Freitag, 17. Mai 2013
Enteignet
So seht Ihr Euch.
Ihr, die Ihr Euch die Welt kreieren lasst.
Ihr, die konsumiert.
Ihr, die - bewusst oder bewusstlos - anderen zuseht, wie sie leben.
Enteignet.
So fühlt es sich an.
Für Euch, die Ihr meint, Ihr könntet nichts ausrichten.
Für Euch, die Ihr glaubt, es stünde Euch nicht zu.
Für Euch, die Ihr klagt, dass andere für Euch entscheiden.
Enteignet.
Das seid Ihr.
Ihr, die Ihr voller Hohn auf andere zeigt.
Ihr, die Ihr Muße mit Faulheit verwechselt.
Ihr, die aufgebt.
Donnerstag, 16. Mai 2013
B wie Bildung - ein trauriger facebook-Thread
Da ich jedoch niemanden diskriminieren möchte, stelle ich den Thread teilanonymisiert dar.
Es ging eigentlich "relativ" harmlos los und dann entwickelte sich der Thread so, wie derlei Diskussionen leider allzu oft im Sinne der Geschichtsrelativierung seitens der Deutschen verlaufen. Lest es und Ihr werdet verstehen, was mich so aufreibt. Ging dann auch noch wesentlich weiter, ohne jedoch wirklich Sinn zu machen.
Das Bild ist leider zu lang für meinen Blog, daher habe ich es hier auf Pinterest hinterlegt.
Einfach das Bild groß klicken, dann solltet Ihr alles lesen können.
http://pinterest.com/pin/107804984803047372/http://pinterest.com/pin/107804984803047372/
Dienstag, 14. Mai 2013
Ich möchte baldigst umziehen
Lenkt Euer Augenmerk doch bitte ein paar Sekunden auf mein Anliegen und helft mir gerne es weiter zu verbreiten. Ich habe mich da neulich arg in meiner Jobwahl vertan und orientiere mich nun definitiv neu.
Mit den vorzüglichsten Grüßen und dem von Herzen kommenden Dank für Eure Hilfe,
Euer Markus:
Montag, 13. Mai 2013
Emo kann ich auch
Ich glaube, sie ist wieder im Lot.
Meine Menschenkenntnis. Ihr kennt das. Man sitzt einem fremden Menschen gegenüber und erlebt diesen einen Moment, hervorgerufen durch ein Grinsen oder einen Blick, und weiß, dass man diesem Menschen vertraut, ja, dass man ihn sogar mag ohne ihn zu kennen.
Oder eben nicht.
Kann beides vorkommen, muss es auch, wichtig ist nur, dass man sich selber trauen kann. Und so ein "Oder eben nicht" hätte mich unlängst retten können. Hat es aber nicht, weil ich die mannigfaltigen Zeichen schlicht ungedeutet ließ, aus dem alleinigen Grund, dass ich schlicht ein bestimmtes Ergebnis sehen wollte. Ich ging bewaffnet mit meinem freien Geist und leider gefesseltem Herzen los und konnte nur verlieren.
Anders heute. Mein Herz hat sich befreit und führte heute wieder die Feder. Mein Magen wird es ihm ebenso danken.
Und sie ist wieder im Lot. Meine Menschenkenntnis.
Samstag, 11. Mai 2013
Die Freiheit des Augenblicks
Klar, es ist nicht fein, es schickt sich nicht und es stört aktiv die Mitmenschen in der jeweils recht kurz durchfahrenen Umgebung. Und meistens schämt man sich ohnehin selber, unangenehme Erinnerungen an ellenbogengebräunte und Schnuppi tragende Mantafahrer der Wendezeit im Kopf bekämpfend, es zu tun. Zu gut die Erziehung, zu stark das Gefühl, ein soziales Miteinander bis Wanken zu bringen, ja gar selber unwiederruflich jene unsichtbare und dennoch existente Grenze zu überschreiten, die einen auf die böse, die tumbe, die prollige, die RTL2-Seite bringt, wenn man sich hier gehen lässt. Zumeist spricht eh auch im eigenen, ganz persönlichen Wertekosmos zu viel dagegen, und man sieht weder eine Veranlassung, noch spürt man das Verlangen danach.
Doch dann, es entspringt - bei mir auf jeden Fall - oft einem Gefühl des innerlichen Friedens, des spontanen Glücklichseins, der plötzlich ins Bewusstsein tretenden Gewissheit im Grunde frei zu sein, dann geht es mit einem durch. Kein innerpsychischer Diskurs geht dieser Eruption voraus, kein Abwägen des Für und Widers, nicht einmal ein bewusstes Handeln würde ich hier unterstellen. Alle Mechanismen, die einen ansonsten davon abhalten scheinen sediert, abgelenkt, ausgeschaltet zu sein. Die schiere Emotion bringt einen Kantersieg zustande und lässt es uns einfach tun. Wir kurbeln - unabhängig von Ort, Wetter oder Tageszeit - das Autofenster herunter bis es nicht offener sein könnte, spüren unwillkürlich unsere Mundwinkel, die sich zum breitesten Grinsen aufraffen, zu dem sie fähig sind, drehen den Lautstärkeregler des Autoradios nach ganz rechts und beschallen die Welt mit "Clenching The Fists Of Dissent" von Machine Head, "Reigning Blood" von Slayer, "Chopsuey" von System Of A Down oder "Knife Party" von den Deftones. Oder irgendetwas anderes. Ganz egal. Hauptsache wir lieben es!
