Jeder einzelne feige Anschlag (und Anschläge sind immer feige) auf eine Asylbewerberunterkunft ist ein Anschlag auf unsere Gesellschaft. Geboren aus der gefährlichen Gemengelage zwischen angeborener Dummheit, unterlassener Bildung, selbstverschuldetem Desinteresse.
Jede populistische Rede, gerichtet an den rechten Rand der Gesellschaft, ist ein Anschlag auf unsere Demokratie. Geboren aus dem Machthunger skrupelloser Brandstifter, genährt von der Dummheit der geistig Kleinen und Mitleidlosen, die sich schon immer einredeten (und einreden ließen), sie würden - natürlich unverschuldet - zu kurz kommen. Ihnen würde "etwas" zustehen aufgrund ihrer Herkunft.
Jeder seit Jahren verkappt schlafende, und nun im Feuerschutz des stumpfen Hasses aufschleimende "Ich bin kein ... aber"-Bürger, ist ein Ausdruck diffuser Xenophobie, zusammen gesetzt aus den Bausteinen persönlicher Minderwertigkeitsgefühle und fremdgeschürter Angst im Namen einer todgehofften völkischen Ansicht, dass es Menschen auf diesem Planeten gäbe, die mehr wert sind als andere und gegen die es sich zu schützen gelte. Nicht weil diese Schlimmes täten. Nein. Einfach weil sie anders sind als man selbst (was wenn man eh scheiße ist, natürlich nur zum Vorteil gereichen kann).
Wenn ein Björn "Bernd" Höcke (dessen Großeltern übrigens ironischerweise Vertriebene waren) von "seinem" Land redet, weiß man nicht wirklich von welchem Land er da fabuliert. Lummerland, Teletubbyland, das Land der dichten Henker? Mein Land, unser Land, dieses Land ist "sein Land" auf jeden Fall nicht. Er hat (abgesehen von sonstigen Defiziten und der geifernden Aussicht auf ein kleines Bisschen Macht) Angst. Angst vor der Mehrheit der Menschen dieses Landes und vor allen Menschen dieser Welt, die anders sind als er (Glückes Geschick, sind dies die allermeisten) sowieso, und verleiht diesem seinem bitterherzigen Wesen peinlichsten Ausdruck mit seinem kehligen Stimmchen, umjubelt von jenen, die endlich auch mal "das wird man doch wohl noch sagen dürfen" sagen möchten. Meistens ist es etwas Erfundenes (sie nennen das die Wahrheit), etwas Negatives (sie denken, dass es Deutschland retten wird .. wovor nochmal?), etwas Böses (sie nennen das ... nein, so viele Worte können sie sich nun wirklich nicht merken).
Ihr, die Ihr selbstherrlich herabschaut auf andere Ethnien; Ihr, die Ihr die Selbstreflexion eines Amöbchens habt; Ihr, die Ihr uns alle Volksverräter nennt, die wir nicht in brauner Bettwäsche schlafen; Ihr die Ihr in einem freien Land lebt, dies aber nicht einmal im Ansatz ertragen könnt; Ihr, die Ihr eine Presse beschimpft, die Eure Bürgerrechte verteidigt; Ihr, die Ihr vor 71 Jahren hättet aussterben müssen, zusammen mit Eurer durchgeknallten Wichsvorlage; WIR haben dennoch etwas gemeinsam:
Eure Dummheit jagt Euch Angst ein. Eure Dummheit jagt uns Angst ein.
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«Rassismus ist das Übel unserer Welt. Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm.»
Lemmy Kilmister
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Gerade diese Woche - gestern - hat es sich wieder einmal gezeigt: Du liest den Dingen nur vor den Kopf. Tragischerweise in diesem Fall gerade auf Twitter. Jenem Medium, welches ich nur allzu gerne als DAS Ding hochjubele. Als DIE Plattform, die ich bitte als letzte von allen abgeschaltet sehen möchte. Aber das ist nur normal, treibe ich mich hier doch intensiver und öfter herum, als sonst wo.
Einer meiner Follower, dem ich seit gewiss über einem Jahr ebenfalls folgte, der auch nicht wirklich hundertprozentig das schrieb, was ich unbedingt hätte lesen wollen, aber tolerabel und mitunter witzig war, meinte einen meiner morgendlichen Tweets, geschrieben nach Genuss der Morgennachrichten, auf politische Korrektheit untersuchen zu müssen. Ich war der Meinung, dass "der Deutsche an sich" (diese Formulierung spielte dann die korinthenkackende Hauptrolle) "Flüchtlinge scheinbar mit Kriminellen verwechseln" würde.
Ich kann ja sehr gut damit leben, wenn man mir die unzulängliche Verallgemeinerung dieser Aussage ankreidet und darauf hinweist, dass es auch andere Deutsche gibt - abgesehen davon, dass ich dieses ja sehr genau weiß, da ich selber ja nun auch arg anders denke. Nun kam mir der besagte Twitterer aber derart aggressiv und mit einer schnell deutlichen Tendenz, dass mir ob der Tatsache, dass ich diesen Menschen bisher nur als Komik-Account wahrgenommen hatte, arg schlecht wurde angesichts seiner politischen Überzeugung.
