeit, stellt jedoch das in der nächsten Woche startende Crowdfunding auf startnext.de zu "Genosha" dar. Und hier kommt Ihr ins Spiel und somit auch an Bord der PORTER-Familie. In der nächsten Woche gibt`s Alarm.

Und so ist es nicht zuletzt das unglaublich kreative Teamwork, welches "Genosha" so besonders, so wertvoll für uns macht.






Wir machen ja nicht erst seit gestern Musik, und so hänge ich auch schon ein paar Jahrzehnte mit diesen "Musikern" rum. Allerdings habe ich sie noch immer nicht in Gänze ergründen können. Von verstehen will ich hier erst gar nicht reden. So weiß ich auch noch immer nicht in letzter Konsequenz einordnen zu können, dass mir innerhalb der letzten zwei Wochen bereits zwei mal von "Musikern" attestiert wurde, dass ich "echt geil asi" trommeln würde. Was bei einem normalen Schlagzeuger zunächst einmal die völlig natürlich Reaktion eines spontanen Gewaltausbruchs hervorrufen würde, war in diesem Fall jedoch - ich lerne beständig - durchaus als Kompliment gemeint. Mag sein, dass es an meinem Hang zur musikalischen Gewalt in Verbindung zum unzulänglichen technischen Vermögen liegt. Ich glaube auf jeden Fall - und das ist schon schlimm genug -, dass ich weiß, was sie gemeint haben.

Und das ist wahrscheinlich auch der Kern von "Genosha". Die zehn Songs, die derzeit im Hagener Goldsound-Studio entstehen, sind wesentlich roher, lebendiger, drängender, als die meisten Porter-Songs zuvor. Würde man diesen Songs ein cleanes, glattgebügelte High-End-Klangbild geben, man würde sie ihrer Seele berauben. Wir haben nicht lange mit unseren großartigen Produzenten Lars und Massimo (ja, auch solche "Musiker") oder auch Martin vom Goldsound (zum Glück ein Schlagzeuger) über die Ausrichtung der Songs, und den Sound den sie benötigen, reden müssen. Wenn man die Riffs hört, weiß man sofort, dass muss pulsieren, das muss atmen, das will nach vorne gehen. 



Inhaltlich, textlich baut Genosha natürlich auf dem, bereits klare Stellung beziehenden, Wolkenstein auf, geht aber weiter, wird dringender. Die Zeiten lassen eine unklare Haltung nicht mehr zu. Und so ist Genosha vielleicht der saure Bruder von Wolkenstein, der aufrecht aber mit geballter Faust im Raum steht. Nicht verbittert, aber entschlossen.

Ich lies ja bereits die ein oder andere Musikerplattitüde heraus, als ich sagte, das neue Album würde "das beste Album werden, dass wir jemals gemacht haben" (stimmt ja auch). Jetzt setze ich noch einen drauf und sage: Die Aufnehmen zu Genosha lassen mich das erste mal sicher sein, dass wir auf einer Platte exakt so klingen werden, wie wir klingen wollen.

Das Verdienst hierbei geht nicht zuletzt auf das Konto unserer drei Studiozauberer, die uns genau den Sound bescheren, der Genosha verlangt:

und der ist vielleicht auch "so`n Bisschen asi". 




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Nun sind sie also rum, die lang ersehnten ersten Tage des "Genosha"-Recordings. Es hat begonnen – das Ding wird Wirklichkeit! Ein persönliches Resümee. 

Für 3 beinahe aus der Zeit gefallene Tage, haben wir uns Anfang des endlich einmal frostig-winterlichen Januars 2017 im urgemütlichen Goldsound-Studio in Hagen Hohenlimburg einquartiert und zusammen mit unseren Producern, Lars Schlüter und Massimo Sarti von der befreundeten The Flaw, und dem Goldsound-Chef Martin Werner die Drumparts sowie den Bass für das kommende Album aufgenommen.

Zum Glück waren Volker und ich relativ gut eingespielt (normal ist das nicht ...), so dass wir im Grunde nicht wirklich viele Takes für die Songs brauchten - wären da nicht die unerschöpflichen Ideen und Kommentare unserer drei, zum Teil sehr bärtigen, Studio-Feen Lars, Mimo und Martin gewesen, die (ist ja gut, ich gebe es ja zu) dem ein oder anderen Song, durch Beharren auf ein schlichtes Ausprobieren, zu noch mehr Drive verholfen haben. Ja, auch das gebe ich zu, ich habe bei fast allen Ideen zunächst meine Bedenken geäußert, aber mit Ausnahme eines Snareschlages (hier liegt Ihr falsch und hier habe ich noch was gut, Jungs ;-), hatten sie jedes einzelne Mal recht. An dieser Stelle einmal ein riesengroßes Danke dafür!

Dass wir am Sonntag Abend breit grinsend aus dem, im malerischen Hohenlimburg gelegenen Goldsound heraus kamen, lag nicht nur daran, dass alles wunderbar und ohne große Komplikationen geklappt hat oder dem netten Abend beim Bierchen in der Grand Central Bar in Hagen, sondern auch an dem erzielten Sound. Den hatten wir uns zwar insgeheim erhofft, allerdings hat das was, wir hier am Ende aufgenommen hatten, unser aller Erwartung bei Weitem derart übertroffen, dass man nur glücklich sein konnte! Die Entscheidung, sich gerade für die Drums und den Bass als Basis, als Fundament des Albums, in ein anderes Studio zu begeben, war im Nachhinein goldrichtig. Und zwar so richtig, dass wir direkt verlängert und uns dazu entschieden haben, auch die Rhytmusgitarrenparts von Lars in Hohenlimburg aufzunehmen.



