Ich bin ein duldsamer Mensch. Bin ich wirklich. Aber es wird nun langsam Zeit den stetig öfter auftretenden Menschen, die sich auf Hitler, Gott, Allah, Scheißdrauf berufen und dazu noch meinen, sie müssten ein gewaltsames Zeichen für was auch immer setzen, ein kleines, natürlich nur gut gemeintes, verbales Fäustchen in ihr dümmlich verkacktes Gesicht zu zaubern, welches sich in der Regel stets direkt unter ihrem noch blöderen Resthirn verorten lässt, und ihnen zu zurufen:

Kinder, Ihr blöden, offensichtlich doch arg mental beeinträchtigten und wahrhaft geistesgestörten Blagen, Ihr seid nicht alleine auf dieser Welt. Und noch dazu: Ihr seid so was von in der Minderheit. Es interessiert einfach niemanden, was Ihr Euch in Eurem Erbsenhirn als real einbildet. Geht zum Psychiater, lasst Euch helfen, fragt Eure Krankenkasse. Kein denkender, aufgeklärter Mensch des mittlerweile 21. Jahrhunderts will etwas von einem, sich vor über 70 Jahren aus Feigheit vor der Verantwortung vor seinen eigenen Untaten selbst dahin gemeuchelt habenden Diktatorspacken hören. 

Baut Euch eine Zeitmaschine, reist zurück in der Zeit und reißt Euer Ärmchen hoch. Wen schert`s! Niemand mit Verstand möchte in seinem realen, immer viel zu kurzen Leben, von vor tausenden von Jahren ausgedachten Göttern belästigt werden, die dem literarischen Fundament nach, das Ihr als Grundlage für Euer seltsames Verhalten heran zieht, auch mal perversen Spaß am Massensterben von Andersgläubigen hatten, und deren Propheten sich vor 500, wahlweise 2000 Jahren, eine latent stimmige Story für ihre ungebildeten Zeitgenossen ausgedacht haben.

Ihr alle, Ihr alle, wie Ihr da draußen rumlauft, Ihr dürft denken, glauben, anbeten, verehren was Ihr wollt, aber hey, macht das in Euren eigenen vier Wänden. Behaltet es für Euch, seid glücklich, dass Ihr etwa gefunden habt, das Eurem scheinbar viel zu engen Leben einen Sinn gibt und leeret Euch. Aber eben zuhause. Dafür habt Ihr einen Raum. Es ist Eure Psychose, nicht unsere!

Ich habe Euch wahrhafte Vollidioten, überlaufend von einem keine Sau interessierendem Sendungsbewusstsein und einer Euch fremdsteuernden und zudem überaus peinlichen Ideologie so dermaßen satt, dass ich mir bei jeder neuen, Euch betreffenden Nachrichtenmeldung, Eure offensichtlich viel zu kleinen Eier vorstelle, die sich panisch vor Angst zusammen krampfen, sobald jemand anders ist, als Ihr es ertragen könnt. Jeder Schwule, jeder Andersalsihrgläubige, jeder Ausländer, jeder Schwarze, jeder Jude, jeder Christ, jeder Moslem, jeder denkende Mensch pisst jeden Tag mit seinem ganz normalen Leben, mit seiner Liebe, seiner Toleranz, seiner Freiheit auf genau das, was Ihr wollt, dass alle es sind: unfrei.

Wir sind frei, Ihr verblödeten Arschlöcher. Ihr seid es nicht. Fresst Scheiße und zwar Eure. Da ist genug für alle da. Und tut es ganz für Euch alleine, im Stillen, Ihr Zuweniggeliebten.


Eines habt Ihr mit jeder Eurer Aktionen sicher: unser sich stets für Euch fremd schämendes Mitleid! 


So, jetzt kann ich endlich wieder atmen.



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Dieser Blogpost ist auch auf Kamikaze-Demokratie zu lesen.


Er legte das Buch, das er soeben gelesen hatte weg und schaute in die Ferne. Die Sonne schien so grell auf die grünen Hänge, dass seine Augen einen Moment benötigten, ehe alles scharf und wahrhaft erkennbar war. Doch für den Gedanken, der ihm gerade in den Sinn gekommen war, und der sich einfach niederließ, wie ein unliebsamer Gast, der sich selber eingeladen hat und um ein Gespräch unter vier Augen gebeten hat, brauchte er gar keine scharfen Augen.