Ich bin nun einmal so, ich kann kaum anders, also habe ich ihn in einer etwa 90 Minuten dauernden Tweetschlacht versucht zu überzeugen, was meine Intention hinter meiner Aussage "der Deutsche an sich" gewesen ist - oder habe ich vielleicht eher versucht nicht wahr zu haben, dass ich hier schon sehr lange einem gut getarnten, aber nichts desto trotz übel rechts verorteten Twitterer gefolgt bin, den ich schlicht als - wenn auch simplen - Clown wahrnahm? Nun ja, nachdem er mir dann in immer kürzer werdenden Intervallen und beständig härter werdendem Ton vorwarf, einer dieser "ekelhaften linken Gutmenschen" zu sein - in seinem Kosmos offensichtlich ein gaaaanz böses Schimpfwort - beschloss ich dann doch unsere Bekanntschaft in die nahe Zukunft gerichtet temporär zu begrenzen und ließ das Ganze verbal etwas auslaufen.
Dies veranlasste ihn natürlich dazu, immer weiter nach zu treten und mir - wie beim "Leben des Brian" - eigentlich aus jeder meiner weiteren Aussagen, einen Beweis für seine Rechthaberei zu finden, was dann aber auch schon egal war. Ich war gar nicht mal enttäuscht über ihn - schließlich verhielt er sich ja so, wie es diese latent rassistischen, Pegida angehauchten Menschen nun einmal tun, wenn sie sich im Recht wähnen.
Ich war wütend auf mich, dass ich nicht ab und an einmal zwischen den kalauernden Zeilen gelesen und meine Schlüsse über diesen Menschen gezogen habe und ihm entfolgt bin. Vielleicht ist das, was man bewusst lesen kann, doch begrenzt. Vielleicht muss man seinen Kosmos kleiner fassen. Aber im Grunde will ich das gar nicht. Ich möchte Vielfalt, ich möchte Auswahl, ich möchte Meinung.
Aber in diesem einen Fall war es dann am Ende dieser erleuchtenden 90 Minuten doch ein Leichtes, den Unfollow-Button zu drücken. Und im Gegensatz zu ihm, werde ich nie mehr sein Profil anklicken. Immerhin schaue ich dann nun doch noch genauer hin, wen ich lese.
Und was Euch Guten und Aufrechte betrifft, Euch Offene und Freiheitsliebende, Euch Pluralisten und Demokraten, Euch Utopisten und Humanisten, Euch Menschenfreunde und Fantasten, ich liebe es Euch zu lesen - schön Euch hier gefunden zu haben!
Einer meiner Follower, dem ich seit gewiss über einem Jahr ebenfalls folgte, der auch nicht wirklich hundertprozentig das schrieb, was ich unbedingt hätte lesen wollen, aber tolerabel und mitunter witzig war, meinte einen meiner morgendlichen Tweets, geschrieben nach Genuss der Morgennachrichten, auf politische Korrektheit untersuchen zu müssen. Ich war der Meinung, dass "der Deutsche an sich" (diese Formulierung spielte dann die korinthenkackende Hauptrolle) "Flüchtlinge scheinbar mit Kriminellen verwechseln" würde.
Ich kann ja sehr gut damit leben, wenn man mir die unzulängliche Verallgemeinerung dieser Aussage ankreidet und darauf hinweist, dass es auch andere Deutsche gibt - abgesehen davon, dass ich dieses ja sehr genau weiß, da ich selber ja nun auch arg anders denke. Nun kam mir der besagte Twitterer aber derart aggressiv und mit einer schnell deutlichen Tendenz, dass mir ob der Tatsache, dass ich diesen Menschen bisher nur als Komik-Account wahrgenommen hatte, arg schlecht wurde angesichts seiner politischen Überzeugung.
Ich bin nun einmal so, ich kann kaum anders, also habe ich ihn in einer etwa 90 Minuten dauernden Tweetschlacht versucht zu überzeugen, was meine Intention hinter meiner Aussage "der Deutsche an sich" gewesen ist - oder habe ich vielleicht eher versucht nicht wahr zu haben, dass ich hier schon sehr lange einem gut getarnten, aber nichts desto trotz übel rechts verorteten Twitterer gefolgt bin, den ich schlicht als - wenn auch simplen - Clown wahrnahm? Nun ja, nachdem er mir dann in immer kürzer werdenden Intervallen und beständig härter werdendem Ton vorwarf, einer dieser "ekelhaften linken Gutmenschen" zu sein - in seinem Kosmos offensichtlich ein gaaaanz böses Schimpfwort - beschloss ich dann doch unsere Bekanntschaft in die nahe Zukunft gerichtet temporär zu begrenzen und ließ das Ganze verbal etwas auslaufen.
Dies veranlasste ihn natürlich dazu, immer weiter nach zu treten und mir - wie beim "Leben des Brian" - eigentlich aus jeder meiner weiteren Aussagen, einen Beweis für seine Rechthaberei zu finden, was dann aber auch schon egal war. Ich war gar nicht mal enttäuscht über ihn - schließlich verhielt er sich ja so, wie es diese latent rassistischen, Pegida angehauchten Menschen nun einmal tun, wenn sie sich im Recht wähnen.
