*limitiert bedeutet, es gibt nur so lange Exemplare dieses
Shirts, wie genügend Stoff da ist, um Spreadshirt damit zu beliefern. Außerdem
ist es äußerst limitiert, was die Öffnungen für die Arme angeht - derlei gibt
es lediglich 2. Tintenfische sind hiermit schon einmal vom Tragen
ausgeschlossen. Wenn das keine Limitierung ist.
Posts mit dem Label rock werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Und das ist wahrscheinlich auch der Kern von "Genosha". Die zehn Songs, die derzeit im Hagener Goldsound-Studio entstehen, sind wesentlich roher, lebendiger, drängender, als die meisten Porter-Songs zuvor. Würde man diesen Songs ein cleanes, glattgebügelte High-End-Klangbild geben, man würde sie ihrer Seele berauben. Wir haben nicht lange mit unseren großartigen Produzenten Lars und Massimo (ja, auch solche "Musiker") oder auch Martin vom Goldsound (zum Glück ein Schlagzeuger) über die Ausrichtung der Songs, und den Sound den sie benötigen, reden müssen. Wenn man die Riffs hört, weiß man sofort, dass muss pulsieren, das muss atmen, das will nach vorne gehen.
Inhaltlich, textlich baut Genosha natürlich auf dem, bereits klare Stellung beziehenden, Wolkenstein auf, geht aber weiter, wird dringender. Die Zeiten lassen eine unklare Haltung nicht mehr zu. Und so ist Genosha vielleicht der saure Bruder von Wolkenstein, der aufrecht aber mit geballter Faust im Raum steht. Nicht verbittert, aber entschlossen.
Ich lies ja bereits die ein oder andere Musikerplattitüde heraus, als ich sagte, das neue Album würde "das beste Album werden, dass wir jemals gemacht haben" (stimmt ja auch). Jetzt setze ich noch einen drauf und sage: Die Aufnehmen zu Genosha lassen mich das erste mal sicher sein, dass wir auf einer Platte exakt so klingen werden, wie wir klingen wollen.
Das Verdienst hierbei geht nicht zuletzt auf das Konto unserer drei Studiozauberer, die uns genau den Sound bescheren, der Genosha verlangt:
und der ist vielleicht auch "so`n Bisschen asi".
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Es ist wieder aufgetaucht, das 1993er LUZIFER SAM Demo-Tape "A FAILED EFFORT TO PUTSCH" mit den vier Songs "Time And Again", "Alice Dee", "Dark Substance" und "Disfigured Age". Alle Songs fanden 1995 neu aufgenommen mit unserem Produzenten Axel Ritt den Weg auf unser erstes Studio-Album "ALICE DEE", welches dann bei Humbucker Music/Semaphore erschien.
Die A-Seite des Demo-Tapes haben wir im Sommer 1993 bei ziemlicher Hitze in den Hagener Banana-Studios aufgenommen, produziert hat uns damals der Studio-Chef Haan Plattke. Die Songs "Dark Substance" und "Disfigured Age" waren Reaktionen auf die damaligen fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Deutschland und nahmen thematisch ein wenig die spätere textliche Ausrichtung von PORTER vorweg.
Die Songs des ersten Demos waren im Grunde bereits die Blaupause für den Sound und das Songwriting der ersten Hälfte unseres Bestehens. Die frühen Jahre eben. Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Demo "SHIVER" von 1994. Hier war LUZIFER SAM noch ein Quartett, da Till erst 1994 zu uns stieß und Holger vom Bass befreite.
Ich liebe diese Songs nach wie vor, auch jenseits von Sentimentalität, für ihren Eigensinn und den latenten Hang zum Wahnsinn. Wir hatten noch nicht das professionelle Gespür für Songwriting oder eine Form, wie wir zu klingen haben, sondern haben einfach gemacht. Im Grunde wussten wir damals immer nur, was wir nicht wollen - daran hat sich im Grunde bis heute nicht viel geändert.
