Dieses Interview vom letzten Donnerstag, war die Inspiration, sich doch noch einmal kritisch mit dem Thema Crowdfunding auseinander zu setzen, auch wenn wir unser "Wolkenstein-Projekt" mit PORTER zur Finanzierung des gleichnamigen Albums, welches voraussichtlich im Frühling des nächsten Jahres erscheint, in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen haben.

Im Original erschienen am  SnowInSoho.de, nachzulesen Interview mit SnowInSoho.


Hintergrund

Am 10. Oktober 2012 halte ich im Rahmen einer cre8:thema Veranstaltung einen Vortrag über “Crowdfunding”. Im Zuge meiner Vorbereitungen habe ich mich mit Markus Sänger von der Band “Porter” über ihr “Wolkenstein”-Crowdfunding-Projekt bei startnext.de unterhalten.
Seit über 10 Jahren macht die Band “Porter” aus Dortmund nun schon charismatischen Alternative-Rock. Es gibt bislang 4 selbstproduzierte EPs voller Herzblut. Mit dem anstehenden neuen Album “Wolkenstein” möchte die Band endlich den verdienten Durchbruch schaffen.
Wer Porter noch nicht kennt, dem empfehle ich, mal in das Titelstück der EP Black Neural Symphony hineinzuhören…
Trotz guten, persönlichen Kontakten zu einem Studio und viel D.I.Y.-Engagement der Musiker kostet die Produktion eines Albums nun einmal Geld. Geld, dass die Fünf nicht komplett aufbringen konnten. Ebenso wenig gab es eine Plattenfirma, die mit einem großzügigen Vorschuss die Produktion des Silberlings ermöglicht. Was also tun?
Markus Sänger, der Schlagzeuger der Band, hat von einer Bekannten den Tipp bekommen, es doch mal mit der Crowdfunding-Plattform startnext zu versuchen.
Das Projekt, dass Markus daraufhin bei startnext anlegte, sollte 2.000 Euro zur ergänzenden Finanzierung der Produktions-, Mastering- und Presskosten des anstehenden Albums einsammeln -- und wurde erfolgreich abgeschlossen.
Mit Hilfe von 73 Supportern wurden insgesamt 2.166 Euro gesammelt.

Interview mit Markus Sänger, Schlagzeuger der Band “Porter”

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Markus, warum habt ihr euch ausgerechnet startnext und nicht beispielsweise Kickstarter oder Sellaband als Plattform für euer Projekt ausgesucht?
Nun, eine Bekannte von mir wies mich auf die Plattform hin. Ich habe mich dort ein wenig umgesehen und die Funktionen mit einigen anderen Plattformen verglichen. Letztlich war es wohl auch ausschlaggebend, dass sich der TV-Sender ARTE dort engagiert und mit seinem guten Namen dahintersteht. Das erschien mir vertrauenswürdig genug.
Außerdem hat sich die Plattform insbesondere bei den kreativen und kulturellen Projekten einen guten Ruf erarbeitet. Das war mir wichtig. Wenn du dann noch siehst, wie du dich selbst -- als Projekteigner -- nackig machen musst, um ein Konto bei der Fidor-Bank zur Abwicklung der Zahlungen einzurichten, dann hat das auch meine Sorgen beseitigt. Alles wirkt sehr professionell und seriös.
Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Welche Erfahrungen hinsichtlich der Bedienbarkeit der Plattform hast du gemacht?
Da ich selbst als öffentliches Wesen transparent auf den diversen Blogging-Plattformen im Netz unterwegs (z.B. ganz unprätentiös als @derherrgottbei Twitter) und dazu noch gelernter Grafiker bin, fiel es mir nicht schwer, mich zurechtzufinden. Die Plattform unterstützt einen mit allen gängigen Hilfsmitteln bei der Erstellung der Projektseite ohne dabei zu viele Funktionen bereit zu stellen. Ein kurzes Promovideo war auch schnell produziert.
Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Sind die über 2.000 Euro eigentlich wirklich von “echten” Unterstützern und Fans gekommen, oder habt ihr -- oder Verwandte und Freunde -- selbst nachgeholfen?
Im Ernst? Wir hätten als Band vielleicht selbst was rein gegeben, wenn kurz vor Projektende noch etwas aufzufüllen gewesen wäre. Aber zum Glück stellte sich die Frage ja nicht. Interessanterweise waren es weniger die uns bekannten Fans oder Freunde, die unser Projekt mit ihrem Geld förderten. Gut zwei Drittel der Unterstützer kamen aus den Reihen unserer virtuellen Kontakte. Dadurch, dass wir viele unserer Songs und Cover-Arts unter einer Creative Commons Lizenz kostenfrei zum Download anbieten und wir auch nicht Mitglied der GEMA sind, sind wir in diesem Fall von den Blogger- und Twitter-Communities als “Good Guys” super unterstützt worden. Das hat uns einen echten Energieschub gegeben -- und auch neue “Real Life”-Kontakte ermöglicht.
So begleitet Ulf, den ich via Twitter kennenlernte, uns inzwischen mit seiner Kamera. Er wird ein Film drehen über unser “Wolkenstein”-Projekt. Das ist etwas, worüber wir uns sehr freuen. Noch mehr freuen würden wir uns, wenn Ulf bei seinem Projekt -- welches auch via Crowdfunding finanziert werden soll, von euch allen mit unterstützt wird.
Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Glaubst du, dass Crowdfunding nur bei Musikern und Bands funktioniert?
Naja, Albumproduktionen von Musikern scheinen ganz gut zu funktionieren, Filmemacher haben es da sicher etwas schwerer. Wichtig ist, dass du Qualität und Engagement glaubhaft vermitteln kannst. Es wäre also gut, wenn potenzielle Geldgeber irgendwie einschätzen können, ob das Geld gut angelegt ist. Dabei spielt die Höhe der angelegten Summe gar keine große Rolle. Uns hat es auch hierbei sehr geholfen, dass wir unsere bisher produzierten Songs kostenfrei anbieten. So konnte jeder uns testen, bevor er sein Geld gab. Es ist also von Vorteil, wenn man schon etwas bekannter ist, schon eigene Fans hat und nicht mit dem Wunsch eines Debüt-Albums kommt. Ich stelle es mir sehr schwer vor, dann jemanden zu bewegen, Geld in den Hut zu legen.
Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Wenn ich meine eigenen Crowdfunding-Erfahrungen mit der Sängerin Kaye-Ree mal betrachte und dann höre, was du über euer Projekt zu sagen hast, dann stelle ich fest, dass Crowdfunding funktionieren kann, wenn du
  1. als Künstler auf eine bestehende Fanbase zurückgreifen kannst
  2. es gewohnt bist, für dich und deine Projekte auf allen möglichen Kanälen zu werben und
  3. am besten schon bestehendes Material vorlegen kannst, um deine Qualitäten zu zeigen
Wenn man dann mal genauer analysiert, woher die Besucherströme auf die Webseite der Crowdfunding-Plattformen gelangt, könnte man zu dem Schluss kommen, dass auch die Crowdfunding-Plattform einen nicht unerheblichen Benefit vom Künstler bekommt.
Warum? Wie meinst du das?
Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Nun ja, du darfst als Künstler die Plattform für die Abwicklung des Projektes nutzen, schickst aber selber -- aufgrund deiner Kontakte und deiner eigenen Reputation -- die Besucher auf die Plattform, die sich dort registrieren und ihr Geld lassen. Und an der Bereitstellung eines möglichst automatisierten Prozesses verdient der Crowdfunding-Anbieter so zwischen 5 und 10% der eingesetzten Gelder. Was bekommst du als Künstler für eine Gegenleistung?
Stimmt, jetzt wo du das sagst, fällt mir wieder ein, dass auch ich bei startnext angefragt habe, was man eigentlich tun müsste, um mal auf der Startseite des Portals angeteasert zu werden. Darauf habe ich leider bis heute keine Antwort bekommen.
Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Könntest du dir vorstellen, eine komplett eigene Lösung online anzubieten? Es gibt ja zum Beispiel wordpress Plugins wie Ignitiondeck, mit der du eine komplette Crowdfunding-Lösung out-of-the-box zur Integration in deinen Blog umsetzen kannst?
Ich bin mir nicht sicher. Es stimmt zwar, dass du als unbekannte Indie-Rockband wohl nur schwer Support über die Crowdfunding-Plattform bekommst, aber der gute Name der Plattform hilft dir sicher beim Sammeln des Geldes. Es ist ja auch eine Vertrauensfrage, die sich beim Fan stellt. Fließt das Geld in die richtigen Kanäle? Werden die richtigen Projekte unterstützt? Gibt es eine Art Kontrolle, dass sich Typen nicht nur einfach via Crowdfunding ihren nächsten Urlaub realisieren lassen? Bei all dem hilft dir sicher der Name und die Reputation der Plattform.
Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Alles in allem -- würdest du wieder eine Crowdfunding-Kampagne starten?
Ja sicher, warum nicht?