Das Goldsound ist formidabel im Sound aber dazu kommt, dass man sich hier direkt wohlfühlt. Ein urgemütlicher, großer, aber liebevoll in kleine Zonen unterteilter Aufnahmeraum empfängt einen und sobald man sich an das von Martin perfekt gestimmte Drumset setzt - eigens nach unseren Demo-Aufnahmen für uns zusammengestellt (im Herzen die von mir inzwischen heiß geliebte Ludwig-Snare Black Beauty), geht die Drummersonne auf.

Überhaupt Martin: der Mann ist nicht nur ein ausgewiesener Experte in Sachen Sound und Mischen und zudem ein wahnsinnig netter Mensch, sondern auch ein überaus geiler Drummer, der einem sofort das Gefühl gibt, dass er das Beste aus einem heraus holen wird. Und das hat er auch. Ich bin ja eher Gewaltschlagzeuger als Techniker, und das Geile ist: genau das hört man. Die pure Energie. Wie auch immer Martin den Überblick über sein unüberschaubares Equipment behält ist nicht nur mir, als gänzlich unbedarftem Menschen in Sachen Soundtechnik schleierhaft, sondern ringt auch unseren Experten ein permanentes anerkennendes und staunendes Nicken ab.



Die mittäglichen Ausflüge einmal um den Block herum zur Grillpizzerei "Bei Taki" mündeten dann zumeist auch in muntere Fachgespräche über Sinuskurven, physikalische Verhaltensweisen von Schallwellen oder sonstige Dinge, die mich stets aufs neue erfahren ließen, wie sich ein Alien kurz nach der Landung in einer Nerddisco fühlen musste. Überhaupt die Grillpizzeria. Dachte ich nach dem Gyrosteller am Freitag und dem darauf folgenden Suppenkoma noch "morgen nimmst Du aber was Leichteres, damit Du beim Trommeln nicht stirbst", fand ich mich am Samstag vor einer Gyrospizza, die mich dank analogen Käses noch den ganzen Tag lang mehr als satt machte. Dieser Erfahrung geschuldet zog ich es Sonntag vor, lediglich ein überbackenes Gyros zu bestellen, nur um hier festzustellen, dass scheinbar der Rest der Analogkäseportion exakt für dieses Gericht bestimmt war. Fett.

Aprops. Da ich gerade über Fett rede. Fett, ja fett ist der richtige Ausdruck für das, was da im Abhörraum aus den Boxen kam. Martin hat nicht nur eine unfassbare Mikrofonierung im gesamten Studio verteilt, mit deren Hilfe er diverse Arten des Raumklangs einfangen und optimieren kann, er ist auch der glückliche Besitzer einer echten Echokammer. Dieser nerdige Raum dient lediglich dazu, die Schlagzeugsignale gegen eine Wand zu werfen und den reflektierten Schall wieder aufzunehmen - wenn ich das ansatzweise richtig kapiert habe. Der Effekt ist um-wer-fend! Schmeißt Eure digitalen Krämereien weg. Das klingt so unfassbar geil! Das gleiche gilt unumstritten für den fettesten Bassound, den wir jemals hatten. Volker war dementsprechend ... ich sage mal ausgelassen.



"Genosha" war von Anfang an alleine durch das Songwriting und Lars tonnenschwere Riffs dazu angelegt, sich von "Wolkenstein", sowohl im Sound, als auch in den Arrangements und im kompletten Charakter, zu distanzieren. Ich schrob es bereits zuvor an dieser Stelle: die Zeiten sind härter, düstere geworden. Privat aber vor allem gesellschaftlich wie politisch gab es, gibt es und wird es gewiss ein paar Entwicklungen geben, die danach schreien, dass man seine Stimme erhebt, dass man Stellung bezieht. Wir haben uns noch nie davor gescheut unsere Meinung zu sagen, und haben das auch gewiss in der Zukunft nicht vor. Daher ist 2017 scheinbar genau das richtige Jahr für "Genosha". Hier gibt es wenig Luft für Leichtigkeit, ein zunehmend rohes, doomig-matallisches Element setzt hier die Schwerpunkte mit eher langsamen, schleppenden, aber trotz seiner musikalische wie inhaltlichen Schwere melodiösen und niemals aufgebenden Songs. Möglich dass Lars Wunsch ein danzigartiges Album zu machen nah dran ist erfüllt zu werden, aber eben auf PORTER-Art.

Ihr Lieben, ich bin so heiß auf "Genosha" und das nicht nur, weil die Sessions dazu für mich durchaus schweißtreibend waren. Wir beschäftigen uns nun seit über 2 Jahren mit diesen Songs, es wird Zeit sie freizulassen. Das was bei mir eigentlich immer passiert, wenn wir Songs aufnehmen, ist somit bereits zu einem Teil an diesem Wochenende passiert, obschon es noch ein paar Monate dauert, bis sie ihre endgültige Gestalt annehmen und "wirklich" fertig sind. Ich hatte eine klare Vorstellung davon, wie die Songs sind, was sie ausmacht und wie sie sich verhalten, als wir sie geprobt haben. Nun da mein musikalischer Teil dazu beendet ist, empfinde ich sie anders. Vielleicht ist es ein wenig so, als wenn Kinder kurz davor sind das Haus zu verlassen. Die Songs fühlen sich anders an, erwachsener, reifer.

Und weil es uns im Studio so gut beschäftigt hat, hier noch ein Witz aus Lars Schlüters neuem Musikerwitzebuch:
"Jazz-Schlagzeuger zum Heavy-Metal-Schlagzeuger: "Ich hab` mir gestern zwei neue Besen gekauft." Heavy-Metal-Schlagzeuger zum Jazz-Schlagzeuger: "Machst Du Dir da auch immer die Stöcke draus?"

Ich für meinen Teil, bin unendlich glücklich ein PORTER zu sein und das hier alles machen zu dürfen!