Nach den wirklichen Anfängen im Keller meiner Eltern mit VANISHING LINE (bereits mit Holger, unserem späteren LS-Sänger) und den für meine musikalische Entwicklung absolut essenziellen FRIDAY IS SCRAPPED, war LUZIFER SAM die Band, die mir gezeigt hat, dass ein Leben ohne aktives Musikmachen keine Option ist. Dabei hilt einem allerdings auch extrem, wenn man Freunde um sich hat, die das genau so sehen.
Ich darf nun bereits seit über 25 Jahren Musik mit Lars und Frank machen, das alleine ist schon bemerkenswert. Und dass wir es heute immer noch so engagiert und mit Herzblut machen, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst unserer gemeinsamen Zeit mit LUZIFERS AM in den 90ern.
LUZIFER SAM - die Demos – JETZT AUF SOUNDCLOUD ANHÖREN:
Außerdem erschienen und bei Spotify zu hören:
Die CDs "Alice Dee" (1995) und "Luzidity" (1997) bei Humbucker Music/Semaphore.
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Weitere Artikel zu LUZIFER SAM:
LUZIFER SAM - die Chronik, Teil I
Wikipedia
Die CDs "Alice Dee" (1995) und "Luzidity" (1997) bei Humbucker Music/Semaphore.
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Weitere Artikel zu LUZIFER SAM:
LUZIFER SAM - die Chronik, Teil I
Wikipedia
Die Empfindsamen, die Aufrechten, die Denkenden, die Kreativen und die Wütenden - unterschiedlich in Stilmittel, Intensität oder Ausdruck. Aber sie alle eint, dass sie auf der richtigen, weil menschlichen Seite stehen (und die ist dieser Tage nicht die rechte Seite).
Sie alle eint, dass sie ihre Kunst nicht um der Kunst willen machen und schon gar nicht für Reichtum.
Sie alle eint, dass sie Stellung beziehen - etwas das dieser Tage jeder von uns tun kann, tun muss, um nicht eines Tages wie der berühmte Ochs vorm Berg zu stehen, wenn einen die Kinder danach fragen: "Warum habt Ihr nichts gemacht?"
Es gibt derzeit so unsagbar viele großartige deutsche Bands, die mit Herzblut bei der Sache sind
und etwas zu sagen haben. Und Ihr hört allen Ernstes Helene Fischer und 50 Cent?
Ich verneige mich vor der Wortgewalt der Subkultur (wenn Ihr mögt, hört rein):
Adam Angst "Splitter von Granaten"
Putin rennt durch Wälder und killt Bären zum Vergnügen
und gibt grünes Licht, um Homosexuelle zu verprügeln.
Gesetze werden über Nacht erlassen und diktiert,
doch die NPD zu verbieten ist sehr kompliziert.
Gesetze werden über Nacht erlassen und diktiert,
doch die NPD zu verbieten ist sehr kompliziert.
GWLT "Die Grundmauern der Furcht"
Oder kein Ausweis, eine Gefahr. Er passt nicht rein, in den
reinlichen Staat, passt nicht rein, nicht in das was ich mag soll er heim, auch
wenn es keines gibt, Fucker schieb ab! Weil es bevor du hier warst noch keinen
Krieg gab. Ich glaub alles was der Stammtisch sagt.
Sie haben uns aufgeteilt in Länder, in Klassen und Kulturen.
Jetzt kämpfen wir gegeneinander und wissen nicht, wofür.
So lang wir weiter glauben, dass wir verschieden sind, bleiben wir ihre Sklaven.
Wir brauchen diese Schutzhaft nicht.
Jetzt kämpfen wir gegeneinander und wissen nicht, wofür.
So lang wir weiter glauben, dass wir verschieden sind, bleiben wir ihre Sklaven.
Wir brauchen diese Schutzhaft nicht.
Und die schlimmste Frage von allen:
Dürfen die das? Sich einfach so vermehren?
