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Im Grunde wollte ich zu diesem Thema "US"-Wahl gar nichts bloggen. Die Impulsreaktionen sind längst via Twitter raus und binnen eines Tages haben alle Lager, alles von wirklich allen Seiten beleuchtet. Nun sind die einen noch immer geschockt, die anderen jubeln noch immer und wieder andere schütteln noch immer den Kopf über die geringe Selbstachtung von Trumps Wählerschaft, die im Falle von Latinos oder Frauen offen ihren Masochismus zur Schau gestellt hat.
Man kann sich wahrscheinlich noch 100 Jahre darüber wundern, dass enttäuschte Menschen gegen das weiße Establishment rebellieren wollen, und dies ausgerechnet damit versuchen, indem sie dann genau jene, wohl fieseste Gallionsfigur des weißen Establishments, einen egomanen Milliardär, an die Spitze ihres Landes wählen. Muss man nicht verstehen, ist aber Fakt.
Gesunden Verstandes würde man den meisten Menschen objektiv zutrauen, einen Sexisten zu erkennen, wenn er sich selbst nicht einmal versteckt. Auch sollte man meinen, einen offenkundigen Rassisten, würde die große Mehrheit im Jahre 2016 aussortieren. Nun kann man natürlich Herrn Freud bemühen, und seine Wähler als seine scheinbaren Gesinnungsgenossen darstellen, denen es eventuell sogar imponiert, dass endlich mal wieder ein Mann, ein ganzer Kerl, die Sachen sagt, die man selber gerne sagen würde, die Sachen macht, die man selber gerne machen möchte. Cheauvinismus olé! Kann man machen, wäre aber billig *hüstel*.
Das was mich aber eigentlich umtreibt, ist etwas ganz anderes. Und daher habe ich mich auch umentschieden und schreibe eben doch diesen Blog.
Mich fasziniert bei der ganzen Sache zum einen das - aus populistischer Sicht sicherlich logisch begründete - Selbstverständnis der rechten Parteien Europas, die heute sofort ihre braunen Fähnchen empor gerissen haben, um dem neuen Heilland, pardon Heiland zu huldigen, immer in der glühenden Gewissheit, sich selbst ebenfalls alsbald in Amt und Würden und Macht zu sehen. Das Abstoßende dabei ist vor allem dieser tumbe wie erfundene Irrglaube, dass nun die etablierte Politik sowie die etablierten Medien komplett abgestraft wurden und versagt hätten. Wie, zur verfickten Hölle, kommt Ihr kleinen Jammerlappen darauf, dass solche Dinge wahr werden, nur weil man sie ständig wiederholt?! Der Journalismus in diesem Land, ist einer der Garanten für unsere Demokratie. Oh stimmt ja, Demokratie mögt Ihr ja nur, solange das rechte Stimmvieh für Euch kreuzt.
Und hier ist der Punkt, den ich unglaublich spannend wie gleichermaßen irritierend finde. Hier wähnt sich eine Gruppe von Menschen, enttäuscht die einen, machthungrig die anderen, als Revolutionäre. Die AfD, der Front Nationale, sollen sie heißen wie sie wollen, es gibt sie in allen demokratischen Ländern. Sie alle tragen die seltsame Mär einer Revolution gegen "die da oben" vor sich her und überrollen damit all jene, die in unserem Fall, in einem der freiesten und wohlhabendsten Länder der Welt leben, gleichzeitig aber scheinbar wenig in ihrem Ego gestreichelt werden, ein klein wenig in der öffentlichen Sonne zu stehen. Bisher dachte ich immer, RTL II und Co. würden sich ausreichend um dieses Klientel kümmern - und schon während ich das schreibe, höre ich die Stimmen der Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker da Wort "Elite" tuscheln und das Stroh für die Scheiterhaufen sammeln.
Leute, es ist keine Revolution, die Ihr da unterstützt!
Es ist ein schlichtes Wegrennen, ein Zurückweichen vor der Freiheit die unsere Zeit Euch bieten könnte.
Es ist ein Straucheln, ein Wanken.
Es ist ein wehklagendes "Mimimi" des sich zurück in den schützenden Bauch von Mami, respektive zurück in klare Rollenbilder der verdrucksten und verklemmten 50er und 60er Jahre, wünschenden Klientels all jener, die der Menschheit im Jahre 2016 erzählen möchten, dass wir Trennungen brauchen.
Es ist der seltsame, anachronistische Wunsch, dass wir Unterschiede machen müssen mit Abgrenzungen zwischen Homo- und Heterosexuellen, zwischen Schwarzen und Weißen, zwischen Männern und Frauen, zwischen Einheimischen und Fremden. Etwas, das wir doch längst überwunden haben sollten. Neandertal rulet nicht mehr, Kinder.
Es ist das bloße Zurschaustellen von Angst vor allem was Ihr nicht kennt.
Es ist in kaum noch zu übertreffendem Maße peinlich.
