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Lass gut sein.

Ein weiser Rat, zumeist final abwinkend gemeint, aber im Grunde weise.
Doch meistens steht man sich dann selbst im Weg beim wörtlichen Gutseinlassen.

Ist etwas so richtig Mist, ist es halt schwierig damit. Dann ist es jedoch zumindest verständlicher. Und genauso schwer ist es oft - obschon auf den ersten Blick ziemlich unverständlich - wenn etwas richtig gut ist, nahezu perfekt. Dann vermutet man schon mistrauisch wieder den nächsten Hammer hinter der Biegung. Dann sagt sich das auch wieder nur all zu leicht: lass mal gut sein. Obwohl es genau das wäre. Leicht. Und auch gut. Würde man es nur schaffen, Gutes verdammt noch mal gut sein zu lassen.

Ich klinge wie das gottverdammte Wort zum Sonntag, welches sich ein Mantra vorbetet, nur um die eigenen Dämonen in kleine kamingerechte Kleinholzstücke zu zertrümmern und sogleich dem Feuer zu überantworten. Und genau das ist es oft. Und ich bin sogar Optimist, durch und durch. Wie muss es da erst ... aber genau damit biege ich schon wieder verkehrt herum auf die Gedankenautobahn ab. Es ist gut. Es ist verdammt noch mal alles gut.

Lass gut sein, vielleicht sollte ich genau das viel öfter tun.

Wenn Ihr Peter kennt, könnt Ihr jetzt und hier aufhören zu lesen, denn Ihr könnt Euch glücklich schätzen. Wenn nicht, seid gewiss, diesen Peter zu kenne, wäre eine Bereicherung für Euer Leben. Peter ist einer von diesen Menschen, die Du gerne um Dich hast. Nicht weil Du ohnehin aus irgendeinem Grund musst, sondern weil Du ganz einfach willst. Und wenn Du nicht mehr kannst, bist einfach traurig, weil Dir etwas fehlt.

Peter scheint kein Alter zu haben. Peter ist einfach da. Diesen - meinen - Peter empfinde ich nach all den Jahren, als meinen geistigen Mentor, als denjenigen der mich einst als unerfahrenen aber ambitionierten Jungspund eingestellt hat, der mir die Chance gegeben hat das zu sein was ich sein möchte. Der mir die Chance gegeben hat zu sein was ich kann. Er würde es natürlich nicht so sehen oder gar sagen, aber er bleibt ein Fixpunkt in meiner Biografie. Ein naher Verwandter im Geiste.

Peter ist derjenige, der einen zu immer neuen Ideen treibt, der erfrischend ist, der immer weiter macht, wenn man selber schon lange verzweifelt. Ein Jungbrunnen gegen allzu Ernstes, ein Feuerwerk gegen allzu Dröges, eine Guilloutine gegen allzu Simples, ein Kreativpool für einfach alle, die er mag und die ihn mögen. Einer von jenen freien Geistern, die weiterspinnen, wenn bereits alles an Vernunft geäußert wurde, wenn alle Anzugträger - auch die geistigen - ihren Senf verschossen haben.

Peter ist einfach er selber. Ein Freund. Und beides ist gut so.
Wenn Ihr keinen Peter habt, sucht Euch einen.