Nachklapper

Später, nach dem Interview war auf Twitter folgendes zu lesen:
dank eines Tipps von @ gerade ein sehr angenehmes Telefoninterview mit @ zum Crowdfunding Projekt Wolkenstein geführt
@snowinsoho
J. Wiese
@ Aber sehr gerne,ich fand`s auch sehr angenehm und vor allem sehr anregend.Den kritischen Blog schreibe ich definitiv @
@derherrgott
derherrgott
Ich bin gespannt und neugierig auf den Artikel, den Markus schreiben wird…
Wer sich über die Band “Porter” informieren möchte, macht das am besten unterporteronline.wordpress.com.
Songs herunterladen, hören, gut finden und das nächste Mal zum Konzert gehen -- bitte!
Wer meinen Vortrag über Crowdfunding im Rahmen des Themenabends von Cre8-Oldenburg hören oder am besten mit diskutieren möchte, ist herzlichst eingeladen, am 10. Oktober 2012 um 19 Uhr ins Cubes nach Oldenburg zu kommen.



Angeregt durch die famose Idee des WestSideBloggers Marcus Jüngling, der den Reinerlös seines aktuellen Buches “50 kleine Morde” einem (im Folgenden näher beschriebenen) lebensrettenden Projekt spendet, möchten auch wir unsere Kunst in den Dienst dieser guten Sache stellen und verkaufen ab sofort unsere aktuelle 7-Track-CD “Damocles” für den Kampfpreis von 5,- Euro. Abzüglich Porto geht jeder Cent davon an das Projekt “Aurela darf nicht sterben”, mit dem Ulf Hundeiker seit Wochen bereits versucht, das Leben der 1-jährigen Aurela zu retten, die an Blutkrebs erkrankt ist und dringend eine Operation benötigt.



Dieses Angebot gilt für maximal 50 CDs im hochwertigen Design-Package.



Bestellt jetzt unter saenger(at)derherrgott(punkt)de oder schickt uns eine Nachricht auf unserer Facebook-Seite. Nicht zögern, zum einen sind wir keine so schlechten Musiker, zum anderen gelobe ich hiermit, dass das Geld zu 100% an Ulfs Projekt fließt. Diesen Deal wird keiner bereuen!

Bitte retweetet, teilt, leitet weiter – dieses Projekt ist kein Spaß.

Eure PORTERs

Der Eintagsfliege Tag ging los - reaktionär mit einem Kloß
Im Halse steckend, ob der Bang - dass dieser Tag, würd nicht so lang
Sie hieb nun an, per Flügelschlag - determiniert auf diesen Tag
Dem Licht entgegen unumwunden - es blieben schließlich nur noch Stunden

Ihr Ziel war klar, doch was war dies - vor and'ren Fliegen war sie fies
Sie hatte hohe Kunst im Sinn - sie wollte mehr, "als was ich bin"
So tauchte sie den Rüssel tief - ins Tuschefässchen, das da schlief
Auf einem Blatt von Bütten plan - nun wollt' sie zeigen, was sie kann

Sie saugt und staut, sie zagt und doch - schießt Tinte aus dem Stachelloch
Ein feiner Strich bricht sich die Bahn - das Flieglein ist recht angetan
Von Formen und Struktur bestimmt - ist's was den Maler glücklich stimmt
Mit feucht facett'gen Augen merkt - der Künstler an: "dies ist mein Werk"

Wo Passpartouts und Rahmen dessen - was Kunst ist wären angemessen
Muss uns're Eintagsfliege seh'n - das Bild ist da, ich muss nun geh'n
Und biologisch brutalst möglich - macht die Natur, was ihr nur möglich
Sie schenkt dem Flieglein ihre Ruh' - und schließt dem Glück die Augen zu.


Gut dass Twitter nur 140 Zeichen zulässt ...
... ansonsten wäre uns wohl so manch eine Perle schlicht nicht in dieser Form erhalten geblieben.