Und was treibt diese Menschen, die sich das Gestern zurück wünschen? Sie alle treibt Angst. Es ist die nackte Angst. Und die ist niemals rational. Wir alle scheinen unseren Anteil daran zu haben, dass so viel Menschen unter uns leben, deren Leben von Angst bestimmt wird. Und der Verstand sagt mir, wir müssen diese Verzweifelten, so sie es denn sind, irgendwie abholen.
Aber ganz ehrlich – ich bin nicht bereit für diesen Escort-Service in die Zukunft den Preis zu zahlen, der da heißt: Rassismus, Cheauvinismus, Sexismus.
Ach so, bevor ich es vergesse ... warum blogge ich denn überhaupt entgegen meines ersten Impulses etwas zu diesem Themenkomplex? Das ist so simpel, wie die Meinungen der Populisten: ich werde Euch nicht das Feld der Meinungsbildung überlassen, niemals! Und Trump ist halt da. Selbst Schuld.
Jeder einzelne feige Anschlag (und Anschläge sind immer feige) auf eine Asylbewerberunterkunft ist ein Anschlag auf unsere Gesellschaft. Geboren aus der gefährlichen Gemengelage zwischen angeborener Dummheit, unterlassener Bildung, selbstverschuldetem Desinteresse.
Jede populistische Rede, gerichtet an den rechten Rand der Gesellschaft, ist ein Anschlag auf unsere Demokratie. Geboren aus dem Machthunger skrupelloser Brandstifter, genährt von der Dummheit der geistig Kleinen und Mitleidlosen, die sich schon immer einredeten (und einreden ließen), sie würden - natürlich unverschuldet - zu kurz kommen. Ihnen würde "etwas" zustehen aufgrund ihrer Herkunft.
Jeder seit Jahren verkappt schlafende, und nun im Feuerschutz des stumpfen Hasses aufschleimende "Ich bin kein ... aber"-Bürger, ist ein Ausdruck diffuser Xenophobie, zusammen gesetzt aus den Bausteinen persönlicher Minderwertigkeitsgefühle und fremdgeschürter Angst im Namen einer todgehofften völkischen Ansicht, dass es Menschen auf diesem Planeten gäbe, die mehr wert sind als andere und gegen die es sich zu schützen gelte. Nicht weil diese Schlimmes täten. Nein. Einfach weil sie anders sind als man selbst (was wenn man eh scheiße ist, natürlich nur zum Vorteil gereichen kann).
Wenn ein Björn "Bernd" Höcke (dessen Großeltern übrigens ironischerweise Vertriebene waren) von "seinem" Land redet, weiß man nicht wirklich von welchem Land er da fabuliert. Lummerland, Teletubbyland, das Land der dichten Henker? Mein Land, unser Land, dieses Land ist "sein Land" auf jeden Fall nicht. Er hat (abgesehen von sonstigen Defiziten und der geifernden Aussicht auf ein kleines Bisschen Macht) Angst. Angst vor der Mehrheit der Menschen dieses Landes und vor allen Menschen dieser Welt, die anders sind als er (Glückes Geschick, sind dies die allermeisten) sowieso, und verleiht diesem seinem bitterherzigen Wesen peinlichsten Ausdruck mit seinem kehligen Stimmchen, umjubelt von jenen, die endlich auch mal "das wird man doch wohl noch sagen dürfen" sagen möchten. Meistens ist es etwas Erfundenes (sie nennen das die Wahrheit), etwas Negatives (sie denken, dass es Deutschland retten wird .. wovor nochmal?), etwas Böses (sie nennen das ... nein, so viele Worte können sie sich nun wirklich nicht merken).
Ihr, die Ihr selbstherrlich herabschaut auf andere Ethnien; Ihr, die Ihr die Selbstreflexion eines Amöbchens habt; Ihr, die Ihr uns alle Volksverräter nennt, die wir nicht in brauner Bettwäsche schlafen; Ihr die Ihr in einem freien Land lebt, dies aber nicht einmal im Ansatz ertragen könnt; Ihr, die Ihr eine Presse beschimpft, die Eure Bürgerrechte verteidigt; Ihr, die Ihr vor 71 Jahren hättet aussterben müssen, zusammen mit Eurer durchgeknallten Wichsvorlage; WIR haben dennoch etwas gemeinsam:
Eure Dummheit jagt Euch Angst ein. Eure Dummheit jagt uns Angst ein.
-----
«Rassismus ist das Übel unserer Welt. Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm.»
Lemmy Kilmister
Jede populistische Rede, gerichtet an den rechten Rand der Gesellschaft, ist ein Anschlag auf unsere Demokratie. Geboren aus dem Machthunger skrupelloser Brandstifter, genährt von der Dummheit der geistig Kleinen und Mitleidlosen, die sich schon immer einredeten (und einreden ließen), sie würden - natürlich unverschuldet - zu kurz kommen. Ihnen würde "etwas" zustehen aufgrund ihrer Herkunft.