Bleibt aufrecht in diesen Zeiten,
Euer Markus




Hier geht`s zum VIDEO

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P.S.: In ein paar Tagen starten wir via Startnext.de das Crowdfunding für GENOSHA. Ihr alle könnt somit ein SupPORTER - also ein Teil des Projektes - werden. Wir wären wahnsinnig stolz, wenn Ihr uns dabei helfen würdet, GENOSHA wahr werden zu lassen. Wir informieren Euch in Kürze über die Details.

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Am 5. Oktober 2013 haben wir unser letztes Album "Wolkenstein" in Händen gehalten und die Songs mehr als stolz auf der Releaseparty live präsentiert. Ich glaube, ich schrieb damals so etwas wie, "Wolkenstein" wäre das Beste, zu dem wir als Band damals in der Lage gewesen wären.

Im Nachhinein stimmt das gewiss zwar immer noch, aber inzwischen sind fast dreieinhalb Jahre ins Land gegangen und sowohl künstlerisch, als auch privat und erst recht politisch sind so unfassbar viele Dinge passiert, dass es nicht verwunderlich ist, dass die Songs, die seitdem entstanden sind, in ihrem Grund, ihrer Ausrichtung, ihrer Stimmung, ihrem Charakter und textlichen Ausrichtung gänzlich anders daher kommen, als die auf dem Album davor.

Wer uns und unser musikalisches Vorleben bereits etwas länger kennt, weiss, dass wir alle durchaus ein Faible für weitaus härtere Musik haben, als wir mit Porter in den meisten Fällen auf die Bühnen und auf CD gebracht haben. Wir werden jetzt gewiss nicht zur Metalband, aber sowohl lang gehegte musikalische Vorlieben, als auch die Ereignisse der letzten Jahre haben sich in Songwriting und Sound derart niedergeschlagen, dass der Unterschied zwischen "Wolkenstein"  und unserem neuen Baby "Genosha" durchaus groß sein wird.

Morgen ist der erste Aufnahmetag für Schlagzeug und Bass, bislang ist noch keine Note gespielt, aber wir alle wissen wie selten zuvor, wie die Songs klingen sollen. Haben wir uns beim letzten Album durchaus im Studio mit recht offenem Ergebnis treiben lassen, wissen wir dieses Mal ziemlich genau, wo wir hin wollen. Die neuen Songs werden nicht die Leichtigkeit von "Wolkenstein" haben, das trotz aller inhaltlicher Schwere eher unser Befreiungsschlag war.

"Genosha" wird schwerer, walzender, dreckiger.  Genosha" wird Stellung beziehen, ein Zurückweichen ist nicht drin. Wir alle sind derart heiß auf die neuen Songs, dass ich hier nicht zum ersten Mal und nicht als erster, die Plattitüde des besten Albums, das wir jemals aufgenommen haben benutze. Ich persönlich freue mich auf den bislang mit Abstand geilsten Drumsound, den ich jemals hatte. Ich denke, wenn wir das Teilchen ordentlich wuppen, steht weiteren Herzensangelegenheiten nichts im Wege. "Damocles" hat uns geweckt, "Wolkenstein" befreit, "Genosha" wird diese Freiheit mit Haut und Haar gegen alles und jeden verteidigen. 

Ich freu mich auf morgen. Ich freue mich auf den Beginn.
Hallo "Genosha". 




Dank Shitty-Leaks bin ich in den Besitz der Besetzungsliste der nächsten Staffel von "Ich bin ein Schaf - höhlt mich hier aus" gelangt. Die Kandidaten sind einmal mehr von freilaufenden Experten des Prekariat-TVs ausgewählt und auf ihre Lebensuntauglichkeit hin getestet worden. 

Die Programmacher sind üppig stolz darauf, als ersten Kandidaten Steve Becker (32) verpflichtet zu haben. Becker ist der Anverwandte eines ehemaligen Beinahe-Teilnehmers (22) einer Casting-Show, die fast als Pilot für einen Sender aus der Pro7-Gruppe produziert worden wäre. Wahnsinn.

Als dramaturgischer Konterpart des Stars (32), soll die Mitbewohnerin (21) der Friseuse (26) einer ehemaligen Big Brother-Container-Inhaftierten (45) dienen, die jedoch nach Senderangaben nicht namentlich genannt werden möchte. BILD bringt morgen eine Aufmacher-Storie mit den Hintergründen und genauen Maßen. Kai Diekmann verschenkt im Hintergrund dabei ein Stück Berliner Mauer an einen Diktator, der jedoch nach Zeitungsangaben nicht namentlich genannt werden möchte. Sensationell.

Eine einstmals attraktive, massierende Halbschwester (33) des steppenden Schwippschwagers (35) von Boris Beckers (49) Ex-Masseuse (18) wird für reichlich Wirbel (insgesamt 24) sorgen, da sie bereits in den Pre-Castings von DSDS, LD und FKK erst in der vorletzten Runde wegen Belanglosigkeit aussortiert wurde. Mehr als geil.

Die umstrittenste Kandidatin im nächsten Jahr (2017), dürfte jedoch bereits jetzt eine erfolgreiche Absolventin der RTL II-Abstiegskademie (56) aus der Nähe von Augsburg sein, die bereits so einige Skandale (Abitur, abgeschlossenes Universitätsstudium, geregelte Jobs) hinter sich hat und erst auf dem dritten Bildungsweg die Kurve ins Privatfernsehen gekriegt hat. Die alternativ-attraktiv alternde Adele aus Altenmünster (immer noch 56) hat sich bereits als Lichtdouble der Komparsen bei "Bauer sucht Frau" einen guten Namen gemacht. Formidabel.

Noch mit einem Topsekret versehen ist die Nominierung von Roy Royson (67), der einstige Star der Boygroup "Ass 5" (66, 59, 64 und 76), die in den frühen 90ern bereits auf Gesang verzichteten und fatalerweise ganz auf ihre Ausstrahlung und Ihr Tanzvermögen setzten, bis sie kurz nach dem Auftritt bei der Neueröffnung der Streppenkötter Lada-Gebrauchtwagenzentrale ihre Auflösung (72 dpi) bekannt gaben. Puh.