Ihr Weltbild etablier`n? Unterm imaginären Hakenkreuz? Und die andere Frage: Willst Du die Welt den Wixern überlassen? Bist Du jetzt bereit? Ich frag Dich: Bist du jetzt bereit?
Dürfen die das? Sich einfach so vermehren?
Ihr Weltbild etablier`n? Unterm imaginären Hakenkreuz? Und die andere Frage: Willst Du die Welt den Wixern überlassen? Bist Du jetzt bereit? Ich frag Dich: Bist du jetzt bereit?
Weißt du es sind Leichen
Stehen rum und frieren
Viele sind gespalten
Teile gibts nicht mehr
Glaub nicht an die Menschen
Arme oder Reich
Die meisten sind Verlierer
Sie können nicht dafür
Stehen rum und frieren
Viele sind gespalten
Teile gibts nicht mehr
Glaub nicht an die Menschen
Arme oder Reich
Die meisten sind Verlierer
Sie können nicht dafür
Hat alles vorher nichts gebracht?
Dann zieh Dich hoch am Fahnenmast.
Woanders hat's auch funktioniert,
Frankfurter Klöpse, unrasiert.
Wald und Wiesen, Berg und Tal,
Allen vier seid ihr egal.
Weil Dummheit dann gefährlich ist,
Wenn sie für Dich von Heimat spricht.
Dann zieh Dich hoch am Fahnenmast.
Woanders hat's auch funktioniert,
Frankfurter Klöpse, unrasiert.
Wald und Wiesen, Berg und Tal,
Allen vier seid ihr egal.
Weil Dummheit dann gefährlich ist,
Wenn sie für Dich von Heimat spricht.
Frei zu sein bedeutet, Freiheit zu schenken. Die Beine nie zu
schwer, um auch dafür zu kämpfen. Frei zu sein bedeutet, Freiheit zu schenken.
Kein Kopf in den Sand, kein Stolz keinem Land. Bleibt stehen, trotzt der
braunen Pest um Kopf und Kragen. Wer, wenn denn nicht wir?
Es gibt einen Weg zu gehen, und der heißt: Niemals dran vorbei.
Wir sind uns einig, dass ich euch hier keinen Meter weichen werde. Auf zwei von
denen kommen zehn von uns.
Und dann schielt Ihr mal weder auf meine Hand
Und ich soll mit Euch geh`n
Was Ihr wirklich glaubt, was Ihr wirklich denkt,
Ha`m wir in Dessau geseh`n.
PORTER - die seit 2001 bestehende Kult-Alternativerockband aus Witten, Dortmund und Essen - holt aus zum nächsten Kapitel. Nach 4 selbst produzierten EPs und dem Überraschungsalbum "WOLKENSTEIN" von 2013, folgt 2016 der nächste Streich, der auf den Namen - Katze komm aus dem Sack - "GENOSHA" hören wird. Ein professionelles Album einer Band wie PORTER - VON Musikfans FÜR Musikfans - kann heutzutage nur via Crowdfunding funktionieren. Unser Traum liegt einmal mehr in Euren Händen.
Die Songs von PORTER vereinen musikalisch-melodiöse Melancholien mit harten Riffs und textlicher Wut zu einem expressiven Statement gegen jegliches totalitäre Gedankengut, und werden mit ihren teils hymnischen Refrains zu einem Fanal für Demokratie und Freiheit. In Zeiten, da diese allzu oft der vorgeschobenen Sicherheit geopfert wird, werfen PORTER hier die Frage auf, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.
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Anhören:
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FOTO: Jürgen Bürgin | www.juergenbuergin.com | DANKE
So isses! Heute vor genau 404 TAGEN haben wir - #PORTER - unseren bislang letzten Gig gespielt, um uns hernach für beinahe ein ganzes Jahr in einem alpenseits gelegenen Kloster bei selbst gebrautem Bier und handgezupftem Brot zur inneren Besinnung zurück zu ziehen, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt außer Internet, Fernsehen, Radio, diversen globalgalaktischen Reisen, Telefon, Besuchern und der ein oder anderen Butterfahrt.