Und für den Moment ist alles egal und sind wir frei.
Dienstag, 7. Mai 2013
Befreit Euch von den Respektlosen!
Das ist leider alleine mit Egozentrik nicht zu erklären, denn gerade diese Menschen erwarten von ihren Mitmenschen oftmals eine Art seltsamen Respekt, eine wie auch immer geartete Aufmerksamkeit - und sei es im Sinne von Angst, die sie zur Erreichung des anerkennenden Klopfens auf die eigene Schulter schüren. Wie spannend ist es dann doch, derart gepolten Charakteren gegenüber zu treten und sie mit ihren eigenen Verhaltensweisen (ein schönes, leider falsch geschriebenes Wort im Übrigen, da dieses Verhalten in der Tat Vollwaise zu sein scheint) zu konfrontieren, Ihnen vor Augen zu führen, was für arme und einsame Würstchen sie im Grunde doch sind. Dieses völlige Unverständnis in ihren Augen lodern zu sehen, immer bereit voller Aggressivität einen Abwehrangriff in Richtung des die Frechheit des Aufbegehrens aufweisenden Gegenübers zu starten.
In diesem Moment hat das Respektlose bereits immer verloren, zeigt es sich doch nun unverhohlen und ohne die ansonsten stets kaschierende Maske der vermuteten Überlegenheit. Der Wald hat die Axt recht mühelos besiegt, welche ihre Niederlage jedoch nur selten eingesteht oder gar wahrnimmt. Sie flüchtet sich vielmehr noch tiefer in ihre ureigendsten Verhaltensweisen des Entziehens von Respekt und Wertschätzung seines Gegenübers. Diese sich selbst antreibende Abwärtsspirale führt dazu, dass der respektlose Mensch am Ende eigentlich nur noch mit rückgratlosen Speichelleckern oder -im Idealfall - masochistisch veranlagten Menschen umgeben ist, die teils aus Schwäche, teils aus sozialer Not die Nähe solch unangenehmer Zeitgenossen ertragen müssen.
Eine Erkenntnis hingegen sollte allen denkenden Menschen gemein sein: Das Leben ist nicht all zu lang und definitv zu kurz und zu wertvoll, um sich mit dieser unangenehmen Art von Gesellschaft abzugeben.
Befreit Euch von den Respektlosen!
Donnerstag, 25. April 2013
Stadt der Angst - das neue Album von Turbostaat
Sie sind endlich wieder zurü;ck. Dabei waren sie nie weg: Turbostaat, eine der sympathischsten, menschlichsten, nahbarsten und im Grunde ihres ganzen Handelns gute und positive Band. Ganz abgesehen vom gelebten Wir und dem bedingungslosen Bekenntnis zum DIY, hauen uns die freundlichen Nordlichter diesesmal Ihr musikalisch komplexestes Album um und in die Ohren. Und das, ohne - ich würde beruflich jetzt wohl von Markenkern schwallern - ihre Herkunft, Ihr bisheriges Werk zu verwässern.
Als Turbostaat-Fan der ersten Stunde, gewöhnt an das Benennen der Alben nach ulkigen wie edlenVögeln, fühle ich mich von der ersten bis zur letzten Sekunde willkommen, ernst genommen und abermals entführt in eine reale Welt der Außenseiter und Freaks, der Loser und Besonderen, die wir alle jedoch jederzeit werden könnten, vielleicht sogar gerne wären. Es sind die ganz kleinen Geschichten, die die Band in teils minimale, teils aufrührend anarchische Epen verpackt. Kleine und auf den ersten Blick angenehm unaufdringliche Geschichten von den wirklich nebensächlichen Nebenschauplätzen aus der großen, zunehmend für ihre eigentlichen Bewohner, unbewohnbar werdenden Stadt.
Es ist der große Verdienst dieser großen kleinen Band, dem willigen Hörer genau diese Perspektive von ganz unten - oder vielleicht sogar von ganz von der Seite - derart nahe zu bringen, dass man mitfühlt mit diesem Soldaten in Kandahar, der keine Ausbildungsstelle gefunden hat, mit diesem seit Ewigkeiten ans Bett gefesselten, beinlosen Mann, der dennoch aus irgendeinen Grunde lächelt, als stünde er über all dem. Mit so vielen wundervollen, in wie immer surreal angekratzten Texten scharf, aber immer immer liebevoll skizzierten Charakteren, dass man bereits nach dem ersten Durchgang meint, sie persönlich zu kennen, sie zumindest dringend kennen lernen zu wollen.
Die Musik schichtet Stimmung um Stimmung zu einer melancholisch-dringlichen Dichte auf, dass man am Ende, welches mit "Sohnemann Zwei" das Kriegsthema der Albummitte, als gesellschaftlichen Diskurs wieder aufnimmt, einfach sofort wieder von vorne starten muss. Es ist nicht ganz so extrem wie bei den Die Ärzte, aber ganz egal ob das nun noch Punkrock oder Postpunk oder wasauchimmer ist. Es ist eines auf jeden Fall: Es ist wichtig! Für die Fans sowieso, für die denkende Gesellschaft, und verdammt noch mal für mich!