Altfußballweltmeister Lothar Matthäus (55) hingegen wurde wieder einmal, trotz vehementen Aufdrängens seiner Anwältin (fast 17, 110,35,90), nicht berücksichtigt. Schade.

Hei, das wird ein Spaß.
Ich lucke auf jeden Fall extrem forward auf die nächste Trash-TV-Saison.



Es gibt ja diese einhellig kolportierte Meinung, dass 2016 ein durch und durch schreckliches Jahr, voller Verluste, neuer Bedrohungen und allesamt negativer Entwicklungen war. Ich persönlich finde das völlig subjektiv und denke, das Jahr hat dieses Bashing nicht verdient.

Klar, jeder von uns hat seine persönlichen Niederlagen und Verluste zu beklagen. Das sei auch niemandem genommen, das ist in jedem Jahr das gleiche. Aber sonst? Was ist denn anders als in jedem anderen Jahr? Was ist denn so kollektiv furchtbar, dass Ihr glaubt, Euch von Angst und Zweifeln beherrschen lassen zu müssen?

Leben wir nicht nach wie vor in einem Land, dass sowohl sozial, als auch kulturell, ja sogar auch wirtschaftlich – von mir aus nehmt auch den Sport dazu – immer noch wie das verdammte Paradies wirken muss, wenn man einmal die Größe hat, von außen drauf zu schauen? Natürlich gibt es Menschen, denen geht es schlecht, Menschen denen das Leben übel mitgespielt hat. Aber jenseits von bedauernswerten Einzelschicksalen, die ich hier auch gar nicht klein reden möchte, wem von Euch, die Ihr Euch in meinem Dunstkreis bewegt, geht es denn wirklich schlecht, weil – und das ist der springende Punkt – weil der ach so böse Staat, die allesamt so durch und durch korrupten Politiker, auf die Ihr immer so schimpft (weil es Euch erlaubt, und genau die Tatsache sogar gewollt ist), die Demokratie, die Ihr nutzt, als wäre es eine Option und keine Pflicht, weil die alle Euch etwas weggenommen haben, was Euch zusteht?

Habt Ihr nicht alle in diesem Jahr wesentlich mehr Terror erwartet? Ich schon. Mussten wir nicht eigentlich mit viel mehr Anschlägen rechnen, als es dann hinterher waren? Und das nicht wegen der Masse an Flüchtlingen, die Deutschland dankenswerterweise die Eier hatte, vor Krieg und Elend zu bewahren, sondern wegen der weltpolitischen Lage, in der wir natürlich eine Rolle spielen. Ich habe keine, null Angst vor einem Terroranschlag, bin mir aber sicher, dass wir noch einige werden erleben müssen. Aber woraus schürt sich denn hier Eure Angst? Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein? So wie bei einem Flugzeugunglück, bei einem Verkehrsunfall, bei einem Herzinfarkt? Macht Euch dieses blöde Wort Terror mehr Angst, als Euer eigenes Leben? Das wäre schade. Die einzige Waffe, die es gegen Terror von, aus verschiedensten Gründen, ihr eigenes Leben wegschmeißenden Menschen gibt, ist Gelassenheit. Ich will nicht einmal von Desinteresse reden, aber wenn ich den – von mir in diesem Land hoch geschätzten – Medien eines vorwerfen kann, dann doch, dass sie jeglichen Zwischenfall bis zum Exzess pushen, mit Sondersendungen belohnen, also Arschlöchern indirekt Sendezeit einräumen, die sie nicht verdient haben. Menschen streben nach Macht, koste es was es wolle, da geht es dem IS-CEO nicht anders, als einem Erdogan.

Und ja, die Gesellschaft scheint gespalten zu sein. Aber eben nicht in Ethnien, soziale Schichten oder Religionen. Im Grunde kommen wir hier nämlich verdammt gut miteinander aus. Deutschland ist vor Allem mitnichten gespalten in zwei gleich große Teile, sondern in eine kleine, unzufriedene Hassgesellschaft, die es sich buchstäblich auf die Fahnen geschrieben hat, keine Lösungen, sondern Schuldige zu benennen, und in die überwiegende Mehrheit, die sich mit den Störenfrieden, die die pure und tumbe Menschenfeindlichkeit vor sich her tragen, meines Erachtens – noch – zu nachgiebig zeigt. Wie blöd man sein muss, um als vermeidlich "Abgehängter" diejenigen zu wählen, die einen am meisten verachten, vermag man vielleicht nach der US-Wahl wenigstens zu erahnen, wo das Proletariat einen zynischen Milliardär auf den Schild gehoben hat, um das Establishment abzustrafen. Ich möchte das Wort postfaktisch nicht überstrapazieren, aber seit Erfindung der Religion, war wenig postfaktischer als das Wählerverhalten der Menschen in diesem Jahr. Dennoch: 2016 ist auch hier keine Ausnahme.

Und dann die ganzen, ach so spontan und in Masse verstorbenen Künstler. Als wirklicher Fan ist man immer traurig, wenn ein verehrter Musiker das Zeitliche segnet, aber 2016 hat hier auch im Grunde nur die von uns genommen, die entweder bereits gesegnet alt, besonders drogenaffin oder schlicht unheilbar krank waren. Alles wie immer. Das ist 2016 nicht anders, als in jedem anderen Jahr. Nur dass es hier wohl den Mainstream besonders getroffen hat. Und genau hier ist dann auch der Boulevard eine besonders mächtige Betroffenheitsmaschine. Ich persönlich kann mich nicht erinnern Tränenmeere gesehen zu haben, als 2015 Phil Taylor, Chris Sqiere oder Robert "Bob" Burns gestorben sind. Lemmy mag da die große Ausnahme sein. Auch hier scheint der kommerzielle Erfolg den Grad der Anteilnahme im Todesfall zu bestimmen. Das ist ja auch alles vollkommen in Ordnung, so lange man nicht hinterher lesen müsste, dieser oder jene wäre "der wohl beste Künstler seiner Zeit", "ein Ausnahmetalent" oder was weiß ich noch gewesen. Die meisten der Beklagten, waren schlicht große Popstars, was an sich bereits eine anständige Leistung ist.

