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Wir sind fünf. Wir waren fünf. Wir werden auch immer fünf sein. Und niemand dieser fünf ist für Porter ersetzbar.

Wenn mal einer ausfällt, wird halt gewartet. Egal wie lange. In den vergangenen 17 Jahren mussten wir recht wenig warten. Aber immer mal wieder. Jeder von uns hatte schon mal persönliche, berufliche oder gesundheitliche Krisen, die er mal besser, mal schlechter weggesteckt hat. Wir sind eine künstlerische Schicksalsgemeinschaft, die Band ist für jeden von uns ein unersetzlicher Freiraum geworden, eine Möglichkeit, sich auszuleben, kreativ zu sein. Es passt einfach mit uns und das ist ein großartiges Gefühl, und das ist uns durchaus auch sehr, sehr stark bewusst.

Aber das alles bewahrt uns nicht vor den Realitäten des wirklichen Lebens da draußen. Und da wir uns bewusst sind, was wir da Wertvolles haben, gehen wir mit Porter auch sorgsam um. Es war nie unser Ding uns zu überschlagen und Dinge schneller anzugehen, als uns gut tut. Wozu auch.

Jetzt ist jedoch etwas eingetreten, was uns enorm zurückwirft und dessen Lösung nicht wirklich in unserer Macht liegt. Und das uns – zumindest in Bezug auf das bereits zu mehr als der Hälfte aufgenommene Album "GENOSHA" – nun zum Warten zwingt. Unser Sänger Christian hat derzeit, durch Faktoren, Ursachen, die sich Stand heute nicht übersehen lassen, extreme Probleme mit seiner Stimme. Das geht soweit, dass er im Moment zwar leise reden, aber auf gar keinen Fall singen kann, geschweige denn sollte.
Trotz logopädischer und phonetischer Behandlung können wir derzeit nicht wirklich sagen, wann Christian "GENOSHA" wird einsingen können. Das kann Wochen, aber auch Monate dauern. 

Obwohl wir uns als Band auf dieses Album freuen wie nicht ganz gescheit und uns voller Enthusiasmus in die Aufnahmen der neuen Songs gestürzt haben, ist das nun anstehende Warten und Bangen mit Christian nicht das einzig Schlimme. Das Unangenehme ist, dass über 70 Leute das gerade erst so erfolgreich beendete Crowdfunding unterstützt und uns einen unglaublichen Schub in so vielerlei Hinsicht gegeben haben, dass wir selbst kaum fassen können.



Neben der finanziellen Seite ist das vor allem ein Vertrauensvorschuss durch Euch. Euch allen da draußen sei gesagt: "GENOSHA" wird kommen. Wir können nur ehrlicherweise gerade keinerlei Prognose abgeben wann. Unser ursprünglicher Zeitplan, nach dem wir die fertige Scheibe noch vor den Sommerferien hätten verschicken wollen, ist jedenfalls geplatzt. Wir bitten Euch inständig um Verständnis, dass Christians vollständige Genesung im Moment oberste Priorität hat, und hoffen darauf, Euch dann möglichst bald und voller Stolz unser neues, lautes Album präsentieren zu können.



Ein wichtiger Hinweis für alle Crowdfunder:
Nun haben ja nicht alle Crowdfunder die CD als Dankeschön gewählt und so sei allen anderen gesagt, dass wir alle Dankeschöns, die nicht unmittelbar mit der Musik zu tun haben, in der nächsten Zeit Stück für Stück abarbeiten und Euch zukommen lassen werden. Wir hoffen, dass Ihr uns weiterhin gewogen bleibt und Euch trotz der Verzögerung – wie wir – weiter auf "GENOSHA" freut. Wie gesagt, wir sind fünf. Und das ist auch und gerade in solchen Momenten großartig.

Energie – Eure freundlichen PORTERs von nebenan.


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Weitere Infos zu PORTER
YouTube – Porter Alternativerock
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Instagram - derherrgott
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Soundcloud - porter-the-band

Los geht`s mit dem Crowdfunding!
BITTE TEILEN !!!!

