Kein Scherz. habe ich gerade gelesen. Schwarz auf Weiß. Es geht um mich. Nur um mich. Weil mich keiner mehr anmacht. Sonst wär ick ja nich` ick. Ich bin der, der angesprochen wird. Das merke ich deutlich, weil man es mir ja sagt. Und am Ende bleibt dann ein Versprechen. Leck mich! Und wenn das verhallt ist? Was bleibt mir, wenn die Worthülse gesprengt und die Wahrheit freigelegt ist? Wo bleibt der Mehrwert? Warum sollte ich das gleiche Versprechen noch einmal kaufen? Wo ist die Welt, die sich mir eröffnet und mein Leben bereichert, die mich tiefergehend befriedigt, als das Heilsversprechen für die Masse?   

WO?
Kennt Ihr Bodenmais?
Wart Ihr schon mal dort?

Nun ja - ich schon.

Und hier ist mein Eindruck in Versform:


1.
Wenn Fallschirms Leine oben reißt,
landet man am Boden meist.

2.
Wem dann auch noch der Hoden reißt,
ist schnell vergreist in Bodenmais.

3.
Wer schon gern Jehova preist,
fährt betend gern nach Bodenmais.

4.
Wer andern in den Hoden beißt,
hat ein Lokal in Bodenmais.

5.
Zur Sommerszeit der Loden reist,
ins Bayernzelt nach Boden meist.

6.
Der Preis des Jodelns hoch ist meist,
nach Bodenmais der Jodler reist.

7.
Wer nächtens Bohnen roh aufspeist,
der scheißt aufs schöne Bodenmais.

8.
Im Sommer gibt`s erst Bohneneis,
dann Scheißerei in Bodenmais.

9.
Wer andern in den Weier scheißt,
kommt ganz bestimmt aus Bodenmais.

10.
Was ganz bestimmt der Geier weiß,
Der Tag ist lang in Bodenmais.

11.
Im Sommer ist der Boden heiß,
drum heißt`s be cool in Bodenmais.

12.
Wo gerne mal der Geier kreist,
ist manches faul in Bodenmais.


13.
Beim Zocken wirst Du nur bescheißt,
im Ca-si-no von Bodenmais.

14.
Wo selbst Erwachsene toben meist,
ist Schützenfest in Bodenmais.

15.
In Japan auf dem Tisch steht Reis,
in Bayern ist es Bodenmais.

16.
Bevor Du hier Dein Rad verleihst,
Hau lieber ab aus Bodenmais.

17.
Sitzt Deine Lederhose feist,
hast gut gespeist in Bodenmais.

18.
Bevor es Dich zu Boden schmeißt,
bestell ein Eis in Bodenmais.

19.
Stehst wartend Du am Bahnhofsgleis,
nimm gleich den Zug nach Bodenmais.

20.
Der Maurer rührt sich an den Speiß,
und mauert zu ganz Bodenmais.

21.
Im Sommer grün, im Winter weiß,
es ist zu heiß in Bodenmais.

22.
Einst war er lang, heut jeder weiß,
das Kurze, das ist Bodenmais.

23.
Was keiner glaubt, doch jeder weiß,


24.
Fast jeder hier ist schon ein Greis,
so lustig ist`s in Bodenmais.


25.
In Jena heißt der Mann Carl Zeiss,
in Bayern Edmund Bodenmais.

26.
In Strömen fließt der Männerschweiß,
wir jodeln los in Bodenmais.

27.
Mal bin ich laut, mal lieber leis`,
am ruhigsten ist`s in Bodenmais.

28.
Der Schiri zeigt den Platzverweis,
und aus ist`s hier in Bodenmais.

29.
Horst Tappert sucht noch den Beweis,
der Täter kommt aus Bodenmais.

30.
Wer Bohnen isst und danach scheißt,
macht auf den Boden Scheiße meist.

31.
Schmeckt auch der Mais nach Bohnenreis,
dann ist er meist aus Bodenmais.

32.
Zement und Wasser wird zu Speiß,
Dreck und Knödel: Bodenmais.

33.
Wenn Dich der Sturm zu Boden reißt,
wird Herbst es auch in Bodenmais.

34.
Wer sich selbst in die Hosen scheißt,
den wickelt man in Bodenmais.