Ich denke, dass man einfach gerne in jedem Jahr ein Superlativ kolportieren möchte. Einfach nur, damit es diese Dramatik bekommt, nach der wir geistig Verarmenden lechzen. Und 2016 musste eben als Katastrophenjahr herhalten. Nun kann sich so ein Jahr ja auch schlecht wehren, vermutlich ist es ihm auch herzlich einerlei, was wir von ihm halten. Ich möchte Dir hinterher werfen, liebes 2016, wannanders war auch scheiße. Alles halb so wild.

Wenn ich mir für Deinen Nachfolger etwas wünschen dürfte, dann wäre das etwas mehr Gelassenheit, etwas weniger Hass, etwas mehr Massensterben unter Diktatoren (ist so`n Resthassding), mehr Bildung für alle, ein paar ernsthaft juckende Furunkel am Hintern für alle Chauvinisten, die glauben, dass ein Mensch besser wäre, als ein anderer, das Abebben von religiösen Gefühlen, so sie sich nicht nach innen, sondern auf andere richten, einen Aubameyang, der einen 5-Jahresvertrag beim BVB unterschreibt, mehr Gönnen, als Neiden, und dass Demokraten auch wieder zu Wahl gehen, um menschenverachtende Parteien in die Schranken zu verweise, die sie in den Köpfen kultiviert haben.  

 


So! Ich habe es satt! Ich kann es nicht mehr hören. Überall, alle, jeder, dieser "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"-Schwätzer, plärrt nur noch die simple Formel nach, die Politik habe den Bezug zu den Wählern, zu den einfachen Menschen verloren und finde keinen Zugang mehr zu den Problemen des "Volkes". Es würde an diesen vorbei regiert und überhaupt leben wir ja in einem Land ohne jegliche Demokratie, in dem "die da oben" gegen das Gemeinwohl regieren und sich bereichern! KOTZ!

Leute, die Ihr Euch abgehängt und nicht mehr repräsentiert fühlt. Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass Ihr hier in einem Land lebt, in dem Ihr, in dem jeder, sich jederzeit über alles informieren, sich bilden, schlau machen und vor allem mitmischen und somit etwas verändern kann. Ja scheiße, das geht nicht sofort und auf Knopfdruck? Man muss an einer Sache länger dran bleiben, als es dauert einen Facebook-Post zu schreiben? Ja, nee, dann lieber nicht. Dann lieber meckern und jammern.

Ist schon scheiße, wenn man selber nicht aus dem Quark kommt und dann nur noch über andere Schimpfen kann, die was tun. Klar ist das ein Scheißgefühl. Mit Recht!

Der Stammtisch der Doofen und Dreisten hat sich erhoben, um sich als jämmerliche Mimimi-Gesellschaft zu "erheben". Und was ist die Lösung dieser tumben Masse für die am eigenen Leib so schlimm empfundenen Probleme (die durchaus real sein können, das stellt niemand in Frage)? Konstruktive Inhalte? Antworten auf konkrete Fragen? Ideen, wie man sich selber und somit anderen helfen, die eigenen Lebensumstände verbessern kann? Das intellektuelle Beschäftigen, das Arbeiten an einer Verbesserung? Natürlich nicht. Die "Lösung" der schon immer Bescheuerten war, ist und wird immer sein, mit dem nackten Finger auf irgendjemanden zu zeigen, diesem die Schuld zu geben und dann die Fackeln anzuzünden. Das macht nichts besser, aber hey, es befreit doch ungemein und befeuert das eigene Mini-Ego mit dem bißchen Selbstzufriedenheit, dass Ihr anders scheinbar nicht zu erreichen in der Lage seid. Das ist nicht nur jämmerlich, dass ist gelebte Dummheit.

Wenn Euch einer gerade mächtig abhängt und aus der Mehrheitsgesellschaft herausraus schießt, dann seid Ihr es selbst! Ganz bestimmt nicht die "Politiker-Kaste", wie es aus Eurer privaten Filterblase gerne tönt. Politik bedeutet nämlich auf griechisch dooferweise nicht "Faulen Spinnern den Arsch hinter her tragen". Politik ist eine Arbeit. Und zwar eine, die die meisten von uns mangels Kompromissbereitschaft gar nicht durchhalten würden.

Ihr fordert Transparenz? Dann kauft Euch mal wieder eine richtige Zeitung, wenn Ihr die Huffington Post durchgewichst habt und Euch Russia Today die Welt durch Putins Brille erklärt hat. Ulkigerweise sorgen nicht facebook oder Super RTL für journalistische Transparenz, sondern eine segensreiche "Flut" von freien Medien, wie sie in der Welt nicht allzu oft zu finden ist. Aber vor Flut hattet Ihr ja immer schon Angst. Ihr lest polemische und populistische Blogs und redet anschließend von Lügenpresse? Spinner. Armselige Spinner.

Euer Mäkeln ist nicht neu. Euer kleingeistiges Wehklagen nichts modernes. Euch gab es in allen Zeiten. Der einzige Unterschied heute ist, dass Ihr Euch in einer seltsamen Mehrheitsvorstellung ergeht, die Euch die Sozialen Medien in Euer Kleinhirn reposten.

Ich habe die Schnauze voll vom Gelaber über ein postfaktisches Zeitalter aus dem Munde derer, die nicht einmal wissen was das heißt, die nicht einmal zwischen Fakten und bloßem Geplapper selbstgerechter Möchtegernadolfs unterscheiden können oder wollen. Klar dürft Ihr Euch zu Wort melden, aber dann gibt es halt scharfen Gegenwind. Den müsst Ihr dann halt aushalten.