`Gar nicht so leicht`, so dachte er `sich vorzustellen, dass die Welt genauso wie bisher einfach ohne einen weitermacht.` Das politische an diesem Gedanken war ihm absolut egal. Er sah hinüber zu den wellenförmigen Feldern, die am Waldsaum strandeten und brachen, und betrachtete die Wolken, die in zufälliger Formation über die Wipfel flogen, und sah den Gräsern zu, die sich vom seichten Sommerwind in luftigem Tanz hin und her wiegen ließen, und genoss den pfeilschnellen Flug der Schwalben, die mit ihrer Insekten heischenden Flughöhe einen weiteren wunderschönen Tag verhießen, und genoss mit einem Mal die Gesamtheit der Dinge in ihrer Unendlichkeit.

`Ich sehe die der Welt zu, ich sehe sie, wie sie ist. Die Welt sieht mich nicht. Die Welt macht genauso wie bisher einfach weiter.` Er musste lächeln und griff wieder zu seinem Buch.  


Es gibt Hypes bei denen ich per se bocke, weil ich einfach ein bockiger Typ sein kann. Bockemon ... Verzeihung, Pokèmon Go gehört scheinbar nicht dazu. Wohl auch, weil ich für den ursprünglichen Pokèmon-Killefit beim Start 1996 einfach schon viel zu alt und weise war. So wurde ich auch in der letzten Woche nicht mittels Hype überrascht (mistigerweise habe ich erst 8 Stunden nach Veröffentlichung gemerkt dass es das Spiel überhaupt gibt, in Twitterzeit also 7,5 Stunden nach dem Hype), sondern durch meinen Chef darauf gestoßen.

Warum also bocken, wenn es eh keinen interessiert? Also auf in die Pokemongolei und Eier ausgebrütet. Das peinlich berührte Aufderstraßeangestarrtwerden kenne ich als Twitterer ja schon zur Genüge. Der einzige Unterschied dazu ist halt jetzt, dass man zusätzlich zu seinem immer präsenten Smartphone, nun auch noch eine nicht unbeträchtlich große - neu beschaffte und derzeit im Preis arg gestiegene - Power Bank mit sich herum tragen muss, um länger als drei Stunden Spaß bei der Jagd zu haben.  

Seit ich just in der heutigen Mittagspause mitten im Wald endlich mal eine Arena nicht nur erobern, sondern mit meinem Hypno auch noch besetzen konnte, bin ich glaube ich komplett drauf. Ja, ich weiß, die bekommen alle meine Bewegungsdaten, ja, ich weiß, das ist was für Bekloppte, ja, ich weiß, wenn es alle machen, muss es ja doof sein, ja, ich weiß, die App läuft derzeit noch alles andere als stabil, aber hey, ich weiß auch, dass es einen Mordsspaß macht.

Da ich mit dem Hund ohnehin den ganzen Tag durch die Gegend laufe, was spräche dagegen, dabei direkt noch ein paar Eier auszubrüten, mhhh? Sehen Sie. Alles gut, alles gesund (und nun auch fit).

Wenn wir also abstimmen müssten, bin ich auf der Seite der Nerds (ich schätze, unser Auszubildender, der sich scheinbar extra für das Spiel eine Woche Urlaub gegönnt hat, ist einer): dafür!    




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Weiter Links und Meinungen zu unserem kleinen beruflichen Pokèmon-Ausflug mit der Agentur vom 15.7.2016:

Pokèmon Go auf unserer Essener Kunstroute von at sales communications
Kunst und Pokèmon Go von Carsten Dobschat

325 kleine Wurzelzwerge – eine Podcast-Saga biblischen Ausmaßes

Verpasst nieeeemals eine Episode der 325 kleinen Wurzelzwerge, es könnte ansonsten sein, dass Ihr mit der Handlung nicht ganz nach kommt. Am Besten soooofort bookmarken:

https://www.spreaker.com/show/325-wurzelzwerge



Liebe Werbeinteressierten, liebe Werbeinvolvierten, liebe Werbeverwirrten. Ich möchte Euch heute in einfachen und plastischen Worten erklären, was ein Pitch ist.

Geht einfach mal zu ALDI, EDEKA und real,- in die Weinabteilung. Hier sucht Ihr Euch - ganz nach Eurem Gusto - alle Euch angenehm auffallenden Spätburgunder, Rieslinge oder auch Müller-Thurgaus aus, lasst sie Euch, so Ihr des Personals dazu fündig werdet, zunächst ausgiebigst präsentieren, hernach einpacken, am Besten aber liefern.

Ohne zu zahlen versteht sich. Dann verkostet Ihr alle Weine in angenehmer Atmosphäre und im Kreise Euch genehmer Gäste und vergleicht sie in aller Ruhe und Entspanntheit.