Es gilt: wir brauchen Eure Hilfe. JETZT!
Auf www.startnext.com/porter-genosha läuft ab sofort das Crowdfunding zu unserem neuen Album.
Werdet Teil von "GENOSHA" und helft uns unseren Traum wahr zu machen. Wir lieben was wir da tun und wir tun alles dafür, dass Ihr es auch lieben werdet!
Es ist so simpel:
Einfach einmalig auf www.startnext.de anmelden,
je nach Möglichkeit eins von über 20 Dankeschöns für Eure Hilfe aussuchen,
wenn wir unser Ziel erreichen, bekommt Ihr es Freihaus,
wenn nicht, sofort Euer Geld zurück.
Absolut ohne Risiko.

"Genosha" wird bei erfolgreichem Crowdfunding als CD erscheinen, aber auch für alle kostenlos unter der Creative Common License downloadbar sein, auf allen üblichen Plattformen.
Wir sagen jetzt schon mehr als Danke und unseren ewigen Respekt!!!
Eure freundlichen PORTERs von nebenan.
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PORTER - die seit 2001 bestehende Kult-Alternativerockband aus Witten, Dortmund und Essen - holt aus zum nächsten Kapitel. Nach 4 selbst produzierten EPs und dem Überraschungsalbum "WOLKENSTEIN" von 2013, folgt 2016 der nächste Streich, der auf den Namen - Katze komm aus dem Sack - "GENOSHA" hören wird. Ein professionelles Album einer Band wie PORTER - VON Musikfans FÜR Musikfans - kann heutzutage nur via Crowdfunding funktionieren. Unser Traum liegt einmal mehr in Euren Händen.

Die Songs von PORTER vereinen musikalisch-melodiöse Melancholien mit harten Riffs und textlicher Wut zu einem expressiven Statement gegen jegliches totalitäre Gedankengut, und werden mit ihren teils hymnischen Refrains zu einem Fanal für Demokratie und Freiheit. In Zeiten, da diese allzu oft der vorgeschobenen Sicherheit geopfert wird, werfen PORTER hier die Frage auf, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.

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Anhören:


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FOTO: Jürgen Bürgin | www.juergenbuergin.com | DANKE
Ich schrob hier bereits vor vier Jahren, genau am 26. März 2011, zu Zeiten der Veröffentlichung der "Laut/Leise"-EP "DAMOCLES" über meine wunderbare Kapelle PORTER. Damals bezeichnete ich mich als positiv besessen und war überglücklich, dass ich ein Teil dieses seltsamen Gebildes sein durfte.

Heute, im April 2015, ist es an der Zeit, die Vergegenwärtigung dieses Glück einmal mehr aufzufrischen. Auch Revuen müssen passiert werden wie Tomaten. Nachdem wir 2012 ein äußerst erfolgreiches Crowdfunding hingelegt hatten, waren wir 2013 in der Lage, nach über 10 Jahren des Bestehens dieses Aggregatzustandes namens PORTER, also 4 veröffentlichter EPs, unzähliger Konzerte und tausender absolut geiler Momente endlich unser erstes vollwertiges Album "WOLKENSTEIN" aufzunehmen.



Allesamt musikalisch auch vor PORTER nicht unbeleckt und durchaus - ich zitiere Danny Glover alias Roger Murthaugh in Letheal Weapon - "schon zu alt für diesen Scheiß",  starteten wir mit "WOLKENSTEIN" so eine Art zweiten Frühling. Der Elan war zurück, den Arsch hoch zu kriegen, die Ideen für geile Songs flogen uns plötzlich wieder sogar unter Zeitdruck zu und mit dem Umzug in unser ehemaliges Stammstudio als ständigen Proberaum machten wir einen verdammt wichtigen Schritt hin zu einer lebenswerten, gemütlichen und kreativen Homebase im Herzen des Dortmunder Nordens.