Eine (meine) Kritik zum Buch

"50 kurze Tode" [Kindle Edition]

von Marcus Jüngling aka dem großartigen WestSideBlogger

50 kurze Tode

Wer diese 50 durchaus morbiden, aber immer unterhaltsamen, wie intelligenten Minigeschichten nicht in einem Stück durchliest, KANN wahrscheinlich gar nicht lesen. Der Autor verknüpft hier den typischen, dank Twitter etablierten Ansatz, in wenigen Worten für jede Geschichte eine eigene, kleine aber durchaus komplexe Welt aufzubauen, mit einer Unmenge an Phantasie. Was dem geneigten Leser ins Auge fallen wird, ist die überproportionale Anzahl an Leichen aus dem Umfeld von Bankern und sonstigen Yuppies. Somit begibt sich der großartige Autor auch noch mit einem halben Fuß auf politisches oder zumindest gesellschaftskritisches Terrain.

Was am Ende der kurzweiligen Lektüre bleibt ist der Hunger nach mehr. Nach noch mehr Morden, voller Fantasie und Intelligenz. Und bei der ein oder anderen Geschichte, wird sich wohl ein jeder Leser  ertappen, dass er dieses Gefühl, diesen Gedanken vielleicht schon einmal gehabt hat. Und man achtet in den Folgetagen des Buchgenusses doch arg auf das Verhalten seines direkten Umfeldes ...

Alle Daumen hoch, ein gezogener Hut und das freudige Zugaberufen eines Enthusiasmierten!


Wer mich kennt, mir auf Twitter, Blogger, Wordpress, Facebook oder sonstwo folgt, kann kaum übersehen haben, dass ich seit April heftigst für das "Wolkenstein"-Projekt meiner Band Porter getrommelt und geworben habe, welches inzwischen sehr zu unserer Freude erfolgreich finanziert ist.

Einer der ganz großen Unterstützer dieses Projektes hat nun selber ein Projekt gestartet. Jedoch kein schnödes Kulturprojekt sondern eines, was weit über die Wichtigkeit einer CD hinausgeht. Ulf Hundeiker, selber Blogger, Twitterer und äußerst engagierter Netzwerker, hat aus der Not ein Projekt ins Leben gerufen, welches unser aller Unterstützung verdient! Die Nichte einer Freundin von Ulf, mit Namen Aurela und gerade mal 1 Jahr alt, lebt im Kosovo und hat Leukämie, was in ihrem Fall ohne schnelltsmögliche Hilfe ein glattes Todesurteil ist.

Ich möchte in keinem Fall Eure Spendenbereitschaft und Eure Hilfe für unser "Wolkenstein"-Projekt schmälern oder als belanglos abtun. Aber das, was Ulf hier gerade anleiert und stemmt, ist an Wichtigkeit und Schwierigkeit um ein 1000faches heftiger.

Lassen wir ihn - und vor allem Aurela, mit ihren sehr jungen Eltern - nicht damit alleine!

Ulf hat nun innerhalb der letzten Tage und Wochen einen unfassbaren Kraftakt vollbracht und bereits so einiges bewegt. Nach extremen Enttäuschungen nach Nachfragen bei den sogenannten "Sozialen Organisationen" hat die Münstersche Zeitung Ulf ein Forum geboten, worauf sich bereits ein Industrieller aus Münster gemeldet und seine Hilfe angeboten hat. Ebenfalls haben bereits viele Einzelspender ihren Beitrag geleistet, um den Betrag zu erhöhen.

Laut Aussage des Uniklinikums Münster kann die Behandlung alles in allem jedoch durchaus 250.000 Euro kosten. Es gibt also noch viel, viel, viel zu tun. Die Zeit drängt jedoch und Hilfe ist JETZT von Nöten. Zeigen wir also alle zusammen jenen Organisationen, die Ulf auf seine Nachfrage nicht einmal geantwortet haben den virtuellen Stinkefinger und zeigen ihnen, dass uns das Leben eines Kindes nicht egal ist.   

Es geht nicht nur darum, Geld zu spenden, es geht auch darum eine möglichst breite Aufmerksamkeit für Aurelas Fall zu erreichen. Bloggt, twittert, facebookt was das Zeug hält. Wenn Ihr jemanden bei der Presse, sei es Radio, TV oder Zeitung, kennt, bittet ihn um Mithilfe, damit wir Ulf bestmöglich unterstützen können - das hier ist wichtig, ECHT wichtig!

Unter der folgenden Webadresse könnt Ihr die Details nachlesen, selber aktiv werden und den aktuellen Stand des Hilfsprojektes einsehen:

http://www.aurela-darf-nicht-sterben.de

Bitte teilt, retweetet, rebloggt so oft es geht.

Die Musik ist der Religion nicht ganz unähnlich – und doch komplett anders. Musik will Dich nicht bevormunden – Musik will  Dich befreien. Musik will nicht Deine ungeteilte Liebe – und bekommt sie am Ende doch. Musik erwartet nicht, dass Du Dein Leben nach Ihr ausrichtest – und doch schenkst Du Ihr Deine Seele. Musik will nicht Deinen Gehorsam – sie schärft Deinen Verstand, Deine Aufmerksamkeit, Deinen Widerstand, Deinen Enthusiasmus, Deine Hingabe.

Die Musik die all das in mir auslöst, und das ungeteilt zu jeder Zeit, in jeder Situation, in jeder Lebenslage, die mir ihre Energieschübe direkt ins Herz schießt, die mich zuverlässig aus jedem Tief herausholt oder die mir auch schon mal kräftig in den Arsch tritt, wenn ich mich in Selbstmitleid suhle ist ganz real, bodenständig, geerdet, voll von anarchistischer Wut, poetischer Wucht, wärmender Liebe, beißender Kritik, glühender Energie, ergreifender Schutzlosigkeit - schlicht von einer Ehrlichkeit, die, von einem Menschen zu verlangen, beinahe zu viel verlangt wäre. Diese Musik, die mich antreibt, mich inspiriert, die mir anstelle beschissener Produkt-Versprechen, wie etwa der stinkenden Red Bull-Flügel, verlässlich die Erhabenheit verleiht, das was ich tue, mit genau dem kleinen Bisschen mehr an Energie und Liebe zu tun, damit es besonders wird, diese Musik kommt von boysetsfire.