Aber zuerst: besorgt Euch mal das ein oder andere Argument, wenn man Euch ernst nehmen soll.






Man kennt das. Bands, die das Glück haben, bereits ewige Jahre zusammen zu spielen, die Stärken und Schwächen der Mitmusiker im Detail kennengelernt zu haben, und im Grunde den Moment verpasst haben, selber mitzubekommen, dass man das, was man wirklich gut kann, so lange wiederholt, dass das Wort Inspiration weder Hülse, noch gewollten Hohn, sondern schlicht verloren gegangen ist. Man beginnt sich zu langweilen. Man nimmt plötzlich eine CD mit Coversongs auf, ein Best Off oder gleich ein Livealbum mit den besten Coversongs.

Bei uns ist das, was da gerade passiert, komplett anders. Nach dem letzten Album und wahrlichem Erlebnis "Wolkenstein", das uns scheinbar - nach dem Weckruf "Damocles" von 2011 - als Band erst so richtig geformt hat, im Grunde dafür gesorgt hat, dass wir uns gegenseitig erst wirklich als die Menschen und Musiker schätzen gelernt haben, die wir jeder für uns selbst sein wollen, ist der jetzige Prä-Genosha-Status von Porter einer der spannendsten Phasen sämtlicher Bands, deren Teil ich bislang sein durfte.

Nicht umsonst schreiben wir auf jede unserer Veröffentlichungen, das bei Turbostaat entliehene Versprechen, dass Porter exakt die Summe aus den 5 Mitgliedern waren, sind und immer sein werden. Was nicht weniger bedeutet, dass wir als Band sicher sind, sofort zu existieren aufzuhören, falls einer von uns nicht mehr dabei sein kann oder will. Wir sind nicht für die Ewigkeit gebaut und genau das macht uns geradezu unverwundbar. Wir haben künstlerisch alle, alle, alle Freiheiten und nur wir selbst können uns stoppen.

Es fühlt sich gerade einfach nur gut an, Genosha zu gestalten. Die ursprünglich bloße Idee Genosha mit Leben und Energie und Herzblut zu füllen. Ich bin übrigens überzeugt davon, dass jeder von uns - die wir zum Glück genauso verschieden sind, wie unsere musikalischen Vorlieben - sein ganz eigenes Genosha erlebt in dieser spannenden Lebensphase von Porter. Was uns wahrscheinlich eint, ist das Gefühl, vom Energie- und Substanzlevel, wieder zu unseren Wurzeln zurück zu kehren. Und damit meine ich nicht die Wurzeln von Porter, sondern den Grund eines jeden von uns, der uns einst dazu brachte, Musik als künstlerische Ausdrucksform zu wählen oder sich wählen zu lassen. Es ist Energie. Die rohe, die pure die laute.

Es ist das Gefühl zu Hause zu sein!

Und auch, wenn Volkers Speedmetalherz sich gewiss mehr Geschwindigkeit und ausladendere Enden wünscht; auch wenn Lars sich den Sound von Danzig I bis III in Reinkultur wünsch;, auch wenn Frank musikalisch eine katatonische Starre und mehr progressive Elemente wünscht; auch wenn Christian sich gewiss Musiker wünscht, die das was er uns erzählt, verstehen würden; und auch, wenn ich selbst mir wünsche, dass wir noch viel mehr Elemente des Hardcores integrieren: es ist gerade richtig spannend!

Scheißkulturwichser, wir. Ich höre die Stimmen. Aber wisst Ihr was? Das, das, genau das ist Freiheit! Wir haben uns nie gesucht. Aber wir haben uns dennoch gefunden. Und das, genau das ist pures Glück. Und aus diesem Glück - nicht aus Frust, Angst Not oder sonstigem Leiden - wird ein Album entstehen, dessen Existenz wir herbeisehen und an dem Ihr alle uns messen könnt.

Das Glück, Genosha produzieren zu können, bedeutet jedoch nicht, dass wir zufrieden wären, was dieses Land angeht. Zufrieden, was die Gesellschaft und seine populistisch angstgeprägten Minderheiten angeht, die sich auf die jämmerlich wehende Fahne das Fanal des Hasses und des Abschottens gekritzelt haben. Unsere Texte sind definitiv politisch. Und ich persönlich, als Autor, möchte sie genau so wahrgenommen wissen. Und das Geile an dieser, unserer Band ist, dass wir politisch oder religiös nicht einmal aus einem Lager kommen. Wir haben die unterschiedlichsten Ansichten über die Existenz eines liebenden Gottes oder dessen Sinnlosigkeit. Wir wählen Parteien aus dem gesamten rechtsstaatlichen Spektrum. Porter ist bunt, offen tolerant (außer wenn es um Fußball geht) in jeder Hinsicht, vielleicht unser größtes Pfund. Toleranz.

Und trotz unterschiedlicher Ansichten, gibt es nicht den mindesten Dissens, dass wir festen Willens vereint gegen jede totalitäre Struktur stehen, gegen Hass der sich gegen Minderheiten richtet, gegen jede Art von Rechtsextremismus, sei es der alte, der neue, der verdammt noch mal postfaktische der Idioten.

Falls Ihr also gewillt seid, offenen Ohres eine offene Gesellschaft, jenseits von idiotischer Terrorangst zu leben: you're welcome. 
Ansonsten geht zu Mario Barth.

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Im Grunde wollte ich zu diesem Thema "US"-Wahl gar nichts bloggen. Die Impulsreaktionen sind längst via Twitter raus und binnen eines Tages haben alle Lager, alles von wirklich allen Seiten beleuchtet. Nun sind die einen noch immer geschockt, die anderen jubeln noch immer und wieder andere schütteln noch immer den Kopf über die geringe Selbstachtung von Trumps Wählerschaft, die im Falle von Latinos oder Frauen offen ihren Masochismus zur Schau gestellt hat.