Jeder seit Jahren verkappt schlafende, und nun im Feuerschutz des stumpfen Hasses aufschleimende "Ich bin kein ... aber"-Bürger, ist ein Ausdruck diffuser Xenophobie, zusammen gesetzt aus den Bausteinen persönlicher Minderwertigkeitsgefühle und fremdgeschürter Angst im Namen einer todgehofften völkischen Ansicht, dass es Menschen auf diesem Planeten gäbe, die mehr wert sind als andere und gegen die es sich zu schützen gelte. Nicht weil diese Schlimmes täten. Nein. Einfach weil sie anders sind als man selbst (was wenn man eh scheiße ist, natürlich nur zum Vorteil gereichen kann).
Wenn ein Björn "Bernd" Höcke (dessen Großeltern übrigens ironischerweise Vertriebene waren) von "seinem" Land redet, weiß man nicht wirklich von welchem Land er da fabuliert. Lummerland, Teletubbyland, das Land der dichten Henker? Mein Land, unser Land, dieses Land ist "sein Land" auf jeden Fall nicht. Er hat (abgesehen von sonstigen Defiziten und der geifernden Aussicht auf ein kleines Bisschen Macht) Angst. Angst vor der Mehrheit der Menschen dieses Landes und vor allen Menschen dieser Welt, die anders sind als er (Glückes Geschick, sind dies die allermeisten) sowieso, und verleiht diesem seinem bitterherzigen Wesen peinlichsten Ausdruck mit seinem kehligen Stimmchen, umjubelt von jenen, die endlich auch mal "das wird man doch wohl noch sagen dürfen" sagen möchten. Meistens ist es etwas Erfundenes (sie nennen das die Wahrheit), etwas Negatives (sie denken, dass es Deutschland retten wird .. wovor nochmal?), etwas Böses (sie nennen das ... nein, so viele Worte können sie sich nun wirklich nicht merken).
Ihr, die Ihr selbstherrlich herabschaut auf andere Ethnien; Ihr, die Ihr die Selbstreflexion eines Amöbchens habt; Ihr, die Ihr uns alle Volksverräter nennt, die wir nicht in brauner Bettwäsche schlafen; Ihr die Ihr in einem freien Land lebt, dies aber nicht einmal im Ansatz ertragen könnt; Ihr, die Ihr eine Presse beschimpft, die Eure Bürgerrechte verteidigt; Ihr, die Ihr vor 71 Jahren hättet aussterben müssen, zusammen mit Eurer durchgeknallten Wichsvorlage; WIR haben dennoch etwas gemeinsam:
Eure Dummheit jagt Euch Angst ein. Eure Dummheit jagt uns Angst ein.
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«Rassismus ist das Übel unserer Welt. Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm.»
Lemmy Kilmister
Feindlichkeit.
Dieses Teilwort steht inzwischen doch wirklich überall.
Da gibt es Fremdenfeindlichkeit. Ein Wort, das wenige ehrlicher Zunge aussprechen, doch viele, deren tun es beschreibt. Da gibt es Islamfeindlichkeit. Zumeist ausgesprochen von Menschen, die keinen Schimmer haben, was der Islam überhaupt sein soll. Es gibt beinahe so viele Feindlichkeiten, wie Ismen. Ismen sind die Endung von beinahe allem Schönen. Gut, den Optimismus einmal ausgenommen.
Feindlichkeit.
Keines dieser schönen Worte, die es zur Genüge gibt. Feindlichkeit sagt im Grunde schon alles aus, was die Träger dieses Begriffes auf ihren im Durchschnitt (ein wundervolles, beschreibendes Wort) arg pathetisch wehenden Fahnen vor sich herschieben. Ein Wort, das die klare Luft, jene, die das Atmen ermöglicht verdrängt, vergiftet.
Jemandes Feind sein ist im Grunde erst einmal nichts Schlimmes. Positionen erden ja auch. Lassen einen einen ideellen Ort bewohnen, eine Basis schaffen für das eigene Denken, das eigene Empfinden und Handeln. Wenn aber die feindlichen Gesinnungen die Überhand gewinnen gegen die freundlichen, hat man ein Problem. Und zwar mit anderen. Ich weiß, nicht jedem ist es gegeben, Freude zu empfinden, Glück wahr zu nehmen, sein Sein als etwas Schönes zu begreifen. Und ich weiß auch, welch großes Glück es ist, dass ich es kann. Aber wenn man sich nur noch von Feinden umgeben wähnt, ist es eventuell an der Zeit, sich selbst in Frage zu stellen.
Feindlichkeit.
Ja, stimmt, man kann sich ja auch immer noch gegen etwas wenden. Am Besten im Kreise derer, die bereits über ein ausgeprägtes, wohl formuliertes Feindbild verfügen, das dem eigenen Ekelbedürfnis am Nächsten kommt. Wenn man es kann. Wenn die Messlatte des eigenen Anspruchs bereits so tief liegt, dass man sie bequem unterlaufen kann.