Und eben jenen zu Ehren pilgern wir am 9. August 2012 wieder alle nach Köln. Die einzige Angst, die sich vorab in mir auf den kleinen Hocker neben Sofas voller Vorfreude und grundgut gelaunter Stimmung setzt, gibt sich tumb dem befürchteten Dämpfer hin, dass ich schlicht zu viel erwarten könnte, von dieser im Jahre 2007 in großer Freundschaft und in herzzerreißenden Abschiedsshows aufgelösten Ausnahmeband, dessen unausweichliche Rückkehr nicht nur ich mit Erleichterung bejubelt habe. Vorweg: Die Angst was nicht nur unbegründet, die Angst war dumm – aber so ist es immer mit der Angst – sie ist dumm! Diese Band ist und bleibt ein Bollwerk des Hardcore, eine Institution des Wir-Gefühls. Das Sprachrohr inzwischen mehrerer Generationen von Freigeistern, von Menschen, die Politik nicht schlicht als Übel wahrnehmen, sondern, als eine Herausforderung begreifen, der es sich zu stellen gilt. Jeder auf seinem Gebiet, jeder wie er kann, nichts muss, aber alles, alles geht – und Du bist niemals alleine dabei! Du hast Verbündete. Und von diesen Verbündeten ist die Kölner Essigfabrik am diesem heutigen Abend bis zum Bersten gefüllt. Zunächst sogar unangenehm gefüllt.

Nichts gegen die Vorbands dieses Abends, wer wäre ich, diese abzukanzeln, zu vergleichen oder gar schlecht zu reden. Viel zu oft hat man Top-Acts erlebt, die den Bands, die für sie eröffnen entweder nur einen schrecklichen Sound zubilligen, oder sich sonstwie diesbezüglich als Ekel erweisen. Nicht so boysetsfire. Und das nicht nur, weil sie es nicht nötig haben, sondern viel mehr, weil es gegen alles ginge, für das diese Band steht. Aber Fakt ist leider auch: Gegen diese Band hat niemand wirklich eine Chance. So gesehen ist es eine Ehre, aber auch eine ebensolche Bürde, für sie zu eröffnen. An dieser Stelle also noch einmal einen großen Respekt an Red Tape Parade und Off With Their Heads.   

Als schließlich das BSF-Backdrop-Banner mit dem Slogan „While a nation sleeps“ über der Bühne thront, kann man die allgemeine Vorfreude bei wirklich jedem im Saal spüren. Übrigens sind die Leute hier – wie eigentlich bei allen Hardcore-Konzerten mal wieder einfach nur nett, kommunikativ und hilfsbereit – was sich nicht nur im kollektiven Abgeben einer im Tumult gefundenen Brille beim boysetsfire-Sänger Nathan Gray und dessen akribischer Suche nach dem Besitzer zeigte. An dieser Stelle einen unbekannten Gruß, an den halbnackten jungen Mann, der sich mit mir vor der Bühne verbrüdern wollte, die Augen tränennass vor Emotionalität beim finalen Ruf „Redemption`s all we need!“. Doch ich greife vor. Schon vor dem ersten Ton ist plötzlich alles klar. Ich habe keine Ahnung warum, aber jeglicher Zweifel zu viel zu erwarten, erstirbt und macht Platz für dieses wohlig-warme, aber angenehm aufgeregte Bauchgefühl, dass man verspürt, wenn man urplötzlich genau weiß, dass man jetzt genau, zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist. 

Und dann geht es nicht nur los, es wird entfesselt. Von der ersten Textzeile an, singen, schreien nahezu alle Anwesenden jedes einzelne Wort, das von der Bühne schallt, synchron und unfassbar textsicher zur, ob dieser Tatsache, sichtlich gerührten und enthusiastisch aufspielenden Band zurück – obwohl sie es eigentlich gewöhnt sein müssten. Das ganze Konzert ist von Anfang an eine Familienzusammenführung – man kennt sich nicht, aber fühlt sich zu Hause. Es ist ein Hochamt derjenigen, die nicht nur die unfassbare Energie der Band zu schätzen wissen, sondern, die jeder einzelnen Zeile den Respekt geben, die sie verdient. Sogar das vom Band eingespielte, pathetische Intro zu „Walk Astray“ wird derart laut und mit Leidenschaft mitgesungen, dass der 1000-köpfige Chor mit „I don`t wanna sing about freedom anymore“ jedes einzelne Haar auf dem Arm senkrecht zu Berge stehen lässt.  

Bei großen, bekannten Bands würde man wohl von einem Hitfeuerwerk reden. Aber bei dieser in unseren Herzen wahrhaft großen Band, ist schlicht jeder Song ein Höhepunkt voller Erinnerungen, voller Emotionen, voller Kampfgeist. Und das Schönste zwischen diesen so lieb gewonnenen Songs ist, dass sich die neuen hier nahtlos einreihen und sofort in die Familie aufgenommen werden, was vielleicht auch daran liegt, dass BSF die Lyrics zu „Bring Back The Fight“, „Until Nothing Remains“ und „Let It Go“ bereits als Download auf boysetsfire.org zur Verfügung stehen. Auch wenn ich nach wie vor nicht hinter das Geheimnis von Nathan Grays Stimme komme und warum dieser Mann nicht nach jedem Song für mehrere Wochen heiser ist, gibt es kaum einen schöneren Anlass, um angeschrien zu werden (und die Möglichkeit zurück zu brüllen), als die großartigen Kampfrufe „With your anger! - With your fucking rage!“ und das legendäre „Rise“. Und so könnte ich hier nahtlos an die hundert Gänsehautmomente aufzählen, die mich irgendwann nur noch debil grinsend in diesem Tumult stehen ließen, mir bewusst werdend, dass ich genau das hier nicht nur gerade jetzt, sondern für immer brauchen werde. Es ist eine Sucht, ein Sog, der einen niemals mehr loslassen wird, aber eben eine Sucht, die Dich nicht lähmt und tötet, sondern die Dir die positivste Energie Deines Lebens gibt und Dich spüren lässt, dass Du am leben bist.

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber für mich sind diese Songs – natürlich gerade live – das Lebenselexier, was mich auf der Stelle dazu ermuntert, kreativ zu werden, etwas zu erschaffen, auf das ich stolz sein kann, mich nicht in Selbstmitleid oder Agonie zu versenken, sondern nach vorne zu blicken und loszurennen! 