Alles war schön, alles war gut. Dann, kurz nach einem Akustik-Gig im April 2014, traf uns ein sehr persönliches Ereignis wie aus heiterem Himmel und schoss uns erst einmal aus allen Umlaufbahnen, alles was war, alles was wir hatten war plötzlich egal, alles was wir als wichtig empfanden, war genau das aus gutem Grund eben nicht mehr.

Wir haben auf unseren CDs immer schon den Verweis gehabt, dass PORTER Christian Schwarz, Lars Daum, Frank Stewen, Volker Fabiunke und Markus G. Sänger sind, waren und immer sein werden. Und auch ohne dass wir diese berühmten fünf Band-Freunde sind, ist es doch immer klar gewesen, dass diese Band in dem Moment aufhören würde zu existieren, da einer von uns - egal wer - nicht mehr dabei ist. Da spielt es keine Rolle, ob höhere Gewalt im Spiel ist und ein Fünftel auch ohne seinen Willen plötzlich weg wäre.

Die Wahrheit dieses Statements hat sich uns allen im letzten Jahr schmerzhaft gezeigt. Es stand kurz vor knapp, dass diese Band aufgrund der Ereignisse Geschichte gewesen wäre. Machen wir es kurz - es ist nicht so gekommen, und das ist alleine der Kraft eines Menschen geschuldet, der in diesem Jahr mehr Eier bewiesen hat, als es nötig sein sollte.

Wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass wir nicht unbedingt jedes Jahr 50 Gigs mehr spielen müssen, um das was uns bewegt, das was wir so lieben leben zu lassen. Wir müssen uns nicht beweisen, dass das, was wir da haben gut, sehr gut ist. Viel zu viele, im Grunde sogar die meisten von den Musikern, den Bands, die einmal mit uns angefangen haben, gibt es heute nur noch als Erinnerung. Wir hingegen haben irgendwann beschlossen, dass es uns aus einem guten Grund gibt. Und dieser Grund sind wir fünf. Dieser Grund sind die Songs, die uns zufliegen. Dieser Grund sind die Menschen, denen diese Songs etwas bedeuten.

Etwas, das es für uns besonders wertvoll macht ist, dass wir lebendig sind. Wir sind relativ klein, wir sind relativ unbekannt, wir sind definitiv Underground. Wir sind aber im Gegensatz dazu auch völlig (!) unabhängig, wir sind auch stolz, wir sind vor allem allesamt Fans von guter Musik, und wir sind damit in erster Linie künstlerisch eins: glücklich! Und wir haben Bock!

Das letzte Jahr hat einfach mal wieder gezeigt, dass nichts, nichts, nichts, nichts, nichts, wirklich planbar ist. Im Grunde eine dieser schmerzhaften, aber heilsamen Lektionen, die einem wieder zeigen, was wichtig ist. Wenn dies denn nötig wäre. Denn wir wissen was uns wichtig ist. Aber im Vergleich zu dem was Menschen zustoßen kann, ist diese Band, so sehr ich sie auch liebe, eben einfach scheißegal.

Und so stehen wir hier - April 2015 - und werden am 16. Mai unser erstes Konzert seit über einem Jahr spielen. Und es fühlt sich so unsagbar gut und richtig und - jetzt zitiere ich sogar Frau Merkel -  alternativlos an.

Im Grunde wollte ich hier nur einmal mehr sagen: danke! Danke, dass ich dieses Glück habe, Teil dieser Band zu sein! 

Und ja: wir sind jetzt unsterblich, denke ich. Wir werden so lange da sein, wie es sein soll. Und es war jeden Meter, jede Sekunde wert!

Ich - ganz persönlich - bin sehr glücklich!
Und obschon wir fünf unfassbar unterschiedliche Menschen sind, mit fünf unfassbar unterschiedlichen politischen Ansichten, musikalische unfassbar unterschiedlichen Geschmäckern - oder gerade deswegen (?) - will ich, dass wir noch ganz lange da sind, viele Meter, viele Sekunden!