Wenn man seinen eigenen Ekel soweit zurück drängt, dass man die Ideale der anderen als seine eigenen begreifen kann. Wenn man sich dann am Ende doch irgendwie selbst verleugnet.
Und: Es ist so unsagbar einfach gegen etwas zu sein.
Wie viel mehr Energie kostet es doch, für etwas zu sein. Einen positiven Gegenentwurf zu präsentieren gegen jenes Übel, das man doch als so unertragbar empfindet.
Feindlichkeit.
Klingt - spätestens beim 4. Mal so tumb, wie es im Grunde immer ist. Daher gilt eben auch: es ist keine Ausrede, nicht zu wissen, welche Worte dieses Teilwort in oftmals bösartiger Art ergänzt.
Unkenntnis schützt vor Dummheit nicht.
Dieses Teilwort steht inzwischen doch wirklich überall.
Da gibt es Fremdenfeindlichkeit. Ein Wort, das wenige ehrlicher Zunge aussprechen, doch viele, deren tun es beschreibt. Da gibt es Islamfeindlichkeit. Zumeist ausgesprochen von Menschen, die keinen Schimmer haben, was der Islam überhaupt sein soll. Es gibt beinahe so viele Feindlichkeiten, wie Ismen. Ismen sind die Endung von beinahe allem Schönen. Gut, den Optimismus einmal ausgenommen.
Feindlichkeit.
Keines dieser schönen Worte, die es zur Genüge gibt. Feindlichkeit sagt im Grunde schon alles aus, was die Träger dieses Begriffes auf ihren im Durchschnitt (ein wundervolles, beschreibendes Wort) arg pathetisch wehenden Fahnen vor sich herschieben. Ein Wort, das die klare Luft, jene, die das Atmen ermöglicht verdrängt, vergiftet.
Jemandes Feind sein ist im Grunde erst einmal nichts Schlimmes. Positionen erden ja auch. Lassen einen einen ideellen Ort bewohnen, eine Basis schaffen für das eigene Denken, das eigene Empfinden und Handeln. Wenn aber die feindlichen Gesinnungen die Überhand gewinnen gegen die freundlichen, hat man ein Problem. Und zwar mit anderen. Ich weiß, nicht jedem ist es gegeben, Freude zu empfinden, Glück wahr zu nehmen, sein Sein als etwas Schönes zu begreifen. Und ich weiß auch, welch großes Glück es ist, dass ich es kann. Aber wenn man sich nur noch von Feinden umgeben wähnt, ist es eventuell an der Zeit, sich selbst in Frage zu stellen.
Feindlichkeit.
Ja, stimmt, man kann sich ja auch immer noch gegen etwas wenden. Am Besten im Kreise derer, die bereits über ein ausgeprägtes, wohl formuliertes Feindbild verfügen, das dem eigenen Ekelbedürfnis am Nächsten kommt. Wenn man es kann. Wenn die Messlatte des eigenen Anspruchs bereits so tief liegt, dass man sie bequem unterlaufen kann.
Wenn man seinen eigenen Ekel soweit zurück drängt, dass man die Ideale der anderen als seine eigenen begreifen kann. Wenn man sich dann am Ende doch irgendwie selbst verleugnet.
Und: Es ist so unsagbar einfach gegen etwas zu sein.
Wie viel mehr Energie kostet es doch, für etwas zu sein. Einen positiven Gegenentwurf zu präsentieren gegen jenes Übel, das man doch als so unertragbar empfindet.
Feindlichkeit.
Klingt - spätestens beim 4. Mal so tumb, wie es im Grunde immer ist. Daher gilt eben auch: es ist keine Ausrede, nicht zu wissen, welche Worte dieses Teilwort in oftmals bösartiger Art ergänzt.
Unkenntnis schützt vor Dummheit nicht.
Ich schrieb einmal vor über zwei Jahren auf diesem Blog den kurz gehaltenen Text "Ich habe nie wieder Angst!".
Es ging um eine moralische Innensicht und eine ganz persönliche Antwort auf die Frage, in wie weit man sich von äußeren Einflüssen das eigene Leben und Wohlbefinden durch künstlich eingeredete Angst versauen lässt. Die Antwort war damals so knapp wie klar und gipfelte in dem Satz: "Aber ich, ich habe nie wieder Angst!"
Nun bin ich von Natur aus leider ebenso wenig ein komplett angstfreier Mensch, wie jeder andere unter Euch auch. Aber mich persönlich beruhigt eine Art geistiges Mantra, welches mir - praktischerweise ohne es beständig aufsagen zu müssen, um es zu glauben - einmal zurecht gelegt, den unglaublich beruhigenden Dienst erweist, beinahe auf ewig zu wirken.
Die Sache ist im Grunde ja auch glasklar. Was soll mir schon den Tag versauen können, wenn ich es erst gar nicht an mich heran kommen lasse, bzw. wenn ich dem jeweiligen Thema gegenüber eine Position einnehme und diese auch mit Verve vertrete, die in sich fest und wenig wankelmütig ist. Das alte Credo von Peter Ustinov, der meine Lieblingsdefinition eines Optimisten aus dem Ärmel schüttelte mit dem Satz: "Ein Optimist ist jemand, der genau weiß, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt."