Freitag, 19. April 2013
Wolkenstein - eine fixe Idee wird, wird zu Kunst
Texte über ihn, aber noch viel mehr im Geiste von Oswald, beziehungsweise im Wissen, in ihm einen Verwandten im Geiste gefunden zu haben, entstehen, die die Introvertiertheit von “Damocles” durch energetische Forderungen nach aktiver Veränderung ablösen. Zeitgleich entstehen Songs, die sich wieder mehr öffnen, aggressiver zu Werke und nach vorne gehen.
Das spontane und unerwartet erfolgreiche Crowdfunding zwischen April und Juli 2012 setzt in uns neue Energien, ob der sagenhaften Unterstützung und des großen Vertrauens seitens der Fans, aber auch der Twitter- und Bloggerszene frei, und markiert zugleich ein ungefähres Zeitfenster, in dem die neuen Songs – erstmalig in Albumlänge – produziert werden möchten.
Danach verstrichen so einige Monate, aber irgendwie ging es dann doch verdammt schnell. Wir planen den ungefähren Studiotermin, der unbeschreibliche und wahrlich grundgute Ulf Hundeiker folgt uns seit August 2012 auf Schritt und tritt, filmt uns bei Gigs, im Proberaum und an diversen Locations für seine Doku “Porter – Wolkenstein”, wir pfeilen was die knappe Zeit her gibt, an den Songs, nur um im März 2013 festzustellen, dass wir nicht nur eingeübte Songs neu strukturieren, sondern auch noch den ein oder anderen Song neu komponieren.
Und nun, gerade heute, gerade jetzt, es ist 22:55, sitzen wir im alphasound Studio unseres alten Weggefährten Frank Wernitz und spielen zusammen mit seinem genialen Freund Lars die Songs für eben jenes Album “Wolkenstein” ein. Irre. Wir machen das ja nun auch schon ein paar Tage und sind nicht das erste mal im Studio. Irgendwie ist das alles irre. Aber eben irre schön.
Wie auch immer “Wolkenstein” klingen wird, ich weiß nur, jetzt gerade bin ich sehr glücklich und verdammt – ja – stolz, ein Teil dieser Band, ein Teil dieses so unglaublich kreativen Haufens hier zu sein. Wir spielen gerade das dichteste, inhaltlich musikalisch wie textlich massivste Stück Musik ein, zu dem wir anno 2013 fähig sind.Noch sind wir nicht fertig, noch ist Wolkenstein nicht am Ziel, doch kann ich bereits jetzt ganz klar sagen: alle Mühe, jede Arbeit, jegliche Anstrengung bisher hat sich gelohnt und es wird nichts zu bereuen geben. Aber dafür eine Menge zu hören! Und zu sehen! Und alle Zweifel, die ich durchaus mehrfach hegte, sind vergessen und als Erfahrung verbucht.
Ich bin schlicht nur noch froh, dass es uns, dass es diese Band, dass es Porter gibt! Urteilt selbst. Irgendwann im Spätsommer/Frühherbst stellen wir Euch das Ergebnis unserer – und natürlich Ulfs – ambitionierten Arbeit live und in Bild und Ton in Witten vor. Näheres demnächst. Wir freuen uns von Herzen auf jeden einzelnen von Euch!
Euer Markus von Porter
Montag, 8. April 2013
Die kleine Werbekunde. Heute: Der Pitch
Liebe Werbeinteressierten, liebe Werbeinvolvierten, liebe Werbeverwirrten. Ich möchte Euch heute in einfachen und plastischen Worten erklären, was ein Pitch ist.
Geht einfach mal zu ALDI, EDEKA und real,- in die Weinabteilung. Hier sucht Ihr Euch - ganz nach Eurem Gusto - alle Euch angenehm auffallenden Spätburgunder, Rieslinge oder auch Müller-Thurgaus aus, lasst sie Euch, so Ihr des Personals dazu fündig werdet, zunächst ausgibigst präsentieren, hernach einpacken, am Besten aber liefern.
Ohne zu zahlen versteht sich. Dann verkostet Ihr alle Weine in angenehmer Atmosphäre und im Kreise Euch genehmer Gäste und vergleicht sie in aller Ruhe und Entspanntheit.
Seid Ihr Euch nach der ersten Verkostungsrunde noch uneins, lasst Ihr Euch einfach noch einmal alle Sorten, und eventuell zusätzliche Kandidaten kostenlos ins Haus liefern und versucht erneut.
Der Wein, der Euch schließlich am Allerbesten mundet hat gewonnen und wird - wenn Ihr nun überhaupt noch Durst habt - geordert. Natürlich aber erst nach gründlichen Verhandlungen über einen großzügigen Preisnachlass. Schließlich könntet Ihr den Gewinnerwein ja auch jederzeit bei einem anderen Geschäft nachordern.
Das, meine Lieben, das ist ein Pitch.