Angesichts anhaltender Erwachensbekundungen der arabischen Welt, die wohl niemand in dieser rasanten Form erwartet hat – sonst hätte der Westen die spontan so frag- wie unwürdigen dastehenden Diktatoren wohl schon aus Imagegründen und dem nun offenbarten Gesichtsverlust schon eher fallen lassen – muss sich die Europäische Union, mitsamt ihrer Mitgliedsstaaten (von der EU-Außenbeauftragten Ashton sei an dieser Stelle ob der Belanglosigkeit ihres Amtes bewusst keine Rede, schon gar nicht von den verblassenden US von A) die Frage gefallen lassen, wie oft sie noch zu spät kommen möchte in Sachen politischer Glaubwürdigkeit.

Dass sie das Leben noch nicht bestraft hat ist bislang reiner Zufall und der gesellschaftlichen Ferne des lodernden Flächenbrandes geschuldet, immerhin handelt es sich bei den Erwachenden um die ohnehin unverstehbaren Völker des Islams. Wann ist der Zeitpunkt gekommen an dem die westliche Bevölkerung – von den Politikern verspreche ich mir hier wie gewohnt  wenig Weitsicht – erkennt, dass man unmenschliche Regime auch dann verdammen muss, wenn sie noch fest im Sattel sitzen? Dass man Diktatoren nicht pampern darf, auch wenn sie auf einer Ölquelle hocken und teuren Rotwein trinkend gebildeten Anstand heucheln. Dass man andere Menschen auch dann nicht im Stich lassen darf, wenn das eigene Benzin dann teurer wird.

Es ist an der Zeit, unsere Macht über unsere Regierungen – die wir haben – auch auszuüben, damit diese endlich so handeln wie freie Menschen es tun sollten.

Weil sie es wollen – weil sie es können.

Die Verleihung der Doktorwürde -

zum einen klingt`s schon nach Konjunktiv, zum anderen muss man alles Geliehene irgendwann zurückgeben.

Muss es denn immer Kaviar sein? Nö. Aber schön ist`s schon. Und so braucht auch ein adeliger Krösus den Doktor-Titel wie die Sahne ihre Haube. Ob er den nun besitzt oder nicht schert letztendlich nur sein Ego und das besitzlose Gesindel, welches, devotes Wahlvolk abgebend, zu ihrer sinnstiftenden Lichtgestalt aufschaut, als lodere in der Bayowarischen Union das C plötzlich heller als die beiden anderen Buchstaben. Als wäre der – womöglich heilige – Geist, dem Phoenix gleich, emporgestiegen und hätte diesen faltenfrei gebügelten Körper mitsamt seines Matthäus-Antlitzes bezogen, wie der Papst den heiligen Stuhl oder der Investment-Banker sein neues Penthouse.

Fakt ist: er hat seinen Doktor gemacht.
Gut, es ist vielleicht enttäuschend, dass er es wie jeder andere auch gemacht hat, mit Kopieren und Abschreiben. Das ist aber eben auch so egal wie die Eingangs erwähnte Sinnlosigkeit dieser Tatsache an sich. Während die nun so gewöhnlich vor den Kopf Gestoßenen, zumeist genetisch determinierten Stammwähler zu Recht den Verrat des Erlösungsversprechens durch das profane Beweinen müssten – würden sie nicht durch die Reststrahlkraft noch immer ausreichend ihrer politischen Sehkraft beraubt – müsste die versammelte Opposition in dem das ganze Jahr über Namenstag feiernden K. T. doch spätestens jetzt einen der ihren erkennen: den Menschen mit Fehlern, Makeln und Haargel-Schaden.

Doch weil eben jeder die ihm zugedachte Rolle zu spielen hat und dieses Los auch dankbar annimmt, fordern die Linken nun alle erwartungsgemäß seinen Rücktritt – für eine ebensolche Randnotiz, wie jene, die er scheinbar vergessen zu haben vergessen wollte – wählen ihn Rechten in den nächsten 40 Jahren treu ergeben, wie ein geprügelter Hund die Hand des Herrchens leckt und wird K.T. unweigerlich Kanzler.