Seid Ihr Euch nach der ersten Verkostungsrunde noch uneins, lasst Ihr Euch einfach noch einmal alle Sorten, und eventuell zusätzliche Kandidaten kostenlos ins Haus liefern und versucht erneut.

Der Wein, der Euch schließlich am Allerbesten mundet hat gewonnen und wird - wenn Ihr nun überhaupt noch Durst habt - geordert. Natürlich aber erst nach gründlichen Verhandlungen über einen großzügigen Preisnachlass. Schließlich könntet Ihr den Gewinnerwein ja auch jederzeit bei einem anderen Geschäft nach ordern.

Das, meine Lieben, das ist ein Pitch.
Immer gerne, Euer M. G. Sänger

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Nichts ist so einfach und zugleich so genial, wie ein Band zu gründen.

Man benötigt kein Kapital, man muss nichts unterschreiben, man braucht keine Mindestanzahl an Mitgliedern. Man sagt einfach: "Wir sind jetzt eine Band!", und dann ist das einfach so. Niemand kann einem sagen, nee, ätsch, stimmt nicht, da ist diese oder jene Voraussetzung nicht erfüllt. Völlig egal, keiner kann einem etwas, man muss sich nirgendwo melden oder entgeltlich eintragen lassen.

Man existiert einfach ab genau jenem Zeitpunkt, da man postuliert "Wir sind eine Band!" Man muss nicht einmal ein Instrument spielen können oder eine schwierige Prüfung ablegen. Man braucht keine Fürsprecher oder gar jemanden der für einen bürgt. Kein Vitamin B der Welt ist nötig um seine bloße Existenz als Band zu beschließen.

Und genauso verhält es sich mit der Auflösung einer Band. Kein Veto, keine Umfrage, keine Meinung kann verhindern, dass eine Band sich auflöst, wenn sie das will. Vielleicht ist eine Band eines der wenigen, realen Konstrukte, welches in seinem existenziellen Wesen wirklich autark - ja frei - ist. Nur die Band alleine entscheidet über ihre eigene Existenz oder Nichtexistenz.

Sogar eine Auflösung kann zurückgenommen werden, wenn die Bandmitglieder es so wollen. Im Grunde kann man sich als Band jeden Morgen um 8 Uhr gründen und abends wieder auflösen. Völlig folgenlos. Einfach nur weil man es kann.

Wenn Ihr frei sein wollt - gründet eine Band!


Es ist wieder aufgetaucht, das 1993er LUZIFER SAM Demo-Tape "A FAILED EFFORT TO PUTSCH" mit den vier Songs "Time And Again", "Alice Dee", "Dark Substance" und "Disfigured Age". Alle Songs fanden 1995 neu aufgenommen mit unserem Produzenten Axel Ritt den Weg auf unser erstes Studio-Album "ALICE DEE", welches dann bei Humbucker Music/Semaphore erschien.
Die A-Seite des Demo-Tapes haben wir im Sommer 1993 bei ziemlicher Hitze in den Hagener Banana-Studios aufgenommen, produziert hat uns damals der Studio-Chef Haan Plattke. Die Songs "Dark Substance" und "Disfigured Age" waren Reaktionen auf die damaligen fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Deutschland und nahmen thematisch ein wenig die spätere textliche Ausrichtung von PORTER vorweg.
Die Songs des ersten Demos waren im Grunde bereits die Blaupause für den Sound und das Songwriting der ersten Hälfte unseres Bestehens. Die frühen Jahre eben. Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Demo "SHIVER" von 1994. Hier war LUZIFER SAM noch ein Quartett, da Till erst 1994 zu uns stieß und Holger vom Bass befreite.
Ich liebe diese Songs nach wie vor, auch jenseits von Sentimentalität, für ihren Eigensinn und den latenten Hang zum Wahnsinn. Wir hatten noch nicht das professionelle Gespür für Songwriting oder eine Form, wie wir zu klingen haben, sondern haben einfach gemacht. Im Grunde wussten wir damals immer nur, was wir nicht wollen - daran hat sich im Grunde bis heute nicht viel geändert.
Nach den wirklichen Anfängen im Keller meiner Eltern mit VANISHING LINE (bereits mit Holger, unserem späteren LS-Sänger) und den für meine musikalische Entwicklung absolut essenziellen FRIDAY IS SCRAPPED, war LUZIFER SAM die Band, die mir gezeigt hat, dass ein Leben ohne aktives Musikmachen keine Option ist. Dabei hilt einem allerdings auch extrem, wenn man Freunde um sich hat, die das genau so sehen.
Ich darf nun bereits seit über 25 Jahren Musik mit Lars und Frank machen, das alleine ist schon bemerkenswert. Und dass wir es heute immer noch so engagiert und mit Herzblut machen, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst unserer gemeinsamen Zeit mit LUZIFERS AM in den 90ern. 
LUZIFER SAM - die Demos – JETZT AUF SOUNDCLOUD ANHÖREN:
Außerdem erschienen und bei Spotify zu hören:
Die CDs "Alice Dee" (1995) und "Luzidity" (1997) bei Humbucker Music/Semaphore.