Nun pflege ich des morgens als allererstes einen nachrichtenlastigen Radiosender einzuschalten, um mich jenseits von Twitter mit einem gewissen Grundwissen all dessen zu versorgen, was sich auf der Welt aktuell zuträgt, und - genau das ist vielleicht der wenig zugegebene aber doch relevante Aspekt - was davon mich in meiner heilen, gepflegten, hermetisch luxuriösen Welt in irgendeiner Weise betreffen könnte.
Bezogen auf meinen Blog und meine Haltung von 2012 kann ich natürlich ganz sicher sagen, dass ich keine Angst vor den Herren (ja, es sind ausnahmslos Herren) Wladimir Putin, Petro Poroschenko oder Barrack Obama, Baschar al-Assad oder Dschawad al-Maliki oder auch Abu Bakr al-Baghdadi, Benjamin Netanjahu oder Mahmud Abbas habe. Der eine mehr, der andere weniger, sind sie doch allesamt aus genau dem menschlichen Holz geschnitzt, das Macht als oberste Direktive, Kontrolle über andere Menschen als erstrebenswert, wahrscheinlich sogar staatstragend ansieht und nicht davor zurück schreckt, Schicksale, Menschenleben zu opfern, wenn es denn der eigenen Sache dient. Und diese eigene Sache, ist so was von unübertroffen subjektiv definiert, dass man - ohne selber betroffen zu sein zu müssen - in hohem Bogen kotzen möchte.
Angst ist hier aber auch nicht der zentrale Punkt. Wer vor diesen Leuten wirklich und im Wortsinne Angst hat, hat ein ganz anderes Problem (Hätten Sie etwas Angst gehabt, nachts in einer kleinen Gasse Hitler alleine zu begegnen?). Aber - und das ist der Punkt, der mir Sorgen bereitet - diese Menschen, diese An-"Führer" (und hier kann man durchaus einmal ganz bewusst und provokant auf jeden einzelnen der hier genannten das urdeutsche Wort "Führer" anwenden), haben einen derartigen Einfluss, eine derartige Wirkung auf andere Menschen, auf Gruppierungen, auf ganze Bewegungen, die sich dank des menschlichen Strebens nach Gemeinschaft sogar unabhängig von geopolitischen Gebieten überall auf der Welt ausbreiten können, wie ein Geschwür, wie eine Epidemie, dass es einem denkenden, freiheitsliebenden Menschen die Zornesröte ins Gesicht treibt. Nicht die Angst wohlgemerkt. Den Zorn!
Ich weiß, die Steinzeit-Terroristen der IS, formerly known as ISIS, möchten natürlich nur all zu gerne (das ist ja schließlich der Urwunsch jedes herkömmlichen Terroristen), dass man unbändige Angst hat vor Ihnen und Ihren Greueltaten. Und derer haben sie in der Tat in arg kurzer Zeit bis heute derartig viele verbrochen, dass man ihnen geradezu wünschen würde, dass es ihren Gott, in dessen Namen Sie morden, vergewaltigen, sich Aufführen wie die letzten Herrenmenschen, das es diesen Gott wirklich gäbe, denn dann hätten sie in der Tat wenig zu lachen, wenn die Abrechnung käme. Im Grunde - gerade für einen Atheisten - ein sehr schöner, tröstlicher Gedanke.
Obama und Putin möchten - arg menschlich - jeder auf ihre eigene Art, geliebt werden - gerade letzter könnte ruhig mal einen Freudianer zu Rate ziehen. Assad hat es erst gar nicht anders gelernt, Erdogan ist ein tumber Narziss erster Kajüte, der Freiheit jenseits seines väterlichen Gustos für ein Sakrileg hält, die religiöse Fraktion der Anführer erfreut sich stets an massenverblendeter Meinung, dass Sie dem Propheten das Wort reden und ihm posthum und im Namen Allah, pardon aller, zum "Recht" verhelfen, obwohl sie im Grunde doch auch nur ganz oben auf dem Misthaufen mit dem Fähnlein winken wollen. Jeder hat so sein kleines Grundproblem, welches ihn gewiss um den Schlaf aber auch durch den Tag bringt.
Irgendwie möchten alle, dass man sie versteht, dass man Respekt, ja oft genug in der Tat gar Angst vor Ihnen hat - beides verwechseln sie ohnehin ständig. Angst und Respekt. Ich habe vor sehr vielen Menschen Respekt, aber nur vor sehr wenigen Angst.
Und während ich angesichts der Horrormeldungen aus aller Welt - und machen wir uns da mal nichts vor, es ist gerade überproportional heftig und alarmierend - allmorgendlich also bereits im Bad dem Trübsinn verfallen möchte, schleicht sich immer wieder dieser Yoda gleiche alte Mann in mein Gedächtnis. Es ist, als wohnte er in meinem Blutkreislauf. Und wenn es so ist - er darf mietfrei bleiben auf alle Zeiten. Er lächelt, aber nicht provozierend sondern gütig. Weise. Einfach freundlich. Aber mit einem ziemlichen Schalk im Nacken.