Immer gerne, Euer M. G. Sänger
Geht
Sonntag, 31. März 2013
Werbungereimtheiten
Während der stehenden Fußes dezentralisierten Mitte des links drehenden Joghurts der per vorbestimmter Richtung rotierende Sinn abhanden kommt, genießt ein gründlich ersonnenes Werbeversprechen nach wie vor den unerschütterlichen Ruf eines weltverbessernden Geschenks an die verdatterte Menschheit. Ein Glanzstück in Verbindung mit Tumbheit.
Mittwoch, 27. März 2013
Dienstag, 26. März 2013
Habt Ihr sie noch alle?
Habt Ihr sie noch alle?
Eure Ideen, die Euch antrieben, damals, als Ihr dachtet, Euch gehöre die Zukunft? Als Verantwortung noch keine Last sondern ein Versprechen war, als Ihr mehr Zeit als Geld hattet und trotz dieses Umstandes noch weitaus mehr Einfälle als die Euch so reichhaltig zur Verfügung stehende Zeit.
Habt Ihr sie noch alle?
Eure Träume, die Euch den ganzen Tag auch im Wachzustand begleitet haben und nicht nur in den Nächten, die im Übrigen - genau wie die Träume - nicht schweißnass und sorgenschwer alle paar Momente unterbrochen wurden. Als Ihr Eure Träume noch so greifbar nah vor Euch saht, dass Ihr eher gegen eine Laterne gelaufen wärt, als Ihnen nicht zu folgen. Als Ihr dachtet, Ihr würdet lieber sterben, als sie zu verraten. Als Ihr im Zweifel genau das getan hättet.
Habt Ihr sie noch alle?
Eure Ideale, die Euch dazu befähigten, Euch mit der ganzen Welt anzulegen, dem noch so übermächtigen Gegner die Stirn zu bieten und sogar in hoffnungsloser Unterlegenheit das Gefühl der sicheren Unsterblichkeit zu verspüren? Und genau daraus Eure Energie zu ziehen.
Habt Ihr sie noch alle?
Eure ganz eigene Wahrheit? Eine Wahrheit, die nicht auf bloßer Hybris, latentem Altersstarrsinn oder hart erworbener wirtschaftlicher Überlegenheit fußt, sondern genährt wird aus einer eigenen, beneidenswert unangepassten Sicht der Dinge, die nicht überzeugen will, weil sie Wohlstand, einen individuellen Vorteil oder gesellschaftlichen Rang verspricht, sondern den schlichten Glauben an das Gute, das Verbessern von Lebensumständen für viele, den Anspruch an erfüllenden Altruismus als die wahre regenerative Energie auserkoren hat.
Habt Ihr sie noch alle?
Die Fähigkeiten das Kleine als ein großes Glück, als Quelle der Inspiration wahrzunehmen? Die Fähigkeit, das ganz ganz Kleine überhaupt noch wahrzumehmen? Die Fähigkeit etwas Unkäufliches als Luxus zu empfinden.
Habt Ihr sie noch alle?
Dir Freiheiten, die Euch in dieser Zeit, in dieser Welt gegeben wurden? Freiheiten, die viele nur all zu gerne und leichtfertig aufgeben. Und das in einer völlig unrentablen Rechnung: viel, unermeßlich viel für wenig, für sehr, sehr wenig. Aber auch das ist ja Freiheit. Nur eben schade.
Vielleicht könnt Ihr eine der Fragen mit ja beantworten. Vielleicht mehr. Vielleicht auch - ehrlicherweise - keine. Manchmal hilft es bereits, sich die ein oder andere Frage zu stellen. Aber man muss sich bewusst sein, das die Antwort, die ungeschönte, auch bitter sein kann. Und vielleicht ist sogar diese Bitterniss wiederum der Ansporn, sich die erste Frage noch einmal bewusst zur Brust zu nehmen. Also ...
Habt Ihr sie eigentlich noch alle?
Dienstag, 12. Februar 2013
Ich suche einen neuen Job (AD/CD)
Ich bin ein diplomierter Kommunikations-Designer und arbeite seit über 15 Jahren als Team leitender Art Director und Creative Director für verschiedene Werbeagenturen und hole Kunden wie Olympus, Krombacher, Coca-Cola, Lancia, AGFA, duschdas, Gardena, Goodyear und viele mehr das kommunikative Optimum heraus.
Ich suche ab sofort eine spannende, kreative Position als Art Director oder Creative Director
- im Großraum Essen, Ruhrgebiet, Düsseldorf –
in der ich meine Leidenschaft für kreative Ideen, kommunikative Konzepte, schönes Design, ansprechende Texte, Corporate Communications und crossmediale Kommunikation ausleben kann. Das Wichtigste ist mir dabei eine gute Arbeitsatmosphäre und ein nettes Team. Ich habe Spaß an (und Erfahrung mit) Online- wie Offline-Kommunikation, und mehr als ein Steckenpferd ist dabei das Social Media Marketing.
Sehen Sie dazu bitte auch meinen Bewerbungsblog unter:
einzugsermaechtigung.wordpress.com
mit vielen Referenzen und allen wichtigen Punkten zu meiner Person. meinem Werdegang und meinen Qualifikationen.