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Weitere Artikel zu LUZIFER SAM:
LUZIFER SAM - die Chronik, Teil I
Wikipedia

Vergleiche hinken oft. Sagt man. Aber hat man jemals einen hinkenden Vergleich gesehen?
Ich vergleiche durchaus oft und gerne. Allerdings niemals in der Absicht etwas besser oder schlechter zu finden, sondern um die Unterschiede zu erkennen, die bei aller Gleichheit oft zu Tage kommen. Denn die mag ich auch sehr, die Unterschiede. Im Grunde sind sie es, die das Leben spannend machen.
Man kann sogar Unterschiede vergleichen. Wenn man will. Beim Vergleichen der Unterschiede kommt man ganz schnell auf Klischees und Vorurteile und Klischees, die Vorurteile bestätigen, bzw. auslösen. Klischees und Vorurteile mag ich übrigens auch. Aber auch hier geht es wieder nicht darum, die eigenen Vorurteile bestätigt zu bekommen, um sich selber besser zu fühlen, sondern darum, etwas besser verstehen zu können.
Wahrscheinlich geht es doch immer nur ums Verstehen. Und wenn man dann auch noch beim Vergleichen versteht, dass man selber eine Ansammlung von Klischees darstellt, für sich selbst und für andere, dann möchte man dem Vergleich sogleich den Arm reichen.
Denn hinken sollte er nicht müssen der Vergleich, sondern aufrecht schreiten.


Ich pflege seit Jahren einen kleinen Hashtag auf Twitter mit dem Namen #DieWichtigenTexte. Hier finden sich kurze Textauszüge aus meinem Empfinden nach überragenden Texten großartiger Bands. Oftmals - nicht immer - mit entsprechenden Links zur Musik. Oftmals - nicht immer - sind dies deutsche Texte, oftmals - nicht immer - von Bands mit einem Punk- oder Hardcorehintergrund. Hier schlummern so oft ungeahnte lyrische Perlen die oftmals - nicht immer - verzweifelt oder wütend, eben voller Emotion heraus geschrien werden. 

Heute möchte ich einfach mal eine lange Version von #DieWichtigenTexte verbloggen, weil die wundervollen und zu Recht von so vielen geliebten Turbostaat hier einmal mehr wahre Lyrik vertonen und ohnehin mit eben jenem Recht Dauergäste in der kleinen Rubrik sind.

Liebe für diese Jungs!


TURBOSTAAT – "DIE ARSCHGESICHTER"

,, Mach's gut, du Sack!" Sie küsste ihn zum Abschied
Drei Tränen noch, dann ist es auch vorbei
Aus Langeweile drosch sie auf die Beine
Heimat ist das Grau in seinem Herz,, Wind Lee Luv", sie stotterte auf einmal
Die Arschgesichter lachten sie noch aus
Sie glaubte fast sie könnte es verstehen
Das Mittelalter bricht da wieder durch

Und sie stochern blöd im Herzen
Als wenn da noch etwas wäre
Außer Gift
und jener Schmerz
Das ist alles

Man führte Krieg in aller Herren Länder
Grinst einer schief, heulte man laut auf
Im Scherenschnitt glänzt unsere Fassade
Es nähert sich etwas durch die Nacht

In Reih und Glied, gekämmt und gestriegelt
Die Arschgesichter pflanzen sich auch fort
Am Ende steht kursiv auf ihren Gräbern
Reichtum ist der Schlüssel zum Erfolg

Und sie stochern blöd im Gestern
Als wenn da noch etwas wäre
Außer Leere und jener Schmerz
Das ist alles

Ich bin so müde vom Schlafen
Und glücklich vom Heulen
Und Galle wütet weiter in meinem Bauch
Vielleicht gibt es ja zur Bratwurst
Noch Backpfeifensalat
Ihr Arschgeigen!
Gib
Nie
Auf!
Mein Spiegel und die Kinder schreien es laut
Gebt
Nie
Auf!

Ich brauch euch!
Ich bin zu müde vom Schlafen
Und glücklich vom Heulen
Und Galle wütet weiter in meinem Bauch
Vielleicht gibt es ja zur Bratwurst
Noch Backpfeifensalat
Ihr Arschgeigen!