Dieser Mann besitzt sogar 10 Jahre nach seinem weltlichen Ableben eine natürliche Autorität, die jede Angst im Keim erstickt. Ein Umstand, den unsere Titelantihelden in diesem Blog gar nicht erst verstehen würden. Autorität ohne Angst? Eine imperative Sympathität? Tja, meine Herren, merken Sie etwas? Sie haben jetzt schon verloren. Und stellt man sich diesen Meister Peter leiblich an seiner Seite vor, ist es, als wenn beständig jemand neben Dir steht und dem übelsten Menschenschinder unbewaffnet aber furchteinflößend ins Gesicht lächelt und fragt "Na und? Geht`s Dir jetzt besser? Hast Du`s allen gezeigt?"
Das Geile ist: es geht hier gar nicht mehr um Angst, denn ich bin gar nicht unbewaffnet, selbst wenn ich nackt vor Euch stehe. Es geht hier um Gelassenheit, um Humor - ja, scheiße noch eins, es geht hier sogar darum zu lächeln. Aber vor allem geht es schlicht und einfach darum, andere Menschen sein zu lassen, wie sie sind. Und nicht, wie Ihr sie haben möchtet. Glaubt doch einfach was Ihr wollt, aber lasst uns - uns alle, alle, alle - damit ein für alle mal in Ruhe.
Und so, liebe Fanatiker, liebe Extremisten, liebe Führernachläufer, liebe Fremddenkenlasser, liebe IchhabeselberkeineIdeenaberichmöchteeinemFührernachhechelns, stehen wir abermals da - Angesicht zu Angesicht. Ihr glaubt an die Angst, die Ihr schürt - ich glaube, genau diese Angst tritt Euch am Ende ganz gewaltig in den Arsch.
Beide haben wir unseren Glauben, der eine hat einen erfundenen, der andere einen gefühlten. Sucht Euch aus, wer von uns was sein soll.
Möglich dass man es Waffengleichheit nennen kann.
Ihr habt Euren Hass, ich habe Ustinov im Herzen.
Es ging um eine moralische Innensicht und eine ganz persönliche Antwort auf die Frage, in wie weit man sich von äußeren Einflüssen das eigene Leben und Wohlbefinden durch künstlich eingeredete Angst versauen lässt. Die Antwort war damals so knapp wie klar und gipfelte in dem Satz: "Aber ich, ich habe nie wieder Angst!"
Nun bin ich von Natur aus leider ebenso wenig ein komplett angstfreier Mensch, wie jeder andere unter Euch auch. Aber mich persönlich beruhigt eine Art geistiges Mantra, welches mir - praktischerweise ohne es beständig aufsagen zu müssen, um es zu glauben - einmal zurecht gelegt, den unglaublich beruhigenden Dienst erweist, beinahe auf ewig zu wirken.
Die Sache ist im Grunde ja auch glasklar. Was soll mir schon den Tag versauen können, wenn ich es erst gar nicht an mich heran kommen lasse, bzw. wenn ich dem jeweiligen Thema gegenüber eine Position einnehme und diese auch mit Verve vertrete, die in sich fest und wenig wankelmütig ist. Das alte Credo von Peter Ustinov, der meine Lieblingsdefinition eines Optimisten aus dem Ärmel schüttelte mit dem Satz: "Ein Optimist ist jemand, der genau weiß, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt."
Nun pflege ich des morgens als allererstes einen nachrichtenlastigen Radiosender einzuschalten, um mich jenseits von Twitter mit einem gewissen Grundwissen all dessen zu versorgen, was sich auf der Welt aktuell zuträgt, und - genau das ist vielleicht der wenig zugegebene aber doch relevante Aspekt - was davon mich in meiner heilen, gepflegten, hermetisch luxuriösen Welt in irgendeiner Weise betreffen könnte.Bezogen auf meinen Blog und meine Haltung von 2012 kann ich natürlich ganz sicher sagen, dass ich keine Angst vor den Herren (ja, es sind ausnahmslos Herren) Wladimir Putin, Petro Poroschenko oder Barrack Obama, Baschar al-Assad oder Dschawad al-Maliki oder auch Abu Bakr al-Baghdadi, Benjamin Netanjahu oder Mahmud Abbas habe. Der eine mehr, der andere weniger, sind sie doch allesamt aus genau dem menschlichen Holz geschnitzt, das Macht als oberste Direktive, Kontrolle über andere Menschen als erstrebenswert, wahrscheinlich sogar staatstragend ansieht und nicht davor zurück schreckt, Schicksale, Menschenleben zu opfern, wenn es denn der eigenen Sache dient. Und diese eigene Sache, ist so was von unübertroffen subjektiv definiert, dass man - ohne selber betroffen zu sein zu müssen - in hohem Bogen kotzen möchte.