Aus rechtlichen Gründen kann ich hier leider nicht alle Referenzen zeigen. Wenn Sie mehr sehen mögen, bitte einfach eine Mail an mich, dann bekommen Sie mein PDF umgehend zugeschickt.
Sie können auch gerne meine About.me-Seite besuchen. Hier finden sich nun wirklich (fast) alle wichtigen Links zu meiner Person. Viel Spaß beim Surfen.
Ich würde mich über eine Kontaktaufnahme sehr freuen!
Herzlichst, Ihr
Markus Sänger
Montag, 28. Januar 2013
Tocotronic - eine Band befreit sich von sich selbst
Ich habe sie geliebt, die Parolen, das Geschrammel, den schiefen Gesang, die gewaltige, ja gewalttätige Energie, den mitreißenden Dilettantismus der frühen Tocotronic-Alben. Mit "KOOK" haben sie mich, jung, wild, hungrig vor den Kopf gestoßen und beinahe verloren. Gut so. Ansonsten wüsste ich das neue Werk bestimmt nicht so zu schätzen. Wäre ich heute 20 würde ich das 70-Minuten-Epos bestimmt ebenso verpassen. Bin ich aber nicht und ich bin mit der Band Album um Album gewachsen.
Nichts gegen Slayer, Slipknot und natürlich Boysetsfire, aber Tocotronic haben das geschafft, was kaum einer Band vergönnt ist. Sie haben sich just mit dem neuen Album von sich selbst emanzipiert und sich damit einen auf Unsterblichkeit ausgerichteten Freiraum erspielt. "Wie wir leben wollen" ist ihr erstes erwachsenes Album. Und das im ausschließlich positiven Sinne. Dass diese Scheibe zugleich ihr bislang düsterstes,abseitigstes Schaffen ist, ist nur konsequent.
Die Songs bewegen sich in einer Verstiegenheit zwischen vornehmlicher Schönheit und der steten Bedrohung des allgegenwärtigen und unaufhaltsamen Verfalls, geistiger wie körperlicher Natur. Der Geist und die morbid - hypnotisietende Wirkung von Twinpeaks scheint hier hinter mehr als einem Baum hervor. Wer meint, die Tocotronic von 2013 seien softer, gar seichter geworden, hat sich vermutlich vom perfiden Trick der Band, das Album mit scheinbar leichten musikalischen Themen zu beginnen, blenden lassen. Das Gewicht der Songs nimmt ab Track 7, 8, 9, rapide zu und eine schleichende Sogwirkung setzt ein, der man sich - lässt man sich darauf ein - nicht entziehen kann.
Nein, 70 Minuten sind nicht zu lang. Ja, dieses Album ist etwas für Menschen, die Musik UND Text schätzen und in einer Einheit wahrnehmen. Und vor allem ist es keine Platte für Feiglinge, führt es uns doch das vor Augen, was wir, sind wir ehrlich und empfindsam, jeden Tag erleben, so wir schon ein paar Jahre gelebt und erlebt haben. Verfall, Vergehen, Wahrnehmen. Aber, und vielleicht ist das die Sichtweise der Dichter, auf eine schlussendlich beflügelnde Art.
"Wie wir leben wollen" ist das für mich beste Tocotronic-Album. Verkopft, verklemmt, durchdacht und dadurch unendlich frei!
Dienstag, 22. Januar 2013
Jenseits der Schrottgrenze
ab sofort gibt es HIER aus Amazon mein neues Buch "Jenseits der Schrottgrenze", mit einer Auslese der besten Texte aus diesem Blog zwischen 2010 und 2012 für kleines Geld für Euren Kindle zu kaufen.
Es wäre mir eine Ehre, wenn Ihr mich lesen und vielleicht sogar weiter empfehlen würdet.
Lieben Dank,
Euer Markus
Donnerstag, 17. Januar 2013
Weil NICHTS egal ist!
Liebe Freunde,
Ihr alle kennt das Herzensprojekt, das ich Euch immer wieder kommunikativ um die Ohren haue. Es geht noch immer um Aurela, das kleine Mädchen, welches mit Blutkrebs im Kosovo auf eine so dringend medizinische Behandlung wartet!
Trotz so zahlreicher Bemühungen von sehr vielen Menschen, die sich bisher in unglaublicher Weise engagiert haben, bewegen sich die Spendengelder bislang leider noch lange nicht in den Bereichen, die Aurela ein Überleben ermöglichen könnten. Und das Problem hierbei ist: Die Zeit spielt immens gegen uns!
Spendenstand: 28.12.2012 - 7810,29 Euro
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal dazu aufrufen, dass Ihr, so es Euch denn möglich ist, Euren Euch möglichen Beitrag vielleicht hier leistet, damit wir die kleine Chance, die wir haben, nutzen können!
Und bitte an alle: Teilt diesen Aufruf, verlinkt die Spendenseite, helft uns das publik zu machen - bitte!
Ich danke Euch sehr !!!
Euer Markus
Aurela darf nicht sterben!
P.S.:
Zusätzlich könnt Ihr auch die CD unserer Band PORTER für 5,- Euro erwerben, oder das Unterstützer Shirt für Aurela kaufen oder das wahrlich tolle Buch "50 kleine Morde" des Westsidebloggers auf Amazon für kleines Geld erwerben. Mit all diesen Aktionen unterstützt Ihr die kleine Aurela!