Daher wird es morgen - am 16.5.2015 - höchste Zeit, die wiedergefundene innere Unruhe beim "Metal For Mercy On Stage" im Wittener TREFF an der WerkStadt nach außen, und damit in Eure wimmernden Ohren zu tragen.
Wir würden uns überschwenglichen Freuden ergeben, wenn Ihr uns gar zahlreich mit Eurer Anwesenkeit und Aufmerksamheit begegnen würdet.
Ab 19 Uhr geht`s los!
Alle Infos zum Gig und zur Location gibt`s hier.
Ich schrob hier bereits vor vier Jahren, genau am 26. März 2011, zu Zeiten der Veröffentlichung der "Laut/Leise"-EP "DAMOCLES" über meine wunderbare Kapelle PORTER. Damals bezeichnete ich mich als positiv besessen und war überglücklich, dass ich ein Teil dieses seltsamen Gebildes sein durfte.
Heute, im April 2015, ist es an der Zeit, die Vergegenwärtigung dieses Glück einmal mehr aufzufrischen. Auch Revuen müssen passiert werden wie Tomaten. Nachdem wir 2012 ein äußerst erfolgreiches Crowdfunding hingelegt hatten, waren wir 2013 in der Lage, nach über 10 Jahren des Bestehens dieses Aggregatzustandes namens PORTER, also 4 veröffentlichter EPs, unzähliger Konzerte und tausender absolut geiler Momente endlich unser erstes vollwertiges Album "WOLKENSTEIN" aufzunehmen.
Allesamt musikalisch auch vor PORTER nicht unbeleckt und durchaus - ich zitiere Danny Glover alias Roger Murthaugh in Letheal Weapon - "schon zu alt für diesen Scheiß", starteten wir mit "WOLKENSTEIN" so eine Art zweiten Frühling. Der Elan war zurück, den Arsch hoch zu kriegen, die Ideen für geile Songs flogen uns plötzlich wieder sogar unter Zeitdruck zu und mit dem Umzug in unser ehemaliges Stammstudio als ständigen Proberaum machten wir einen verdammt wichtigen Schritt hin zu einer lebenswerten, gemütlichen und kreativen Homebase im Herzen des Dortmunder Nordens.
Alles war schön, alles war gut. Dann, kurz nach einem Akustik-Gig im April 2014, traf uns ein sehr persönliches Ereignis wie aus heiterem Himmel und schoss uns erst einmal aus allen Umlaufbahnen, alles was war, alles was wir hatten war plötzlich egal, alles was wir als wichtig empfanden, war genau das aus gutem Grund eben nicht mehr.
Wir haben auf unseren CDs immer schon den Verweis gehabt, dass PORTER Christian Schwarz, Lars Daum, Frank Stewen, Volker Fabiunke und Markus G. Sänger sind, waren und immer sein werden. Und auch ohne dass wir diese berühmten fünf Band-Freunde sind, ist es doch immer klar gewesen, dass diese Band in dem Moment aufhören würde zu existieren, da einer von uns - egal wer - nicht mehr dabei ist. Da spielt es keine Rolle, ob höhere Gewalt im Spiel ist und ein Fünftel auch ohne seinen Willen plötzlich weg wäre.
Die Wahrheit dieses Statements hat sich uns allen im letzten Jahr schmerzhaft gezeigt. Es stand kurz vor knapp, dass diese Band aufgrund der Ereignisse Geschichte gewesen wäre. Machen wir es kurz - es ist nicht so gekommen, und das ist alleine der Kraft eines Menschen geschuldet, der in diesem Jahr mehr Eier bewiesen hat, als es nötig sein sollte.
Wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass wir nicht unbedingt jedes Jahr 50 Gigs mehr spielen müssen, um das was uns bewegt, das was wir so lieben leben zu lassen. Wir müssen uns nicht beweisen, dass das, was wir da haben gut, sehr gut ist. Viel zu viele, im Grunde sogar die meisten von den Musikern, den Bands, die einmal mit uns angefangen haben, gibt es heute nur noch als Erinnerung. Wir hingegen haben irgendwann beschlossen, dass es uns aus einem guten Grund gibt. Und dieser Grund sind wir fünf. Dieser Grund sind die Songs, die uns zufliegen. Dieser Grund sind die Menschen, denen diese Songs etwas bedeuten.
Etwas, das es für uns besonders wertvoll macht ist, dass wir lebendig sind. Wir sind relativ klein, wir sind relativ unbekannt, wir sind definitiv Underground. Wir sind aber im Gegensatz dazu auch völlig (!) unabhängig, wir sind auch stolz, wir sind vor allem allesamt Fans von guter Musik, und wir sind damit in erster Linie künstlerisch eins: glücklich! Und wir haben Bock!
Das letzte Jahr hat einfach mal wieder gezeigt, dass nichts, nichts, nichts, nichts, nichts, wirklich planbar ist. Im Grunde eine dieser schmerzhaften, aber heilsamen Lektionen, die einem wieder zeigen, was wichtig ist. Wenn dies denn nötig wäre. Denn wir wissen was uns wichtig ist. Aber im Vergleich zu dem was Menschen zustoßen kann, ist diese Band, so sehr ich sie auch liebe, eben einfach scheißegal.
Und so stehen wir hier - April 2015 - und werden am 16. Mai unser erstes Konzert seit über einem Jahr spielen. Und es fühlt sich so unsagbar gut und richtig und - jetzt zitiere ich sogar Frau Merkel - alternativlos an.
Im Grunde wollte ich hier nur einmal mehr sagen: danke! Danke, dass ich dieses Glück habe, Teil dieser Band zu sein!
Und ja: wir sind jetzt unsterblich, denke ich. Wir werden so lange da sein, wie es sein soll. Und es war jeden Meter, jede Sekunde wert!
Ich - ganz persönlich - bin sehr glücklich!
Und obschon wir fünf unfassbar unterschiedliche Menschen sind, mit fünf unfassbar unterschiedlichen politischen Ansichten, musikalische unfassbar unterschiedlichen Geschmäckern - oder gerade deswegen (?) - will ich, dass wir noch ganz lange da sind, viele Meter, viele Sekunden!
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Hier noch ein Miniinterview mit Philipp Kersting für Radio Ennepe Ruhr anlässlich des Gigs im Treff an der WerkStadt am 16.6.2015
Heute, im April 2015, ist es an der Zeit, die Vergegenwärtigung dieses Glück einmal mehr aufzufrischen. Auch Revuen müssen passiert werden wie Tomaten. Nachdem wir 2012 ein äußerst erfolgreiches Crowdfunding hingelegt hatten, waren wir 2013 in der Lage, nach über 10 Jahren des Bestehens dieses Aggregatzustandes namens PORTER, also 4 veröffentlichter EPs, unzähliger Konzerte und tausender absolut geiler Momente endlich unser erstes vollwertiges Album "WOLKENSTEIN" aufzunehmen.
Allesamt musikalisch auch vor PORTER nicht unbeleckt und durchaus - ich zitiere Danny Glover alias Roger Murthaugh in Letheal Weapon - "schon zu alt für diesen Scheiß", starteten wir mit "WOLKENSTEIN" so eine Art zweiten Frühling. Der Elan war zurück, den Arsch hoch zu kriegen, die Ideen für geile Songs flogen uns plötzlich wieder sogar unter Zeitdruck zu und mit dem Umzug in unser ehemaliges Stammstudio als ständigen Proberaum machten wir einen verdammt wichtigen Schritt hin zu einer lebenswerten, gemütlichen und kreativen Homebase im Herzen des Dortmunder Nordens.
Alles war schön, alles war gut. Dann, kurz nach einem Akustik-Gig im April 2014, traf uns ein sehr persönliches Ereignis wie aus heiterem Himmel und schoss uns erst einmal aus allen Umlaufbahnen, alles was war, alles was wir hatten war plötzlich egal, alles was wir als wichtig empfanden, war genau das aus gutem Grund eben nicht mehr.