Angst ist hier aber auch nicht der zentrale Punkt. Wer vor diesen Leuten wirklich und im Wortsinne Angst hat, hat ein ganz anderes Problem (Hätten Sie etwas Angst gehabt, nachts in einer kleinen Gasse Hitler alleine zu begegnen?). Aber - und das ist der Punkt, der mir Sorgen bereitet - diese Menschen, diese An-"Führer" (und hier kann man durchaus einmal ganz bewusst und provokant auf jeden einzelnen der hier genannten das urdeutsche Wort "Führer" anwenden), haben einen derartigen Einfluss, eine derartige Wirkung auf andere Menschen, auf Gruppierungen, auf ganze Bewegungen, die sich dank des menschlichen Strebens nach Gemeinschaft sogar unabhängig von geopolitischen Gebieten überall auf der Welt ausbreiten können, wie ein Geschwür, wie eine Epidemie, dass es einem denkenden, freiheitsliebenden Menschen die Zornesröte ins Gesicht treibt. Nicht die Angst wohlgemerkt. Den Zorn!
Ich weiß, die Steinzeit-Terroristen der IS, formerly known as ISIS, möchten natürlich nur all zu gerne (das ist ja schließlich der Urwunsch jedes herkömmlichen Terroristen), dass man unbändige Angst hat vor Ihnen und Ihren Greueltaten. Und derer haben sie in der Tat in arg kurzer Zeit bis heute derartig viele verbrochen, dass man ihnen geradezu wünschen würde, dass es ihren Gott, in dessen Namen Sie morden, vergewaltigen, sich Aufführen wie die letzten Herrenmenschen, das es diesen Gott wirklich gäbe, denn dann hätten sie in der Tat wenig zu lachen, wenn die Abrechnung käme. Im Grunde - gerade für einen Atheisten - ein sehr schöner, tröstlicher Gedanke.
Obama und Putin möchten - arg menschlich - jeder auf ihre eigene Art, geliebt werden - gerade letzter könnte ruhig mal einen Freudianer zu Rate ziehen. Assad hat es erst gar nicht anders gelernt, Erdogan ist ein tumber Narziss erster Kajüte, der Freiheit jenseits seines väterlichen Gustos für ein Sakrileg hält, die religiöse Fraktion der Anführer erfreut sich stets an massenverblendeter Meinung, dass Sie dem Propheten das Wort reden und ihm posthum und im Namen Allah, pardon aller, zum "Recht" verhelfen, obwohl sie im Grunde doch auch nur ganz oben auf dem Misthaufen mit dem Fähnlein winken wollen. Jeder hat so sein kleines Grundproblem, welches ihn gewiss um den Schlaf aber auch durch den Tag bringt.
Irgendwie möchten alle, dass man sie versteht, dass man Respekt, ja oft genug in der Tat gar Angst vor Ihnen hat - beides verwechseln sie ohnehin ständig. Angst und Respekt. Ich habe vor sehr vielen Menschen Respekt, aber nur vor sehr wenigen Angst.
Und während ich angesichts der Horrormeldungen aus aller Welt - und machen wir uns da mal nichts vor, es ist gerade überproportional heftig und alarmierend - allmorgendlich also bereits im Bad dem Trübsinn verfallen möchte, schleicht sich immer wieder dieser Yoda gleiche alte Mann in mein Gedächtnis. Es ist, als wohnte er in meinem Blutkreislauf. Und wenn es so ist - er darf mietfrei bleiben auf alle Zeiten. Er lächelt, aber nicht provozierend sondern gütig. Weise. Einfach freundlich. Aber mit einem ziemlichen Schalk im Nacken.
Dieser Mann besitzt sogar 10 Jahre nach seinem weltlichen Ableben eine natürliche Autorität, die jede Angst im Keim erstickt. Ein Umstand, den unsere Titelantihelden in diesem Blog gar nicht erst verstehen würden. Autorität ohne Angst? Eine imperative Sympathität? Tja, meine Herren, merken Sie etwas? Sie haben jetzt schon verloren. Und stellt man sich diesen Meister Peter leiblich an seiner Seite vor, ist es, als wenn beständig jemand neben Dir steht und dem übelsten Menschenschinder unbewaffnet aber furchteinflößend ins Gesicht lächelt und fragt "Na und? Geht`s Dir jetzt besser? Hast Du`s allen gezeigt?"
Das Geile ist: es geht hier gar nicht mehr um Angst, denn ich bin gar nicht unbewaffnet, selbst wenn ich nackt vor Euch stehe. Es geht hier um Gelassenheit, um Humor - ja, scheiße noch eins, es geht hier sogar darum zu lächeln. Aber vor allem geht es schlicht und einfach darum, andere Menschen sein zu lassen, wie sie sind. Und nicht, wie Ihr sie haben möchtet. Glaubt doch einfach was Ihr wollt, aber lasst uns - uns alle, alle, alle - damit ein für alle mal in Ruhe.
