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Ich habe diesen unsagbar schweren Job, bei dem ich nun bereits seit mehrere Wochen und Monaten für den Messeauftritt eines Kunden auf großartigste Bilder von sowohl rohem als auch zubereiteten Fleisch blicken darfmusskann.

Das alles hat natürlich unterschwellige Nebenwirkungen. Ich habe mich gestern einmal mehr dabei ertappt, dass ich nach Feierabend durch den Rewe schlich und – ohne es bewusst zu wollen – exakt jene Zutaten in mein Körbchen gleiten ließ, die mich befähigten, das den ganzen Tag bearbeitete Fotolia (!) Bild zu hause nach zu kochen.

Da wurde mir zwischen Fußballstream auf dem neben der Arbeitsfläche liegenden Tablet und Parieren des zuvor erworbenen Fleisches plötzlich klar, wie gefährlich mein Job ist. Was würde wohl passieren, wenn ich Werbung für einen Waffenhändler, Stützstrumpfhersteller oder Pur Platten verkaufenden Recordstore machen würde?

Panik befiel mich und ich konnte mich so gerade noch mit dem zufällig offen herum stehenden Wein vor einer Attacke schützen.

Ich kann nur jedem raten, lernt einen anständigen Beruf.



Sie kennen das. 

Morgens - voll des Hungers nach einem nicht eingenommenen Frühstück - halten Sie auf dem Weg zur Arbeit beim Bäcker und zwingen die freundliche Bäckersfrau unter Zuhilfenahme von Geld in einem Kraft raubenden Dialog, Ihnen ein Mettbrötchen zusammen zu basteln ("Mit Zwiebeln?" "Ja, gerne." "Mit Butter?" "Auch." "Salz und Pfeffer?" "Gerne." "Ei mit drauf?" "Ach Gott, wenn Sie schon mal fragen." "Zum Mitnehmen?" "Aber ganz sicher." "Haben Sie`s klein?" "Jetzt reicht`s aber"), legen es ob des restlos voll gemüllten Beifahrersitzes in den Fußraum des Wagens, parken ihn hernach in der Tiefgarage, um ihn vor dreisten Dieben zu verstecken, und versäumen es natürlich, ihre Beute mit ins Büro zu nehmen.

Als Sie, ihren Fehler bemerkend aber von akuter Lauffaulheit geplagt entscheiden, das Brötchen Brötchen sein zu lassen, um es dann des Mittags als adäquaten Snack zu verspeisen, denken Sie natürlich weder an die natürliche Ausbreitung der penetrant offensichtlichen Geruchsmelange aus frischen Zwiebeln und einer durchweichten Bäckerstüte in dem kleinen Raum, den der Wagen - natürlich ein Smart - zur Verfügung hält, noch an die Tatsache, dass Sie diesen glorreichen Plan bis mittags natürlich selbstverständlich komplett vergessen haben werden.

Sie steigen also nach einem langen Arbeitstag - mit einer kurzen Pause und einem unter Mithilfe des freundlichen, türkischen Pidebäckers erfolgreich bekämpften Hungererlebnisses ("Mit Knoblauch?" "Gerne." "Mit Schafskäse und ..." "Oh ja." "...Oliven?" "Jaja doch." "Scharf machen?" "Bitte?" "Scharf machen die Pide?" "Oh, ja sicher." "Zum Mitnehmen?" "Jup, ich hab`s klein."), in ihren Kleinwagen ein und fallen - direkt nach der freundlichen und beinahe akzentfreien Begrüßung durch Ihr vergessenes Mettbrötchen - um.

Kennen Sie das?



Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Werber und Beworbene, verehrte Arbeitgeber und Arbeitnehmende, geneigte Bloggererererererer, Twitterer und sonstig sozial Mediale.

Lenkt Euer Augenmerk doch bitte ein paar Sekunden auf mein Anliegen und helft mir gerne es weiter zu verbreiten. Ich habe mich da neulich arg in meiner Jobwahl vertan und orientiere mich nun definitiv neu.

Mit den vorzüglichsten Grüßen und dem von Herzen kommenden Dank für Eure Hilfe,
Euer Markus: http://einzugsermaechtigung.wordpress.com