Und gleichzeitig bin ich an diesem Abend mal wieder unsagbar stolz auf diese Jungs, diese eine Band auf Augenhöhe, obwohl ich niemanden von ihnen privat kenne. Ja, das geht. Eine Band, die derart lange und auf so hohem Niveau ihr Herzblut in eine Sache steckt, die anderen soviel Mut macht, die ihre Kunst mit derart hochwertigen, wie poetischen, einfach mitreißenden Texten krönt, hat mehr als meinen Respekt verdient! Ich wünsche uns allen ein wundervolles, neues Album und ich wünsche boysetsfire, dass sie ihren Weg unbeirrt weitergehen, aber auch, dass sie weiterhin nicht zur Stadionband mutieren, denn an diesem Abend wird es wieder sehr deutlich: so schwer es mitunter ist an Bier zu kommen, und es – ohne die Hälfte über andere Menschen zu kippen – irgendwie zu trinken, so genial und wichtig ist diese schwüle Hitze, dieser enge, unfassbar laute Kessel für den Hardcore, eine der ehrlichsten Musikrichtungen überhaupt. Hier wird gearbeitet, schwer gearbeitet. Und das seitens der Band, als auch vom Publikum. Hier werden Energien zu gleichen Teilen ausgetauscht, es gibt kein „Ihr da oben – wir hier unten“, es gibt nur Menschen, die sich gegenseitig ihre Leidenschaft schenken. Und genau so will ich das haben! 

Wer so brennt wir BSF, wird niemals ausbrennen.
Für immer!   

Und hier gibt`s ein paar schicke Fotos vom Gig:
http://www.musicheadquarter.de/live/fotos/fotos-von-boysetsfire-tour-2012-am-09-08-in-der-essigfabrik-in-koeln/


An dieser Stelle möchte ich schlicht ein paar Blogposts rund um das WOLKENSTEIN-Projekt zur Übersicht meiner Alternative-Rockband PORTER zusammen tragen - für geneigte Leser, Fans und mich selbst.

Blogs und Artikel zum Wolkenstein-Projekt:

Wolkenstein-Projektseite:

Wolkenstein-Clips:

Web-Radio-Supporter:

Twitter-Stimmen:
http://topsy.com/s?q=%23wolkenstein&window=a

Tumblr-Stimmen:
http://www.tumblr.com/tagged/startnext

Die Porter Link-Sammlung:

Artikel zu Damocles:

Konzertreviews:
Allgemeine Links zu Crowdfunding:
http://www.crowdfunding-deutschland.de/

Vielleicht ist es ein Phänomen dieser Zeit, in der seltsamerweise so unendlich viele Superstars sein wollen. Vielleicht liegt es aber auch an der immens hohen Konkurrenz auf diesem Sektor mit seinen unzählbaren Subgenres und hermetischen Miniszenen. Die oftmals offen zur Schau gestellte Missgunst unter Bands, ist nicht hinwegzudiskutieren und fällt einem beim etwas näheren Hinsehen sofort auf. Kaum hat eine Band ein kleines Bisschen Erfolg oder es klappt schlicht einmal etwas – man bekommt den Gig bei diesem geilen Festival, der angesagte Internetradio-Sender spielt Deine Songs, die Lokalpresse macht ein ganzseitiges Special über Deine Band (mit Bild) – und sofort wird es Nörgler geben, die einem das Bisschen Früchteernten, wohlgemerkt nach harter Arbeit, nicht gönnen.

Wir sprechen hier – das bitte ich zu beachten – nicht von Bands, die beruflich Musik machen dürfen. Das was ich hier beschreibe fängt bei der Schülerband an und zieht sich durch alle Altersgruppen von Musikern. Mag sein, dass es damit zusammenhängt, dass sich jeder Musiker ohnehin in irgendeiner Art verkannt fühlt, dass er nicht verstehen kann, warum nicht seine Band eben jenen Erfolg hat, den die paar Glücklichen im Radio haben. Sicher ist auch der Musikerszene nicht die ungesunde Art von Eitelkeit abzusprechen, die sich in allen künstlerischen Bereichen naturgemäß finden lässt.

Es ist für mich jedoch auch nach über 20 Jahren im Musikgeschäft nur schwer zu ertragen, dass man als Musiker sogar seinen Freunden, so sie denn auch eine Band haben, nicht mal eine Zeile des Lobs gönnt, weil man offensichtlich nicht das eigene vom anderen Tun abstrahieren kann – dieses Phänomen haben die einmaligen, leider inzwischen aufgelösten, McLusky vor 10 Jahren so treffend mit ihrem Spottrefrain “my band is bigger than your band” karrikiert. Menschen die in ihrer kleingeistigen Engstirnigkeit so denken, wird es jedoch auf ewig verwehrt bleiben, zu erleben, wie wertvoll, belebend, kreativ befruchtend und in der Tat vorteilhaft eine echte Bandfreundschaft sein kann. Nichts ist erhebender, als die Bühne mit Bands zu teilen, die man künstlerisch schätzt und menschlich respektiert. Das kann man sich im Großen ansehen, wenn sich die Musiker von Rise Against mit den für sie eröffnenden Thursday auf offener Bühne in den Armen liegen. Das kann aber auch schon im Kleinen passieren. Wir hätten niemals unseren Bassisten für Porter gefunden, hätten wir nicht vor über 15 Jahren mit unserer Band Luzifer Sam, die Bühnen ständig mit seiner ehemaligen Band Body Lost Ist Size geteilt, mit denen uns eine langjährige Freundschaft verband – übrigens trotz absolut unterschiedlicher Genres. Und bei alledem geht es nicht nur um Musik, sondern um eine Wertschätzung der einzelnen Menschen. Was nützt mir der beste Gitarrist der Welt,wenn er menschlich ein Arschloch ist! Die leider schon längst nicht mehr aktive Band Confused Dwarfs zum Beispiel waren so ein Fall – die habe ich geschätzt.

Und genau diese Wertschätzung sehe ich in dieser, doch eigentlich so großen, so bunten, so wahnsinnig mannigfaltigen und lebendigen Szene, viel zu selten. Umso schöner, wenn man dann doch immer wieder auf diese liebenswerten Bands, diese großartigen Menschen stößt, denen es nicht um Eitelkeiten oder den ellenbogenbewehrten Erfolg geht, sondern um den Spaß, den es ja eigentlich machen soll, um die Kunst, die man gemeinsam hervorbringt, um den Zusammenhalt, den man sowohl braucht, der einem aber auch alles zurückgibt, und um das sich gegenseitige Unterstützen, ohne das das alles nichts wert wäre.

Ich genieße es so sehr, mit Bands und Musikern zu tun zu haben, die unkompliziert und hilfsbereit sind, die genau wissen, worauf es ankommt und die darüber vermutlich noch niemals nachgedacht haben. Euch gehört mein Herz und die Zukunft!

Markus G. Sänger, Schlagzeuger von Porter

Dieser Blogpost wurde als Gastbeitrag erstveröffentlicht in der grandiosen Gulaschkantine.