Wir haben auf unseren CDs immer schon den Verweis gehabt, dass PORTER Christian Schwarz, Lars Daum, Frank Stewen, Volker Fabiunke und Markus G. Sänger sind, waren und immer sein werden. Und auch ohne dass wir diese berühmten fünf Band-Freunde sind, ist es doch immer klar gewesen, dass diese Band in dem Moment aufhören würde zu existieren, da einer von uns - egal wer - nicht mehr dabei ist. Da spielt es keine Rolle, ob höhere Gewalt im Spiel ist und ein Fünftel auch ohne seinen Willen plötzlich weg wäre.
Die Wahrheit dieses Statements hat sich uns allen im letzten Jahr schmerzhaft gezeigt. Es stand kurz vor knapp, dass diese Band aufgrund der Ereignisse Geschichte gewesen wäre. Machen wir es kurz - es ist nicht so gekommen, und das ist alleine der Kraft eines Menschen geschuldet, der in diesem Jahr mehr Eier bewiesen hat, als es nötig sein sollte.
Wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass wir nicht unbedingt jedes Jahr 50 Gigs mehr spielen müssen, um das was uns bewegt, das was wir so lieben leben zu lassen. Wir müssen uns nicht beweisen, dass das, was wir da haben gut, sehr gut ist. Viel zu viele, im Grunde sogar die meisten von den Musikern, den Bands, die einmal mit uns angefangen haben, gibt es heute nur noch als Erinnerung. Wir hingegen haben irgendwann beschlossen, dass es uns aus einem guten Grund gibt. Und dieser Grund sind wir fünf. Dieser Grund sind die Songs, die uns zufliegen. Dieser Grund sind die Menschen, denen diese Songs etwas bedeuten.
Etwas, das es für uns besonders wertvoll macht ist, dass wir lebendig sind. Wir sind relativ klein, wir sind relativ unbekannt, wir sind definitiv Underground. Wir sind aber im Gegensatz dazu auch völlig (!) unabhängig, wir sind auch stolz, wir sind vor allem allesamt Fans von guter Musik, und wir sind damit in erster Linie künstlerisch eins: glücklich! Und wir haben Bock!
Das letzte Jahr hat einfach mal wieder gezeigt, dass nichts, nichts, nichts, nichts, nichts, wirklich planbar ist. Im Grunde eine dieser schmerzhaften, aber heilsamen Lektionen, die einem wieder zeigen, was wichtig ist. Wenn dies denn nötig wäre. Denn wir wissen was uns wichtig ist. Aber im Vergleich zu dem was Menschen zustoßen kann, ist diese Band, so sehr ich sie auch liebe, eben einfach scheißegal.
Und so stehen wir hier - April 2015 - und werden am 16. Mai unser erstes Konzert seit über einem Jahr spielen. Und es fühlt sich so unsagbar gut und richtig und - jetzt zitiere ich sogar Frau Merkel - alternativlos an.
Im Grunde wollte ich hier nur einmal mehr sagen: danke! Danke, dass ich dieses Glück habe, Teil dieser Band zu sein!
Und ja: wir sind jetzt unsterblich, denke ich. Wir werden so lange da sein, wie es sein soll. Und es war jeden Meter, jede Sekunde wert!
Ich - ganz persönlich - bin sehr glücklich!
Und obschon wir fünf unfassbar unterschiedliche Menschen sind, mit fünf unfassbar unterschiedlichen politischen Ansichten, musikalische unfassbar unterschiedlichen Geschmäckern - oder gerade deswegen (?) - will ich, dass wir noch ganz lange da sind, viele Meter, viele Sekunden!
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Hier noch ein Miniinterview mit Philipp Kersting für Radio Ennepe Ruhr anlässlich des Gigs im Treff an der WerkStadt am 16.6.2015
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