Man kann sich wahrscheinlich noch 100 Jahre darüber wundern, dass enttäuschte Menschen gegen das weiße Establishment rebellieren wollen, und dies ausgerechnet damit versuchen, indem sie dann genau jene, wohl fieseste Gallionsfigur des weißen Establishments, einen egomanen Milliardär, an die Spitze ihres Landes wählen. Muss man nicht verstehen, ist aber Fakt.

Gesunden Verstandes würde man den meisten Menschen objektiv zutrauen, einen Sexisten zu erkennen, wenn er sich selbst nicht einmal versteckt. Auch sollte man meinen, einen offenkundigen Rassisten, würde die große Mehrheit im Jahre 2016 aussortieren. Nun kann man natürlich Herrn Freud bemühen, und seine Wähler als seine scheinbaren Gesinnungsgenossen darstellen, denen es eventuell sogar imponiert, dass endlich mal wieder ein Mann, ein ganzer Kerl, die Sachen sagt, die man selber gerne sagen würde, die Sachen macht, die man selber gerne machen möchte. Cheauvinismus olé! Kann man machen, wäre aber billig *hüstel*.

Das was mich aber eigentlich umtreibt, ist etwas ganz anderes. Und daher habe ich mich auch umentschieden und schreibe eben doch diesen Blog.

Mich fasziniert bei der ganzen Sache zum einen das - aus populistischer Sicht sicherlich logisch begründete - Selbstverständnis der rechten Parteien Europas, die heute sofort ihre braunen Fähnchen empor gerissen haben, um dem neuen Heilland, pardon Heiland zu huldigen, immer in der glühenden Gewissheit, sich selbst ebenfalls alsbald in Amt und Würden und Macht zu sehen. Das Abstoßende dabei ist vor allem dieser tumbe wie erfundene Irrglaube, dass nun die etablierte Politik sowie die etablierten Medien komplett abgestraft wurden und versagt hätten. Wie, zur verfickten Hölle, kommt Ihr kleinen Jammerlappen darauf, dass solche Dinge wahr werden, nur weil man sie ständig wiederholt?! Der Journalismus in diesem Land, ist einer der Garanten für unsere Demokratie. Oh stimmt ja, Demokratie mögt Ihr ja nur, solange das rechte Stimmvieh für Euch kreuzt.

Und hier ist der Punkt, den ich unglaublich spannend wie gleichermaßen irritierend finde. Hier wähnt sich eine Gruppe von Menschen, enttäuscht die einen, machthungrig die anderen, als Revolutionäre. Die AfD, der Front Nationale, sollen sie heißen wie sie wollen, es gibt sie in allen demokratischen Ländern. Sie alle tragen die seltsame Mär einer Revolution gegen "die da oben" vor sich her und überrollen damit all jene, die in unserem Fall, in einem der freiesten und wohlhabendsten Länder der Welt leben, gleichzeitig aber scheinbar wenig in ihrem Ego gestreichelt werden, ein klein wenig in der öffentlichen Sonne zu stehen. Bisher dachte ich immer, RTL II und Co. würden sich ausreichend um dieses Klientel kümmern - und schon während ich das schreibe, höre ich die Stimmen der Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker da Wort "Elite" tuscheln und das Stroh für die Scheiterhaufen sammeln.

Leute, es ist keine Revolution, die Ihr da unterstützt!
Es ist ein schlichtes Wegrennen, ein Zurückweichen vor der Freiheit die unsere Zeit Euch bieten könnte.
Es ist ein Straucheln, ein Wanken.
Es ist ein wehklagendes "Mimimi" des sich zurück in den schützenden Bauch von Mami, respektive zurück in klare Rollenbilder der verdrucksten und verklemmten 50er und 60er Jahre, wünschenden Klientels all jener, die der Menschheit im Jahre 2016 erzählen möchten, dass wir Trennungen brauchen.
Es ist der seltsame, anachronistische Wunsch, dass wir Unterschiede machen müssen mit Abgrenzungen zwischen Homo- und Heterosexuellen, zwischen Schwarzen und Weißen, zwischen Männern und Frauen, zwischen Einheimischen und Fremden. Etwas, das wir doch längst überwunden haben sollten. Neandertal rulet nicht mehr, Kinder.
Es ist das bloße Zurschaustellen von Angst vor allem was Ihr nicht kennt.
Es ist in kaum noch zu übertreffendem Maße peinlich.

Und was treibt diese Menschen, die sich das Gestern zurück wünschen? Sie alle treibt Angst. Es ist die nackte Angst. Und die ist niemals rational. Wir alle scheinen unseren Anteil daran zu haben, dass so viel Menschen unter uns leben, deren Leben von Angst bestimmt wird. Und der Verstand sagt mir, wir müssen diese Verzweifelten, so sie es denn sind, irgendwie abholen.

Aber ganz ehrlich – ich bin nicht bereit für diesen Escort-Service in die Zukunft den Preis zu zahlen, der da heißt: Rassismus, Cheauvinismus, Sexismus.    

Ach so, bevor ich es vergesse ... warum blogge ich denn überhaupt entgegen meines ersten Impulses etwas zu diesem Themenkomplex? Das ist so simpel, wie die Meinungen der Populisten: ich werde Euch nicht das Feld der Meinungsbildung überlassen, niemals! Und Trump ist halt da. Selbst Schuld.




Man muss auch jenseits von Politik, Kultur, Problemen und dem ganzen Scheiß, den das Leben zweifelsfrei automatisch, immer wieder und für wirklich jeden einfach so mit sich bringt, einfach mal glücklich sein können. Ich bin`s gerade.























Eine kleine ergänzende Richtigstellung nach 7 Tagen Praxistest:

Ich muss meine vor einer Woche spontan wirklich schlechte Meinung zur Pokémon Go Plus ein klein wenig ins Positive korrigieren.