Und so, liebe Fanatiker, liebe Extremisten, liebe Führernachläufer, liebe Fremddenkenlasser, liebe IchhabeselberkeineIdeenaberichmöchteeinemFührernachhechelns, stehen wir abermals da - Angesicht zu Angesicht. Ihr glaubt an die Angst, die Ihr schürt - ich glaube, genau diese Angst tritt Euch am Ende ganz gewaltig in den Arsch.
Beide haben wir unseren Glauben, der eine hat einen erfundenen, der andere einen gefühlten. Sucht Euch aus, wer von uns was sein soll.
Möglich dass man es Waffengleichheit nennen kann.
Ihr habt Euren Hass, ich habe Ustinov im Herzen.
Ein wahrhaft tosendes Gewitter
In wirklich jeder einzelnen Nacht
Und glaub mir es war bitter
Vollsten Schreckens aufgewacht
Bereit den Dolch zu greifen
Bereit ihn zu benutzen
Gefertigt um im Ernstfall
Des Teufels Schwanz zu stutzen
Doch feiges Wesen an die Nacht
Gelegt und um den Schlaf gebracht
So ziert er sich der Haderlump
Und kneift noch immer, Stund für Stund
Den Seiber schmeck, den Odem riech ich
Und sei der Umstand noch so wiedrig
Ich lauere jede Nacht dem einen
Der sich verstellt, und der doch meinem
Eigenen Wesen Untertan
So macht er sich an mich heran
Der Waffen Schärfe wohl gewahr
Kneift er noch immer, Jahr für Jahr
Es treibt in meinem Geiste Blüten
Ich läs ihm gerne die Leviten
Mit lodernd Fackel Ungemach
Verziere ich mein Schlafgemach
Die Akzeptanz des eignen Strauchelns
Vorangestellt der Angst des Zauderns
So bin ich stark und Morpheus kann mich
Ich wache selbst wenn er heran schlich
Doch stets frag ich, erkenn ich ihn,
Hätt all mein Wille seinen Sinn?
Wenn er doch meiner gleich sich zeigte
Und ich mein Sinnen so vergeigte
Als wäre es ein bloßes Schauspiel
Zu lang schon läuft dies Katz- und Mausspiel
Doch jeden Zweifel wisch ich fort
Derlei gibt es in einem fort
Heut Nacht exakt, da muss es sein
Ich lad ihn gern zu mir her ein
Bevor wir noch die Wimpel tauschen,
Lass ich ihn sich an sich berauschen
Die Hybris ist mein schärfstes Schwert
Und so er sich von mir ernährt
Wird er im Taumel wankend fallen
Ich hör ihn schon vor Trunksucht lallen
Mag sein er schafft's und kommt herinnen
Ich lass ihn gern den Sieg erringen
Denn Pyrrus hat uns eins gelehrt
Was ist denn schon der Sieg uns wert
Wenn wir nicht fähig sind zu denken
Unser' n Triumph bedächtig lenken
Den Kaiserapfel ruhmreich schwenken
Und vor der Zeit den Hals verrenken
Ich geb ihm Zeit, ich wieg ihn still
In Sicherheit und Hochgefühl
Doch grade wenn er meint das war es
Hol weit ich aus und geb ihm Pares
In dieser Nacht muss ich obsiegen
In dieser Nacht wird er erliegen
Der scharfen Klinge rächend Klang
Nie wieder ist mir Angst noch Bang
Nebst der Entscheidung werd ich fällen
Ein Urteil vieler kleiner Quellen
Die mir ihr Unbill zugetragen
Zu schnell verliert man sich in kargen
Wortgewalt'gen Einzelviten
Und jede trägt die eignen Mythen
Es langt, der Schnitt, der Schnitt muss sein
So lad ich generös ihn ein
Zur Henkersmahlzeit exklusiv
Heut Nacht geht mir dabei nichts schief
Ich zittre, bibbre, blinzel, scharre
Mit jenem Huf, dem ich doch harre
Mein Atem brennt dem Schwefel gleich,
Die Augen blitzen rot sogleich
Ich spüre Hass, lass ihn heraus
Im Nebensatz hör ich Applaus
Er kommt, ich morde, lache auf
Das Biest in mir hat freien Lauf
Und erst als er am Boden liegt
Spür ich wie schwer mein Schicksal wiegt
Denn Tonnen voller Angst versiegen
Und er bleibt still am Boden liegen
Wo ist mein Wille, einst so wild
Vor mir zeigt sich mein Spiegelbild
Wo mir Dämonen zugewunken
Dort bin soeben ich ertrunken
Sogar der Vers in sich verdreht
Zeigt Jedem wie's mir wahrhaft geht
Ein wahrhaft tosendes Gewitter
In wirklich jeder einzelnen Nacht
Und glaub mir es war bitter
Vollsten Schreckens aufgewacht.
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Edit: Hier geht es zu "Dämonen - Teil II"
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Edit: Hier geht es zu "Dämonen - Teil II"
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