Hallo an alle 83 SupPORTER des Wolkenstein-Projekts!

Ich gestehe, mir fehlen ein wenig die Worte, denn ich hätte anfangs nicht damit gerechnet, dass wir das projekt hier erfolgreich abschließen werden. Wie bereits im Blog beschrieben, gab es einige Momente und Gespräche, die mich aber dennoch wieder aufgebaut haben.

Ich möchte Euch hiermit offiziell bestätigen, dass das WOLKENSTEIN-Projekt einen erfolgreichen Abschluss gefunden hat!

Wir haben die 100%-Marke geknackt und darüber hinaus noch 166 Euro mehr eingenommen als nötig.
Dafür erst einmal allen großartigen Spendern ein von Herzen kommendes und sowas von aufrichtiges DANKESCHÖN!!!

WIE GEHT ES NUN WEITER?

Zunächst prüft nun die Bank zusammen mit Startnext alle Eingänge noch einmal händisch und übermittelt mir dann in ein paar Tagen die Bestätigung der eingegangenen Zahlung.

Dann werden wir versuchen zu erheben, was uns die vielen Dankeschöns (Herstellung, Versand etc.) kosten werden und wieviel Geld uns schließlich damach konkret für die Aufnahmen der Musik, das Studio, das Drucken der Booklets, das Pressen der CDs und alles drum herum zur Verfügung steht.

WANN KOMMEN DIE DANKESCHÖNS?

Diejenigen unter Euch, die die neue CD "WOLKENSTEIN", um die es schließlich in diesem Projekt geht, als Dankeschön gewählt haben, müssen sich sicher - logischerweise - am längsten Gedulden, was den Erhalt Ihres Dankeschöns angeht. Schließlich muss das wunderbare Werk ja noch aufgenommen und produziert werden. Das wird sich einige Monate hinziehen, aber ich denke, das ist klar. Selbiges gilt logischerweise auch für die Booklet-Dankeschöns und Co.

Die Supporter unter Euch, die den Studiobesuch gewählt haben, müssen sich ebenfalls gedulden, bis - logisch - wir den Studiotermin klar gemacht haben und uns im Prozess der Aufnahmen befinden.

Die anderen Dankeschöns, wie signierte "Damocles"-CDs, T-Shirts, Sticker, Kunstwerke und und und, werden definitiv eher bei Euch ankommen, allerdings bitten wir Euch hier, uns auch Zeit zu geben, bis nach den großen Ferien in NRW, da die meisten PORTERs in dieser Zeit nicht im lande sind.

Was den freien Eintritt auf Lebenszeit angeht, so besteht dieses Recht ab sofort. Das Open Air am 31.8. im Burghof von Haus Witten ist zum Beispiel Eure erste Chance, PORTER (plus 2 weitere Bands) gratis zu erleben.

DIESER BLOG:

Liebe Freunde, dieser Blog hier auf startnext.de/porterwolkenstein wird uns durch alle Phasen der Werdung von "Wolkenstein" begleiten und ich werde Euch hier stets auf dem Laufenden halten, was den Fortschritt des Projektes angeht. Schaut also ruhig ab und an hier rein.

Die letzten 3 Monate waren viel Spaß und sehr, sehr viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt.
Nun beginnt die nächste Phase - nicht minder viel Arbeit, aber eben die kreative Phase - und das habt IHR uns ermöglicht, und dafür möchte ich Euch von ganzem Herzen danken!

Ihr seid der Wahnsinn !!!

Euer Markus von PORTER

WOW - einen Riesen-Respekt und 1000 mal Danke an alle bislang 78 SupPORTER, die das Wolkenstein-Projekt gestern über die so wichtige 100%-Marke getragen haben!

Wir sind nun bei 103% der Finanzierung und haben noch 5 Tage Zeit, der Welt (und Start-Next) zu zeigen, dass man es auch als kleine Band schaffen kann, Projekte per Crowdfunding auf die Beine zu stellen, seinen Traum zu verwirklichen, der GEMA den Stinkefinger zu zeigen, und eine Platte per Creative Common Lizenz zu veröffentlichen.

WENN, ja wenn man nur genügend überwältigende Unterstützung erfährt, so wie wir sie von Euch in den letzten 3 Monaten bekommen haben! Von so wahnsinnig vielen, lieben und engagierten Menschen, die uns auf einer Woge des Enthusiasmus durch diese Wochen getragen haben. Danke an alle Freunde, Familie, Twitterer, Blogger, Facebookler, Fans, Musikverrückten und alle, die ich hier noch vergessen habe.

ABER: Noch ist es nicht vorbei. Da wir auch bei Erreichen der Zielsumme noch mächtig drauf zahlen werden - was allerdings okay ist - hilft uns jeder weitere Euro natürlich sehr, auch hinsichtlich der Geschenke, die wir davon natürlich auch zahlen müssen. Als kleinen Anreiz, verlosen wir unter allen, die uns auf www.startnext.de/porterwolkenstein unterstützen - egal mit welchem Beitrag - ein PORTER EXTRA-ÜBERRASCHUNGSPAKET!

Also, jetzt noch mitmachen, oder die Spende als Geschenk verschenken oder oder oder!

In tiefer Dankbarkeit für dieses tolle Erlebnis,
Eure PORTERs



Wir sind so dermaßen und völlig und total aus dem Häuschen, dass wir bereits 6 Tage vorm Fallen des Vorhangs bei 1.969 € angelangt sind und haben uns gerade spontan dazu entschlossen, unter ALLEN Spendern auf www.startnext.de/porterwolkenstein etwas ganz Besonderes zu verlosen - und das noch mal EXTRA obendrauf, egal wie Ihr uns unterstützt habt!

Also jetzt noch mal alle Gas geben - noch 6 Tage habt Ihr hier die Chance auf ein Exklusives Dankeschön gegen Euren Support PLUS die Chance auf den Gewinn des MORGEN näher definierten Preises!

Ein MEGADANKESCHÖN von Euren dankbaren PORTERs

Liebe Freunde gewollt aneinandergereihter Töne,
liebe Freunde und Fans von PORTER.

Ich möchte Euch einfach nur mal DANKE sagen!

In den zurückliegenden 82 Tagen bin ich Euch allen mit immer dem gleichen Link auf den Zeiger gegangen – und das mit Vehemenz und nahezu ohne Gnade. Ihr habt es mir und meiner kleinen Band dennoch gedankt mit bislang 71 Spendern, 74 Fans womit wir bei wahnsinnigen 95 %, also 1.900 € der Gesamtfinanzierung von nötigen 2.000 Euro angekommen sind.