Und sie stochern blöd im Schädel
Als wenn da noch was wäre
Außer Unsinn und dieser Schmerz
Das ist alles
Hinter Norderstraßen stehen diese Gräber
Jährlich und entrückt man dann davor
Am Ende saufen alle dann am Hafen
Ihr Heulen geht schon unter im Applaus

Am Besten genießt Ihr den Text während Ihr HIER dem Original von TURBOSTAAT lauscht. Jan Windmeier gibt Marten Ebsens Texte einfach wieder wie kein Zweiter.
Turbostaat waren, sind und werden immer sein: Jan Winmeier, Rollo Santos, Tobert Knopp, Peter Carstens, und Marten Ebsen
(Foto von Horni von der Turbostaat-Website)

Die Empfindsamen, die Aufrechten, die Denkenden, die Kreativen und die Wütenden - unterschiedlich in Stilmittel, Intensität oder Ausdruck. Aber sie alle eint, dass sie auf der richtigen, weil menschlichen Seite stehen (und die ist dieser Tage nicht die rechte Seite). Sie alle eint, dass sie ihre Kunst nicht um der Kunst willen machen und schon gar nicht für Reichtum.
Sie alle eint, dass sie Stellung beziehen - etwas das dieser Tage jeder von uns tun kann, tun muss, um nicht eines Tages wie der berühmte Ochs vorm Berg zu stehen, wenn einen die Kinder danach fragen: "Warum habt Ihr nichts gemacht?" Es gibt derzeit so unsagbar viele großartige deutsche Bands, die mit Herzblut bei der Sache sind
und etwas zu sagen haben. Und Ihr hört allen Ernstes Helene Fischer und 50 Cent?
Ich verneige mich vor der Wortgewalt der Subkultur (wenn Ihr mögt, hört rein):

Adam Angst "Splitter von Granaten" Putin rennt durch Wälder und killt Bären zum Vergnügen
und gibt grünes Licht, um Homosexuelle zu verprügeln.
Gesetze werden über Nacht erlassen und diktiert,
doch die NPD zu verbieten ist sehr kompliziert.


GWLT "Die Grundmauern der Furcht" Oder kein Ausweis, eine Gefahr. Er passt nicht rein, in den
reinlichen Staat, passt nicht rein, nicht in das was ich mag soll er heim, auch wenn es keines gibt, Fucker schieb ab! Weil es bevor du hier warst noch keinen Krieg gab. Ich glaub alles was der Stammtisch sagt.

Sie haben uns aufgeteilt in Länder, in Klassen und Kulturen.
Jetzt kämpfen wir gegeneinander und wissen nicht, wofür.
So lang wir weiter glauben, dass wir verschieden sind, bleiben wir ihre Sklaven.
Wir brauchen diese Schutzhaft nicht.

Und die schlimmste Frage von allen:
Dürfen die das? Sich einfach so vermehren?
Ihr Weltbild etablier`n? Unterm imaginären Hakenkreuz? Und die andere Frage: Willst Du die Welt den Wixern überlassen? Bist Du jetzt bereit? Ich frag Dich: Bist du jetzt bereit?

Weißt du es sind Leichen
Stehen rum und frieren
Viele sind gespalten
Teile gibts nicht mehr
Glaub nicht an die Menschen
Arme oder Reich
Die meisten sind Verlierer
Sie können nicht dafür

Hat alles vorher nichts gebracht?
Dann zieh Dich hoch am Fahnenmast.
Woanders hat's auch funktioniert,
Frankfurter Klöpse, unrasiert.
Wald und Wiesen, Berg und Tal,
Allen vier seid ihr egal.
Weil Dummheit dann gefährlich ist,
Wenn sie für Dich von Heimat spricht.


Frei zu sein bedeutet, Freiheit zu schenken. Die Beine nie zu schwer, um auch dafür zu kämpfen. Frei zu sein bedeutet, Freiheit zu schenken. Kein Kopf in den Sand, kein Stolz keinem Land. Bleibt stehen, trotzt der braunen Pest um Kopf und Kragen. Wer, wenn denn nicht wir?
Es gibt einen Weg zu gehen, und der heißt: Niemals dran vorbei. Wir sind uns einig, dass ich euch hier keinen Meter weichen werde. Auf zwei von denen kommen zehn von uns.

Und dann schielt Ihr mal weder auf meine Hand
Und ich soll mit Euch geh`n
Was Ihr wirklich glaubt, was Ihr wirklich denkt,
Ha`m wir in Dessau geseh`n.


Ich kann`s nur empfehlen, hören müsst Ihr`s selbst.