Mit oder ohne Doktor.





Exklusiver Gast-Kommentar von Konsonaut:
18. Februar 2011


Es gibt noch Dinge im Leben, die man nicht kaufen kann. Oder?

Aber es gibt Dinge, die man sich erschleichen kann, kopieren. Unter falscher Flagge. Oder man kann sich einfach mit fremden Federn schmücken und diese dann genetisch manipulieren, sodass ein jedweder glauben muss, sie seien aus dem eigenen Blute gewachsen. Es grenzt an eine nicht zu fassende Erbärmlichkeit, wenn es denn auffliegt. 

Doch eines geht immer: Abstreiten. Im Zweifel doch wohl für den Angeklagten. Auch wenn dieser eine zweifelhaften Schein des Heiligen trägt. Wenn er doch nur Gutes will, wie sein Name ja schon fast sagt? Traurig. Eine Träne für die Gutgläubigkeit der Wählerschaft, eine Träne für das eigene Erwachen aus der vorgegaukelten heilen Welt. Aus dem Koma erwacht, die blaue Pille geschluckt. Der Heilige verliert seinen Schein und zurück bleibt die Erkenntnis, dass der Mensch ein Mensch ist und bleibt. Auch ein zu Guttenberg, der nun seine Federn unter fremden Mikroskopen sieht und weiß, dass er nun auch die Hose runterziehen muss beim Kacken.



Konsonaut, auf Twitter unter @Konsonaut 
Was denken wir eigentlich von uns selber, dass wir zu denken im Stande sind?
Glauben wir ernsthaft, dass unser Denken unser Handeln derart beeinflusst, gar steuert, dass wir es in Gänze in der Hand hätten? Unser Handeln? Unser Leben?

Und vor Allem: Denken wir, dass wir es glauben oder umgekehrt? Leben wir unseren Glauben oder unser Denken? Oder leben die beiden uns? Was ist mit Erlebnissen und Gefühlen, an die wir weder geglaubt noch die wir jemals erdacht hätten? Die beiden Schlingel lenken unser Leben doch weit mehr als wir denken.

Daran kann man übrigens glauben.
Twitteridoot by Markus G. Sänger on Prezi
Meine Meinung zu banaler Musik und der Macht der Banalität?
Bitte sehr. Viel Spaß beim verinnerlichen. Das ganze gibt`s auch noch hier als Power Point: http://www.derherrgott.de/goethes-geballte-faust/
An allen Ecken höre ich sie jubillieren und ausrasten:

"Ein Foto mit dem Hiiiipstamatic-App!"
Und dann kollabieren sie auch schon vor Geilheit!

Und ich kann dem sich selber als elitär empfindenden Mehrheits-Mob einfach nur noch zustimmen ...

"Ja genau, so was kann nämlich kein anderes Smartphone, das geht ausschließlich und wirklich NUR mit einem Drecks... verzeih` iPhone. Weil das ist nämlich so, das iPhone ist ein ganz besonderes Telef ... neiiiin, doch kein Telefon, es ist ein Wunder, ein Wuuuunder, eine Gabe, eine Ikone, von Gott ... ähm Jobs gesandt, uns zu beglücken, uns zu verzaubern, uns zu zeigen, dass man Dinge begehren kann von denen man zuvor noch nicht einmal wusste, dass man durch ihren Konsum glücklich werden kann ohne vorher unglücklich gewesen zu sein. Das iPhone schließt die Lücke zwischen Scheiße und Kacke, zwischen Nichts und Garnichts, zwischen i und Phone eben. Und dafür sollten ... MÜSSEN wir dankbar sein. Immerhin hätte der Sack, der Jobs meine ich uns dieses - nun wirklich zu einem fairen Preis gehandelte - Geschenk ja vorenthalten und es einfach für sich selbst behalten sollen, äh können. Aber nein, der Mann ist einfach zu Gott, äh zu gut für diese Welt und gibt sein letztes Hemd für uns. Jetzt mal dahingestellt, dass die Welt seine abgetragenen Leibchen  nicht braucht ... also, singen wir ein Lied des Lobes auf den Hohepriester der Magie, auf den Zauberlehrling der Technik, auf den Verführer der Devoten, auf den Seilchendreher der Hüpfwilligen, bauen wir ein Spalier aus leuchtenden iPhones und lassen ihn ableben, äh hochleben ... den Mann der all dies erst ermöglich hat: Adol ... ach nee, Mao Tse... öhm, nein, der andere, also ein Hoch auf Ratzing... nein auf Dieter Bo ... Mensch die sind sich alle so ähnlich, diese Kapereles ... also auf den Typen der die Menschheit versklavt. DANKE Steffan Beruf!"
*ausspuck*

Wahrscheinlich bin ich ungerecht.
Wir sind eine merkwürdige Generation.