Es steckt so unendlich viel Energie und Zeit in diesem, für unsere Band absolut einmaligen Projekt, dass ich mich gerade selbst verwundert vorfinde, dass das, was Anfang April seinen Anfang nahm, jetzt schon fast zu Ende sein soll. Noch 8 Tage – Wahnsinn!

Ich gebe gerne und unumwunden zu, dass ich mehr als einmal während der letzten Wochen ans Aufgeben gedacht habe. Es gab da unter anderem jene für mich denkwürdige Nacht auf Twitter, da ich voller Selbstmitleid ein paar Tweets abgesetzt habe, die durchblicken ließen, dass ich nicht mehr an den Erfolg des Projektes geglaubt habe. Der unfassbar mutige und großartige Ulf Hundeiker aka @ulf_der_freak war es, der mir mit wenigen harten und klaren Worten den Kopf gewaschen hat, nachts um 1 Uhr. Und es ist nicht zuletzt ihm zu verdanken, dass ich neuen Mut und Energie geschöpft habe, die seitdem nicht mehr nachgelassen haben. Von der stetigen Zusprache der großartigen und energiespendenden @KONSONAUT gar nicht zu reden.

Was mich darüber hinaus wirklich stark bewegt hat, sind, neben den unfassbar vielen Spender, die uns bislang Ihr Vertrauen geschenkt habe, die beinahe schon unzähligen Menschen, allen voran eine ganze Bande von tapferen Twitterern, die nicht müde wurden, mein Bombardement nicht nur hinzunehmen, sondern sich ihrerseits derart ins Projekt einbrachten – in das Projekt, einer kleinen, den meisten von ihnen bis dahin völlig unbekannten Band – wie ich es niemals für möglich gehalten hätte. Ich gebe auch ganz offen (und gerne) zu, es gab diese Momente, da war ich nicht nur gerührt, ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes eine Gänsehaut. Und dieser Momente gab es so einige. Ich könnte jetzt so viele Augenblicke aufzählen, zum Beispiel das 3-Stunden-Gespräch mit H. R. Bruns aka @hynkl, der uns seine Stimme für den Jingle lieh, oder @MeddlMichl, der seine Gulaschkantine seit Wochen in den Dienst des Projektes gestellt hat, oder auch @knaeckez, der unseren Jingle und unsere Songs in „Chris Rock Show“ auf www.darkradio.de rotieren ließ … und und und, aber ich würde immer jemanden vergessen, und das würde niemandem gerecht werden.

Noch haben wir es nicht geschafft, noch fehlen uns die sieben magischen Prozent, um das Projekt erfolgreich abzuschließen, aber selbst wenn wir die 100% jetzt noch verpassen sollten, habe ich das Gefühl, das wir – und zwar wie alle – bereits jetzt gewonnen haben. Ich habe so viele Menschen kennen gelernt, die sich selbstlos und in der Tat aufopferungsvoll in den Dienst unserer Sache gestellt haben, dass ich das Gefühl habe, mein latentes Misanthropentum dringend einer Überprüfung unterziehen zu müssen. Auf die Gefahr hin, dass ich klinge wie ein durchgeknallter Hippie auf LSD:
Ich habe durch Euch alle so viel Energie erfahren, das allein war alles, alles Wert!

Also bereits heute ein Danke an alle Spender, danke an alle SupPORTER, danke an alle Twitterer und Blogger, die uns unterstützten und unterstützen, danke an Freunde und Familie. Ich danke Euch von Herzen, auch im Namen meiner Jungs!

Im Folgenden habe ich ein paar der Links aufgeführt, in denen Ihr uns so genial unterstützt habt, dass mir die Worte fehlen. Wenn der ein oder andere fehlt, seht es mir bitte nach!

D A N K E !!!
Euer Markus
von PORTER

Blogs und Artikel zum Wolkenstein-Projekt:
Wolkenstein-Projektseite:
Wolkenstein-Clips:
Web-Radio-Supporter:
Die Porter Link-Sammlung:
Artikel zu Damocles:
Konzertreviews:
Allgemeine Links zu Crowdfunding:
http://www.crowdfunding-deutschland.de/

"Rocker auf Spendensuche im Netz"
veröffentlich in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung WAZ am 22.06.2012 | 17:25 Uhr | geschrieben von Anna Ernst

Die Wittener Band Porter geht ungewöhnliche Wege zur Finanzierung ihres Albums.
Witten. „Nein, einen Plattenvertrag wollen wir nicht“, sagt Schlagzeuger Markus Sänger entschieden. Unkommerziell und in Eigenregie wollen die fünf talentierten Hobbymusiker der Wittener Band Porter ihre Musik produzieren.

Seit über zehn Jahren sind die Alternative-Rocker auf den Bühnen der Region zu Hause. Vier kleinere Platten haben sie bereits aufgenommen. Doch in diesem Jahr wollen sie sich erstmals den großen Traum des eigenen Albums erfüllen. „Wolkenstein“ soll die Scheibe heißen, an deren Songs die Musiker bereits fleißig schreiben. Die Gitarren sind gestimmt, die Stimmen geölt. Was jetzt noch fehlt, ist „nur“ noch: Geld. Denn die Miete des Tonstudios, das professionelle Abmischen der Stücke und das Pressen der CDs ist alles andere als billig: Etwa 3000 Euro soll der Traum vom eigenen Album kosten.
Die Lösung des Finanzproblems verspricht das neue Konzept des „Crowdfundings“(dt.: Schwarmfinanzierung) im Internet. „Für alle Kulturschaffenden ist das gut geeignet“, meint Drummer Markus Sänger, der im Fernsehen von der Methode des Spendensammelns erfuhr. Auf der deutschsprachigen Crowdfunding-Website „startnext.de“ hat der 40-Jährige das Projekt „Wolkenstein“ eingestellt. Fans können sich dort innerhalb weniger Minuten anmelden, ihre Bezahlmethode wählen und eine beliebig hohe Summe spenden. Drei Monate lang ist dafür Zeit. Wenn am Ende die Zielsumme von 2000 Euro erreicht wird, die sich die Musiker als Zuschuss erhoffen, wird das Geld an die Band ausgezahlt. Wenn nicht, erhalten alle Unterstützer ihr Geld zurück.