Dienstag, 8. Januar 2013
Start meiner mörderischen SelbstSportVersuchs-Reihe 2013
Ich mache ernst - heute habe ich den ersten SelbstSportVersuch unternommen: Lest selbst.
Lest das Original hier nach und verfolgt meine selbstverleugnenden Versuche in Sachen Extremsport:
http://selbstsportversuch.wordpress.com/
EXTREME PUMPING
8. JANUAR 2013
Ich unternehme den ersten SelbstSportVersuch noch während eines laufenden Tages und unter strengster kollegialer Beobachtung. Ohne weitere Hilfsmittel packe ich ungeschützt einen nach frischem Schlauchboot stinkende Verpackung, vermutlich chinesischen Ursprungs aus und beginne das zusammengeklebte Gummi langsam zu entfalten.
Eine Art blauer aber platter Ball legt sich mir zu Füßen und fordert mich per beiliegender Fußpumpe auf, ihn zu einer voller Größe von 70 Zentimetern Durchmesser aufzupumpen. Ich bin nicht sicher, ob ich mich umziehen soll oder in welcher Körperhaltung ich mich dieser Herausforderung stellen soll. Doch dann setzt sich mein innerer Reinold Messner durch und ich schiebe das beiliegende Pumpgerät zur Seite und bediene mich eines Profigerätes (mit einer Tretleistung von bis zu 7 bar, sowie 100 lbf/in² (was auch immer dieser Scheiß bedeuten soll)) – wenn schon, denn schon, welches mir eine beinahe aufrechte Pumphaltung ermöglicht – dachte ich. Mutig schiebe ich das Schlauchventil in die intimste Öffnung des Balles und beginne mit rythmischen Tritten die umliegend eingesaugte Luft in das blaue Etwas zu schießen. Schon nach 10 Tritten wird mir klar, das wird keine leichte Aufgabe.
Ich trete und trete, die ersten Schweißperlen setzen sich mir unbedacht auf die Stirn und der Ball zu meinen Füßen rührt sich nicht die Bohne. Ich begreife recht schnell, dass mein abschließendes Urteil kaum zu Gunsten dieser seltsamen Sportart ausfallen wird, zumal ich keinen Schimmer habe, wo ich diese ganzen Bälle hernehmen sollte, aber dazu auch nicht später. Nach gefühlten 100 Tritten mache ich eine schöpferische Pause – von ca. 2 Stunden. Nach einen ausreichenden Pide basierten Mahl nach streng wissenschaftlichen Kriterien und einer mentalen Enstpannungsphase, setze ich das Experiment fort und trete abermals die Mühlen des Leistungssports. Der Ball, das blaue Ungetüm beult sich nun sichtbar aus, die zusammengeklebten, faltigen Gummiseiten – die ein irgendwie mal rund werdender Ball ja kaum haben kann (ich wundere mich) – falten sich zusehends auseinander. Dennoch gebe ich dem Ding die Chance, es langsam angehen zu lassen und pausiere abermals, dieses mal aber lediglich eine sportliche Stunde.
Nun gebe ich ihm den Rest. Selbst die einsetzenden Rückenschmerzen und die sich anbahnenden Wadenkrämpfe halten mich, den Messner des Gesundheitsballes, nicht mehr davon ab, mein – zugegeben hochgestecktes – Ziel zu erreichen. Ich gebe alles und dem Ball den Rest an Luft, die er benötigt, um mir hernach als rückenschonende Sitzfläche zu dienen. Schlussendlich triumphiere ich glücklich und ermattet über chinesische Hüpfballkampfkunst.
Mein abschließendes Urteil nach Schulnoten:Spaßfaktor: 6
Gesundheitsaspket (GA): 5-
Körperinterne Kalorienverbrennung (KiKav): 5
Weizenausgleichsfaktor (WAF): 6
Bock per Minute (BpM): 6
Ergo – lasst mich mit DEM Scheiß schon mal in Ruhe -
den nächste Selbstsportversuch starte ich übermorgen – diesmal: Badminton

Montag, 31. Dezember 2012
Des Herrgotts Jahres-Rückblog 2012
Ich startete das Jahr - bis auf den obligatorischen Sekt - komplett nüchtern im Kreise derer, die mir alles bedeuten, und war derjenige der als erster müde war.
Ich habe mich laaaaaange überreden lassen, mir ein Galaxy Tab zu kaufen, was im Nachhinein in Sachen Konsum die beste Entscheidung überhaupt war.
Ich habe einen Blogpost geschrieben mit der Aussage, dass ich Sätze hasse, die mit "ich" beginnen, nur um genau das am letzten Tag des Jahres mit dem letzten Blogpost ad absurdum zu führen.
Ich - da ist es wieder - feierte den Geburtstag meiner Liebsten mit einem erquickenden Wochenende in der Hauptstadt, die mir vor Augen führte, wie inspirationslos der technischen brillante Gerhard Richter ist, wie gut mir die Ramones noch immer tun, wie verraucht eine Schwulenkneipe sein kann und was ein richtig gutes Tartar kann.