Ich war wütend auf mich, dass ich nicht ab und an einmal zwischen den kalauernden Zeilen gelesen und meine Schlüsse über diesen Menschen gezogen habe und ihm entfolgt bin. Vielleicht ist das, was man bewusst lesen kann, doch begrenzt. Vielleicht muss man seinen Kosmos kleiner fassen. Aber im Grunde will ich das gar nicht. Ich möchte Vielfalt, ich möchte Auswahl, ich möchte Meinung.
Aber in diesem einen Fall war es dann am Ende dieser erleuchtenden 90 Minuten doch ein Leichtes, den Unfollow-Button zu drücken. Und im Gegensatz zu ihm, werde ich nie mehr sein Profil anklicken. Immerhin schaue ich dann nun doch noch genauer hin, wen ich lese.
Und was Euch Guten und Aufrechte betrifft, Euch Offene und Freiheitsliebende, Euch Pluralisten und Demokraten, Euch Utopisten und Humanisten, Euch Menschenfreunde und Fantasten, ich liebe es Euch zu lesen - schön Euch hier gefunden zu haben!
In der Tat. Nazis haben es leicht.
Christen und Parteimitglieder sowie Sportler auch. Sogar Schwule und Lesben können sich nicht beschweren. Im Grunde jeder, der einer Gruppierung, einer Partei, einem Verein, ja eben einer organisierten Mehrheit angehört, die etwas Bestimmtes glaubt, propagiert oder kolportiert.
Denn: alle diese Menschen haben Symbole.
Seien es
Logos,
Wappen
oder Fahnen.
"Wir" - ich beziehe mich Standpunkt beziehender Weise einfach mal in den folgenden Kontext mit ein - die wir an eine freie Entfaltung selbst bestimmter Gedanken, an das Prinzip leben und leben lassen, an die Meinungspluralität, an den Frieden und die Freiheit, die Unantastbarkeit der Würde des Menschen glauben, "wir", "wir" haben keinerlei gemeinsames Symbol, kein Logo, kein Wappen und keine Fahne.
Klar, es gibt Regenbogenfahnen und Ähnliches, Symbole, die eine gewisse Freiheit ausdrücken möchten. Aber ist das nicht auch schon wieder ein und dasselbe? Ist das nicht dann eine uniformierte Freiheit?
Jeder Depp, der anderen etwas vorleben möchte, jeder tumbe, faule oder unbedachte Geist, der sich selbst hinter den Gedanken anderer, hinter Göttern, Führern, Leitbildern versteckt hat sein ganz bestimmtes Symbol. Ein Symbol, das ihn abgrenzt, das ihn leitet, das ihn ausweist als einer, seiner Gruppe zugehörig.
"Wir" haben derlei nicht. Es stellt sich nun die Frage, brauchen wir nicht "Etwas"? Brauchen wir ein Symbol, ein Logo, eine Fahne?
Ich denke nein.
Ich denke jedoch durchaus, dass es einen guten, einen sehr guten Grund gibt, dass wir es nicht haben.
Ich, also ... ich, ich bin sehr froh darum.
Christen und Parteimitglieder sowie Sportler auch. Sogar Schwule und Lesben können sich nicht beschweren. Im Grunde jeder, der einer Gruppierung, einer Partei, einem Verein, ja eben einer organisierten Mehrheit angehört, die etwas Bestimmtes glaubt, propagiert oder kolportiert.
Denn: alle diese Menschen haben Symbole.
Seien es
Logos,
Wappen
oder Fahnen.
"Wir" - ich beziehe mich Standpunkt beziehender Weise einfach mal in den folgenden Kontext mit ein - die wir an eine freie Entfaltung selbst bestimmter Gedanken, an das Prinzip leben und leben lassen, an die Meinungspluralität, an den Frieden und die Freiheit, die Unantastbarkeit der Würde des Menschen glauben, "wir", "wir" haben keinerlei gemeinsames Symbol, kein Logo, kein Wappen und keine Fahne.
Klar, es gibt Regenbogenfahnen und Ähnliches, Symbole, die eine gewisse Freiheit ausdrücken möchten. Aber ist das nicht auch schon wieder ein und dasselbe? Ist das nicht dann eine uniformierte Freiheit?
Jeder Depp, der anderen etwas vorleben möchte, jeder tumbe, faule oder unbedachte Geist, der sich selbst hinter den Gedanken anderer, hinter Göttern, Führern, Leitbildern versteckt hat sein ganz bestimmtes Symbol. Ein Symbol, das ihn abgrenzt, das ihn leitet, das ihn ausweist als einer, seiner Gruppe zugehörig.
"Wir" haben derlei nicht. Es stellt sich nun die Frage, brauchen wir nicht "Etwas"? Brauchen wir ein Symbol, ein Logo, eine Fahne?
Ich denke nein.
Ich denke jedoch durchaus, dass es einen guten, einen sehr guten Grund gibt, dass wir es nicht haben.
Ich, also ... ich, ich bin sehr froh darum.
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