Wir sind die Generation, die der ganzen Welt die genial bis grenzdebilen 80er in Endlosschleife aufdrängt.
Wir sind die Generation, die die reaktionären Ü30-Parties etabliert hat, und die Ü40-Parties und hassenswerterweise immer so weiter.
Wir sind die Generation, die ewig jung bleiben wird.
Wir sind die Generation, die nicht duldet, dass die nächste Generation eine eigene Kontur gewinnt.
Wir sind die Generation, die Apple groß gemacht hat.
Wir sind die Generation, die Apple auch wieder zu Grunde richtet.
Wir sind die Generation, die konservatives und autonomes Dasein vereint.
Wir sind diejenigen, die Bohlen, Pur und Raab hervorgebracht haben und nach wie vor doch irgendwie gut finden.
Wir sind die Generation, die sich ständig selber sucht und niemals finden wird.
Wir sind die Generation die mit 15 Converse getragen hat.
Und das auch noch mit 30 tat.
Und auch mit 40 tut.
Und mit 50 tun wird ... und 60 ... und ...
Wir sind die erste Generation, die das Internet als Gott gegeben begreift.
Wir sind die Generation, die das ererbte Selbstbewusstsein eines gemachten Nestes durch das ganze Leben bringt.
Wir sind die Generation, die mit Helmut Kohl als Flatrate-Kanzler aufgewachsen ist.
Wir sind die Generation, die überhaupt erst die Flatrate erfunden hat.
Wir sind die Generation, die mit der Angst vor einem Atomkrieg aufgewachsen ist, ihr spätpubertäres politisches Engagement in den 90ern kurz an der Garderobe abgegeben und in den späten 00ern wiedergefunden hat.
Wir sind die Generation, die Pacman noch beim Vornamen nannte.
Und natürlich sind wir die Generation, die weiß was das Kürzel C64 bedeutet und noch heute sicher ist dabei gewesen zu sein, als sich die Technik des Menschen bemächtigte.
Wir sind die Generation, die sich genau erinnern kann, was sie zur Zeit der Veröffentlichung von "Nevermind" getan hat und Nirvana für uneingeschränkt brilliant hält. Eben weil sie einfach dabei war.
Wir sind die Generation, die sich über Generationen schlichtweg keine Gedanken macht, weil wir Altern ohnehin ignorieren.

Wir sind im Prinzip unerträglich - und ich möchte immer noch nicht dazu gehören.
Aber was bleibt mir übrig?
Wiederlich werd weder Licht noch wider Willen wieder lichtes Interesse an den hellichten Tag legt. Widerlegbar was weder Anliegen noch Legeware belegter Warenlage ist. Anwidernd was wieder und wieder zu wider geht, entweder aus Widerstand oder Wiedergutmachung.

Beides hat sein Für und Wider!
Eigenartig.

Je mehr Eigenes ein jeder entfaltet
- aufdeckt -
je eigener er oder sie (in seltenen Fällen auch es) sich entwickelt,
je egozentrischer ein Subjekt die Maschen des Kreises enger um sein selbst webt,
sich also auf seinen unikaten Eigensinn besinnt, und dergestalt Stück für Stück in eigenmächtigem Ermessen zu sich selbst findet,
um so weniger wird er, sie, es mit Verständnis rechnen können,
um so sicherer wird er, sie, es als eigenartig empfunden werden.

Was er ja auch ist.

Eigenartig.
Wann immer Dir ein von Berufs wegen Berufener sein Wissen als Deine Meinung verkaufen will,
erschieß` ihn.

Wenn auch nur im Geiste.