Ich war mir meinen Lieben auf über 2000 Metern und schaute ins Land und die Schluchten hinab, habe das Burmiwasser kennen gelernt, 40 Grad ertragen, fantastische Ausblicke auf Berge und Teller (ja, ich meine Teller) genossen und den Geschwindigkeitsrekord auf der Sommerrodelbahn gebrochen.
Ich habe abermals auf Twitter wundervolle Menschen kennen und lieben gelernt, erfahren dürfen, dass es viel mehr Solidarität dort draußen gibt, als man gemeinhin vermuten würde und die Distanz zu einigen auf das kleinste verringert.
Ich habe mit meiner Band Porter das Wunder des gemeinschaftlichen Projekts "Wolkenstein" erleben dürfen, dessen Auswirkungen noch weit ins Jahr 2013 hinein reichen, bzw. dann erst richtig spürbar sein werden. Der Moment an dem wir unser Ziel erreichten war so befreiend und wundervoll, dass ich ihn lange in meinem Herzen tragen werde.
Ich habe tolle und seltsame Konzerte gespielt, welche im Nachhinein aber auch wieder toll waren, denn jeder Moment davon ist auf seine Weise einzigartig und ich bin dankbar, jeden einzelnen erlebt zu haben.
Ich wurde von einem Freund mit der Kamera in sehr unterschiedlichen Situationen gefilmt, ja verfolgt und habe nicht erst durch seine wahre Manie wieder einmal voller Hochachtung gelernt, was es heißt, für eine Sache zu brennen. Dieser innere Brand hat mich auch für ein kleines Mädchen entzündet, die im Kosovo auf unser aller Hilfe angewiesen ist und die wir auch 2013 gewiss nicht vergessen werden.
Ich wehrte mich das gesamte Jahr gegen Anfeindungen, was den drohenden, von irgendwelchen Spacken vorausgesagten Weltuntergang angeht - und behielt recht.
Ich wunderte mich über mich selbst, als ich mich mehr als einmal vor dem Fernseher für den BvB fiebernd wiederfand.
Ich lernte, das manche Schmerzen niemals vergehen, aber dass genau das okay ist.
Ich erlebte wie ein junger Kugelfisch eine lebensbedrohliche Krise durchstand und plötzlich schneller schwamm als je zuvor.
Ich stellte fest, dass es Bad Westernkotten wirklich gibt. Ich war sogar in Bielefeld.
Ich war auf meinem allerersten Twittertreffen, instagramte 600 Fotos, baute meine Pinterestboards beachtlich aus und finde Facebook noch immer doof.
Ich kenne nun endlich die Vorgeschichte zu House of M. und weiß, warum die Scharlachhexe die Realität zusammenbrechen ließ.
Ich wurde weggefegt vom neuen Album der Deftones und weiß, warum neue Musik immer eine große Rolle in meinem Leben spielen wird und ich durfte die einzigartigen Boysetsfire endlich live erleben.
Ich könnte hier ewig weitermachen, aber das will eh niemand lesen. Und ich... Will ich das lesen. Ich denke, ich bereite mich lieber darauf vor, etwas Neues zu erleben. Und das ab sofort.
Ich wünsche Euch allen ein wenig Milde mit dem Leben und vor allem Ruhe, Glück und Gesundheit. Schön, so viele von Euch zu kennen.
Sonntag, 30. Dezember 2012
Samstag, 29. Dezember 2012
Das Album des Jahres 2012 - Deftones "Koi No Yokan"
Es gibt Musik, die ist mehr als der Soundtrack zum eigenen Leben, was an sich schon angenehm und berührend genug wäre. Musik, die vielmehr wie ein guter, alter, vielleicht lang nicht gesehener aber unersetzlicher Freund daherkommt. Musik die sich einem der vom ersten Ton an wie ein wärmender Mantel um die Schultern legt, die einen wohlig umschließt wie ein randvolles Wannenbad mit einzigartigen Duftnoten, Musik, die einen schlicht zuhause sein lässt. Ich bin mir natürlich sehr wohl bewusst, dass ein solches Gefühl für jeden von anderer Musik ausgelöst wird, nur sehr zum Glück für mich bin ich kein anderer und die Deftones geben mir genau das, was ich zur musikalischen Seligkeit zu brauchen scheine. Doch von vorne.
Was hatte ich mich auf das neue Album der großartigen Deftones gefreut. Monatelang angekündigt, habe ich das vermutet fesselnde Werk natürlich sofort vorbestellt und - was nicht so oft vorkommt - die Tage bis zur Veröffentlichung gezählt. Und anders als bei anderen Lieblingsbands, hatte ich hier keine Sekunde auch nur die Befürchtung ob meiner endlos hohen Ansprüche enttäuscht zu werden.