Ja okay, das billige Plastikteilchen ist immer noch ein ... na, billiges Plastikteilchen. Und ja, es funktioniert immer noch nicht reibungslos. Ständig reißt die Verbindung zum Smartphone ab und die App muss teilweise neu gestartet werden, damit sie wieder zustande kommt. Außerdem reagiert sie gerade beim Fahren auf Pokestops zu spät, so dass kein Loot eingesammelt werden kann.

ABER – es gibt sie, die Pluspunkte: 

-> PLUS 1 – Laufen lohnt sich

Ich trage die Pokémon Go Plus in der Tat täglich und muss sagen: das wirklich geile und antreibende Feature, ist das Kilometerzählen auch bei nicht eingeschaltetem Bildschirm. Ob Kilometer fürs Ei oder für den jeweiligen Buddy. Ich brauche für ein 10 Kilometer-Ei nur noch knapp 1 Tag. Und das ist nun wirklich ein Beschleuniger.

-> PLUS 2 – Die Früherkennung
Zudem verpasst man halt kein einziges Pokémon mehr, weil man durch die PGP durch sanftes, illuminiertes Vibrieren bereits kurz vor dem eigentlichen Auftauchen des Monsters, auf sein Erscheinen vorbereitet wird.

-> PLUS 3 – Gewusst wo
Ebenfalls gut ist die punktgenaue Angabe, wo das Pokémon erscheint. So kann man sich mit ein paar Schritten in die Richtung doch das eine oder andere Monster mehr einsacken. Der subjektive Eindruck, dass mit Tragen der PGP schlicht mehr Pokémons auftauchen, kann nicht wirklich verifiziert werden.

-> PLUS 4 – Zeit ist Geld ist Loot
Schlussendlich ist es ein wahrer Komfort und Spielvorteil, wenn man sich - wie ich - glücklich schätzen kann, weil man sich dauerhaft in Reichweite eines Pokestops befindet, so dass man im Grunde alle paar Minuten, mittels beiläufigen Drucks auf den blau leuchtenden Knopf, sein Loot und somit wertvolle Punkte einsammeln kann.

Ob einem das nun alles 45 Euro Wert ist, muss natürlich immer noch jeder selbst entscheiden. Ich persönlich habe die Entscheidung - trotz fortwährender Zweifel und Unzulänglichkeiten - (noch) nicht bereut.  

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was man im Hause Niantic noch so an Verbesserungen der oben bereits kritisierten Zustände, mit zukünftigen Updates heraus hauen wird.

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Weiterlesen:
POKEMON GO PLUS – IN DER PRAXIS EHER MINUS




Pokémon Go(es not so good with) Plus.

So der allererste Eindruck des neuen Handgelenkgadgets von Niantic. Das kleine Plus entpuppt sich auf den ersten Blick eher als Minus. Bevor ich mich in Abhandlungen verliere, ob es wirklich einen Sinn ergibt, ein Stück billigstes Plastik mit Bluetooth-Funktion für den Minimumpreis von 45 Euro zu erwerben, nur um dafür einen einzigen Knopf am Handgelenk zu tragen, der einem die Bedienung eines Smartphonespiels zu verkomfortabilisieren erlaubt, schicke ich vorweg: ich wurde ja nicht gezwungen, ich habe es freiwillig und voller Vorfreude erworben.

Das wundersame Dingen ist von billigster Verarbeitung und wird wahlweise getragen wie eine Uhr oder wie eine Brosche an Hemd oder Jacke und bietet in der Optik des Pokémon Go-Logos lediglich einen kleinen, runden LED-illuminisierten Knopf, der je nach Ereignis im Spiel in Grün, Rot, Blau, Gelb, Weiß oder kunterbunt leuchtet. Dazu gibt es einen Vibratiosalarm, der einen überhaupt erst einmal zum "Gerät" schauen lässt.

In der Theorie klang es bereits etwas dürftig, zumal man lediglich Pokestops bedienen (bei blauem Licht), Pokémons die man bereits im Pokedex hat einzufangen versuchen (bei grünem Licht) oder dasselbe mit unbekannten Pokémons (bei gelbem Licht) versuchen kann.

In der Praxis erweist sich das schlichte Plastik dann zudem noch als extrem ärgerlich. Betätigt man nämlich den Knopf, um ein Pokémon in der Nähe zu fangen, hat man genau einen Versuch. Blinkt der Knopf nach diesem nicht kunterbunt sondern rot, ist das Tierchen schlicht weg. Abgesehen davon, kann man auch keine Pokebälle auswählen, sondern wirft blind. Absolutes fail.

Was noch auffällt ist, dass die Verbindung zwischen App und Gerät nicht wirklich stabil ist. Viel zu oft bemerkt man im Test, dass das kleine Icon auf dem Spielscreen plötzlich dunkel wird, was den Verlust der Connection anzeigt.

Ein Sonder-Buck - allerhöchsten Nervfaktors - ist noch dazu, dass sich die Verbindung zwischen App und Gerät jedesmal trennt, wenn man ein Pokémon dann via Smartphone gefangen hat. Zumindest auf Android. Ich hoffe, das wird gefixt mit dem nächsten Update.

Das wirkliche Plus sehe ich eigentlich ausschließlich darin, dass Pokestops mühelos und ohne Aufwand geplündert werden können und man zudem halt jederzeit mitbekommt, wenn ein Pokémon in der Nähe ist, ohne aufs Display schauen zu müssen - was natürlich auch wertvolle Akkuzeit spart.

Alles in allem ist das Poémon Go Plus-Gadget noch etwas schlechter als ohnenhin schon erwartet. Ich bin zwar noch nicht so genervt, dass ich es postwendend zurück sende, dazu ist die gerade erwähnte Pokestop-Funktion einfach auch wieder zu praktisch, aber wenn das Preis-Niveau nicht rapide sinkt, wird das Dingen ein Flop.