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Hier noch ein Miniinterview mit Philipp Kersting für Radio Ennepe Ruhr anlässlich des Gigs im Treff an der WerkStadt am 16.6.2015
Ist richtig. Es gibt ein paar heilige Kühe über deren Existenz zu streiten sinnlos wäre.

Eine davon, die mich seit nunmehr 20 Jahren sabbernd verfolgt, ist der musikkulturelle Mythos "meiner Generation", wie es so schön heißt, "Nevermind" von Nirvana. Und über den muss ich mich nun dennoch einfach einmal streiten.

Seit Ewigkeiten muss ich alle Jahre wieder in den unterschiedlichsten Musikgazetten von den 50 oder 100 Platten für die Ewigkeit lesen. Musikjournalisten erzählen mir also beständig, welche Platten die größte Relevanz in der Musikgeschichte einnehmen, und setzen das spannenderweise direkt gleich mit dem Empfinden, der Einstellung, welche eine ganze Generation zu gewissen Platten haben soll. Also auch ich.

Bekloppt. Nur weil ich in einem Jahr geboren und in einem anderen musikalisch sozialisiert wurde, soll ich eine formatierte Meinung einnehmen, ja gleichgeschaltete Gefühle zur Musik, einer der subjektivsten Formen der Kunst überhaupt empfinden?

Ja. Ich gehöre natürlich zu denen, die genau wissen, wann und wo sie "Smells like teen spirit" zum ersten mal gehört haben. Ja. Ich war damals geflasht von dem Song und dem auf der Stelle erworbenen Album. Ja. Ich weiß um die musikhistorische Bedeutung dieses Albums und erkenne sie uneingeschränkt an. Aber da hört es dann auch schon auf mit Plattitüden und Gemeinsamkeiten mit dem steten Jubel über diese Aufnahmen. 

Zum einen weiß ich um sehr viele Alben vor "Nevermind", die musikalisch genau diese umstürzlerische Wirkung hätten erzielen, diesen Status damit erreichen und anstelle von Nirvana ihren Schöpfer hätten groß machen können, wenn sie einen Wirkungsfrontmann wie Kurt gehabt hätten. Zum anderen gab es "damals" rein musikalisch mannigfaltige Bewegungen, die dem Glamrock, dem Hairmetal, dem Classicrock und anderen gekünstelten Musikrichtungen schon längst den Kampf angesagt, und den Rang abgelaufen hatten. Nur waren die Protagonisten der besagten Bands zugegebenermaßen nicht wirklich tauglich für die präinternetären popkulturellen Presseerzeugnisse. Die Zeit war perfekt für einen von Selbstzweifeln geplagten jungen Mann, der in seinem Flanellhemd doch soviel ehrlicher daher kam, als die geschminkten Westküstenposer mit ihren wasserstoffblonden Königspudeldauerwellen.



Dummerweise kannte ich das grundsätzliche Prinzip bereits von Herrn Morrisson oder Herrn Lynott. Beide endeten tragisch und so war auch Cobains Tod absehbar. Und wie immer trug er zur Vollendung des Mythos auf traurige Art bei. 

Um es noch einmal klar zu stellen: ich mag und schätze "Nevermind" als wirklich tolle Platte, die einer Menge großartiger Musik das Tor in den Mainstream weit aufgestoßen hat. Ohne Nirvana, Pearl Jam und Soundgarden, wären die 90er im Formatradio vermutlich wesentlich rockärmer verlaufen. Ich habe nur eben eine Vielzahl anderer Platten, die ich in einem persönlichen Ranking definitiv vor diese eine schieben muss. Mein Leben hat diese Scheibe trotz all ihrer kleinen Perlen eben nicht verändert. Ist ja sehr persönlich. Spannend ist nun, dass ich alleine für diese Aussage im Freundeskreis immer angesehen werde, als hätte ich auf dem Altar gerade Jesus verraten. Ähnlich ergeht es mir, wenn ich - bekennender Dave Grohl-Fan - sage, dass das Beste, das Dave Grohl künstlerisch passieren konnte, das - leider tragische - Ende von Nirvana war. 