Ich packte das wie immer verdammt stilvoll designte Album aus und von der ersten Sekunde an, schossen mir die Glückshormone von den Ohren durchs Herz in den Bauch und - ja, ich wiederhole mich - ich war Zuhause. Unfassbar tiefe Bässe wummerten mir die Riffs unter die Haut, Chino schrie sich mit seiner markanten Stimme zum ersten melancholisch einnehmenden Melodiehöhepunkt und sofort verschwommen die energetisch epischen Songs zu einem großen Kunstwerk voller Melancholie und Aggression. Einzig die Frage, ob das Album ein kunstvolles Monster ohne erkennbare Hits ist, oder ob nicht jeder Song ein unschlagbarer Hit für sich ist, bleibt unbeantwortbar. Nach jedem erneuten Hördurchgang tendiere ich jedoch weiter zur letzten These.
Dieses Album ist der perfekte Soundtrack für alle, die sich in die Musik fallen lassen können, als würden sie voller Vertrauen von einem Berggipfel in unbekannte Tiefen springen und weder vor brutalen Gitarren- und Schreiattacken Angst haben, noch vor Ambientteppichen und sphärischen Welten voller Wärme und Fantasie.
Die Deftones sind zum 7. mal zuhause, ich bin es auch - diese Scheibe macht (mich) glücklich.
Dienstag, 18. Dezember 2012
Edelstahlnudelsieb
Nun, ich werde hier schlicht behudelt und behandelt, wie sonst nur elitöse Privatpatienten, die mit der schwarzen American Express wedeln, Mitglieder des Spizzelspazzel-Clubs oder Porter-Musiker bei MTV: Erstklassig!
Und unser gloreicher, behandelnder Arzt, Dr.Dicht, kümmert sich rührend um unser Wohlergehen. Soeben wieder überlebte ich seine neueste Therapieverformung, das prophylaktische Tragen eines Edelstahlnudelsiebes. Und was soll ich sagen, mir geht`s schon viel besser. Seit über 7 Tagen bin ich nicht mehr von Außerirdischen entführt worden und meine Gedanken scheinen viel fokussierter in die Twumlaufbahn geschossen zu werden. Und das ist schließlich zum Wohle aller!
Danke, Dr. Dicht!
Die einstweiligen Ergebnisse der Therapie können Sie übrigens HIER im Original einsehen.
Freitag, 7. Dezember 2012
Freitag, 9. November 2012
Zeig Deinem Feind, wie Du aussiehst!
Deftones - Koi No Yokan - 2012

Nein tanke!
Neulich bei SHELL: "Möchten Sie noch einen Cofee to go?" - "Nein, danke." - "Ich hätte auch extra für Sie zwei Snickers zum Sonderpreis." - "Auch nicht, danke." - "Wenn Sie einen Kaffee nehmen, bekommen Sie für einen kleinen Aufpreis ein Croissant dazu ..." - "Ich möchte nur zahlen!"
Heute bei ARAL: "Kann ich Ihnen noch einen Kaffee mitgeben?" - "Gegen Geld?" - "Ja." - "Nein." - "Möchten Sie vielleicht 2 Berliner für 99 Cent haben?" - "Eigentlich nicht." - "Sonst etwas aus unserem Backshop?" - "Kann ich bitte einfach zahlen?" - "Natürlich, haben Sie eine ..." - "Nein! Keine Payback-Karte ... und ich möchte auch keine." - "... Payback-Karte ..." - "Auf Wiedersehen!"
Liebe Tankstellen, Geschäftssinn und Kundenservice in Ehren, aber Ihr geht mir derart auf den Sack mit Eurer Drückermentalität, dass ich Euch künftig meiden werde!
Tankeschön, für Euer stetes Bemühen.
Samstag, 3. November 2012
Die Medaille und ihre Seiten - die Freiheit zu wählen
Woher kommt Politikverdrossenheit und warum herrscht sie auf beiden Seiten?
Politiker, Parteien, alle im Politikbetrieb müssen sich wieder ein scharfkantiges Profil zulegen. Die Ununterscheidbarkeit macht Euch derzeit alle so unattraktiv für den normalen Bürger. Jeder bedient irgendwie alles und jeden ein wenig, um auch ja niemanden vom Wahl Volk auszuklammern. Ein verkniffenes Schielen auf derzeitige oder prospektive Koalitionspartner, und die fahrlässige Offenheit des eigenen verwaschenen Parteiprogrammes in Richtung der anderen, macht Euch nur schwammiger. Gebt Euch ein Gesicht, steht für etwas ein, bekennt Euch klar und ohne doppelten Boden. Das macht Euch wählbar und lässt die Wahlbeteiligung steigen. Demokratie braucht Leben.
Und Ihr, liebe Wähler, gebt der Demokratie eine Waffe in die Hand. Eine scharfe Waffe. Gebt der Demokratie Eure Stimme. Wartet nicht, bis "die" Politiker zufällig in Eurem Sinne handeln. Geht wählen und beauftragt Eure Volksvertreter. Nutzt diese Eure Waffe. Hört auf Euch zu beschweren, fordert von Euren Angeordnten eine Meinung, eine Aussage und messt sie daran. Das Meckern bringt niemanden voran. Noch nie. Jeder kann in diesem Land etwas tun. Politisch wie sozial. Lasst den Stammtischen und Privatsendern das plumpe Meckern, kehrt ihnen den Rücken und schmeißt Eure eigene Meinung in die Wagschale. Nutzt die Freiheit für die andere Völker sterben.
Seid anders, als Euer Image und legt los. Beide!






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