Da fragt man sich halt schon, warum man derart angefeindet wird. Tocotronic sangen nur wenige Jahre nach "Nevermind" das schöne Lied "Es ist einfach Rockmusik". Und selten war ein Lied ehrlicher. Es war und es ist einfach Rockmusik. Klar, für mich persönlich bedeutet Musik, speziell die Rockmusik in all ihren, oftmals bis in die totale Spießigkeit konkurrierenden Spielarten hinein, alles. Ich kann aber unglaublich gut damit leben, dass es anderen schlicht egal ist. Denn genau das ist mir egal. 

Mich bereichert, was mich erbaut, nicht was andere goutieren. 

Und so ist es mit "Nevermind". Ich mag es sehr, wenn ich einen Song davon zufällig höre, aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich die CD zuletzt aufgelegt habe. Das Fazit kann hier also eigentlich nur sein, dass jeder seine eigenen Platten für die Ewigkeit im Herzen trägt. Oder eben nicht. Das Wundervolle daran ist, es ist egal für alle anderen, aber es ist die Welt für Dich. Ich denke, Kurt würde mir hier zustimmen.

In diesem Sinne, auf Dich!


Es gibt Musik, die ist mehr als der Soundtrack zum eigenen Leben, was an sich schon angenehm und berührend genug wäre. Musik, die vielmehr wie ein guter, alter, vielleicht lang nicht gesehener aber unersetzlicher Freund daherkommt. Musik die sich einem der vom ersten Ton an wie ein wärmender Mantel um die Schultern legt, die einen wohlig umschließt wie ein randvolles Wannenbad mit einzigartigen Duftnoten, Musik, die einen schlicht zuhause sein lässt. Ich bin mir natürlich sehr wohl bewusst, dass ein solches Gefühl für jeden von anderer Musik ausgelöst wird, nur sehr zum Glück für mich bin ich kein anderer und die Deftones geben mir genau das, was ich zur musikalischen Seligkeit zu brauchen scheine. Doch von vorne.

Was hatte ich mich auf das neue Album der großartigen Deftones gefreut. Monatelang angekündigt, habe ich das vermutet fesselnde Werk natürlich sofort vorbestellt und - was nicht so oft vorkommt - die Tage bis zur Veröffentlichung gezählt. Und anders als bei anderen Lieblingsbands, hatte ich hier keine Sekunde auch nur die Befürchtung ob meiner endlos hohen Ansprüche enttäuscht zu werden.

Ich packte das wie immer verdammt stilvoll designte Album aus und von der ersten Sekunde an, schossen mir die Glückshormone von den Ohren durchs Herz in den Bauch und - ja, ich wiederhole mich - ich war Zuhause. Unfassbar tiefe Bässe wummerten mir die Riffs unter die Haut, Chino schrie sich mit seiner markanten Stimme zum ersten melancholisch einnehmenden Melodiehöhepunkt und sofort verschwommen die energetisch epischen Songs zu einem großen Kunstwerk voller Melancholie und Aggression. Einzig die Frage, ob das Album ein kunstvolles Monster ohne erkennbare Hits ist, oder ob nicht jeder Song ein unschlagbarer Hit für sich ist, bleibt unbeantwortbar. Nach jedem erneuten Hördurchgang tendiere ich jedoch weiter zur letzten These.

Dieses Album ist der perfekte Soundtrack für alle, die sich in die Musik fallen lassen können, als würden sie voller Vertrauen von einem Berggipfel in unbekannte Tiefen springen und weder vor brutalen Gitarren- und Schreiattacken Angst haben, noch vor Ambientteppichen und sphärischen Welten voller Wärme und Fantasie.

Die Deftones sind zum 7. mal zuhause, ich bin es auch - diese Scheibe macht (mich) glücklich.