Für die Fans springt dabei auch etwas heraus: „Man kann sich je nach Höhe der Spende ein kleines Dankeschön aussuchen, das wir versenden, sobald wir die Zielsumme zusammen haben“, erklärt Sänger. Für 5 Euro etwa gibt es Fanmaterial und Sticker. Wer 19 Euro spendet, bekommt in einigen Monaten das fertige Album direkt nach Hause geschickt. „Für uns ist das eine gute Sache, denn wir müssen bei den Konzerten nicht ,betteln’ und mit dem Hut herumgehen“, so Markus Sänger. „Und unsere Spender bekommen garantiert etwas dafür zurück.“

Doch was in der Theorie ganz einfach klingt, ist für die Kulturschaffenden, die sich im Internet auf die Suche nach Unterstützern begeben wollen, mit viel Aufwand verbunden. „Die Anmeldung des Projektes ist eine sehr seriöse Sache“, meint Sänger. „Man muss sich ausweisen – noch und nöcher. Und zusätzlich wird verlangt, dass man selbst Werbung für das Projekt macht und auf der Internetseite regelmäßig neue Einträge schreibt.“
Werbeclips erstellen, Flyer designen, auf Portalen wie Facebook kräftig für das neue Album werben: Für den diplomierten Kommunikationsdesigner Markus Sänger stellt das technisch kein Problem dar. „Aber es steckt ein enormer Zeitaufwand dahinter, den man unbedingt mit einplanen muss, wenn man sich als Kulturschaffender fürs Crowdfunding entscheiden will“, so der 40-Jährige. „Aber die Spender profitieren davon und können sich sicher sein, dass ihr Geld an der richtigen Stelle ankommt und zweckgebunden für ein seriöses Projekt ausgegeben wird.“

Rund 930 Euro fehlen den Musikern von Porter noch, bevor das Tonstudio gemietet werden kann. Informationen zum “Wolkenstein“-Album und zum Spenden-Vorgang, der noch bis Mitte Juli läuft, gibt es unter: www.startnext.de/porterwolkenstein

Anna Ernst

Link: http://www.derwesten.de/staedte/witten/rocker-auf-spendensuche-im-netz-id6796433.html
Freunde - es gilt!

Noch 28 Tage könnt Ihr Teil von etwas wahrlich Großem un Erhabenen sein:
der neuen CD der Alternative-Rockband PORTER aus Dortmund / Witten / Essen.

HÖREN: http://khu.sh/songify_4fe025b172696&v2
LESEN: http://blogvogel-derherrgott.blogspot.de/2012/04/die-ganze-wahrheit-uber-das-wolkenstein.html
HELFEN: www.startnext.de/porterwolkenstein
LIKEN: www.facebook.de/porter-wolkenstein
PORTER-SONGS: http://soundcloud.com/porter-the-band

BITTE WEITERSAGEN !!!

Ich bin mir dessen zwar durchaus bewusst, aber eben eher unterbewusst. In anderen Regionen dieser bunten Welt, würde jemand wie ich wohl mit dem Tode bedroht, oder mit Gefängnis, oder mit Berufsverbot, oder mit Peitschenhieben, oder mit sonstigen mittelalterlichen Strafen. Und das für das schlichte "Vergehen" eine Meinung zu haben, sich seiner Freiheit bewusst zu sein und in Kombination von beidem seinen Grundrechten auf freie Meinungsäußerung freien Lauf zu lassen.

Ob Rushdi vor über 20 Jahren oder aktuell der Rapper Najafi, immer wieder maßen sich geistliche Führer - irgendwie kommt mir das Wort bekannt vor - an, Künstlern, Menschen ein Verhalten, ja einen Gehorsam vorzuschreiben. In der westlichen Hemisphäre träumen die Kirchenfürsten freilich im Geheimen noch von dieser verlorenen Machtposition, haben - dank stetig steigender Bildung - jedoch langsam ihre Bedeutung bekommen, die ihnen zusteht, nämlich eine Bedeutung im Privaten. Und genau dort gehört Religion zweifelsfrei hin.

Es steht jedem völlig frei zu entscheiden, dass er die Idee von Gott in seinem Leben als Hilfestellung und Leitlinie benötigt. Genauso, wie es jedem selbst überlassen ist, keinen Gott zu benötigen. Ich gehöre nun zweifelsfrei der letzten Gruppe an und bin mir der Tatsache dann eben doch immer wieder bewusst, dass ich in diesem Land zu dieser Zeit mit meiner persönlichen Meinungsfreiheit, einen von so vielen freien Denkern weltweit herbegesehnten Zustand leben darf, dass es mir eine Gänsehaut macht.

Auch wir sind noch lange nicht am Ende jeglicher Diskussion und laizistischer Entwicklung, jedoch sollten wir - die es können - unsere Freiheiten nicht ungenützt lassen - gerade im Namen unserer Schwestern und Brüder im Geiste weltweit, die unter schwachsinnigen, dummen, diktatorischen, feigen Regimen leiden.

Daher für Euch alle:
Keep on blogging in the free world!

Die magische Macht der Werberglatze, in engem Zusammenspiel mit eckigen Nerdbrillen, geht nicht zuletzt von der (selbst)überzeugten Trägerschaft aus, welche sich nicht selten paart, mit einem übersteigerten Ego, einem tief im eigenen Sein verwurzelten Führungsanspruch und dem wohl nötigen Quantum ... nein nicht Trost, sondern Überleichengeher-Gen.

Ihr haltet das für oberflächliches gar billiges Gemacer (nein, kein getippter Fehler) an einer all zu weichen Zielgruppe? Dann versichere ich Euch schlicht meiner Erfahrung und sage: auch an diesem Meinungsblögchen ist mehr als ein Fitzelchen von Wahrheit.

Augen auf und aufgepasst in der großen, bunten Werbewelt ... und schon in spätestens einer Woche, werdet ihr ihr persönlich und sehenden Auges über den Weg laufen.

Wenn Sandalen sich Ahlen, im Sand sie bezahlen,
Mit Stil den Geschmack, gleich Herthaner Bengalen.
Banalen gefallen sich tumbfein bestrickt,
An bündigst gefallteter Hose in schick.

Die Coolen sich suhlen, in sündigen Pfuhlen,
Samt iPhone in Schalen, in hippen Sandalen,
Der Flip kickt den Flop und beerdigt den Sinn,
Im Sarg liegen Hipster und Spießer drin.

Wenn sie triefend nass schlabbern, am falschen End sabbern,
Sich stolpernd bewegen, auf all ihren Wegen,
Gekröse zertreten, mit ihren Sekreten,
Gar würdelos schlockern, und hemmungslos plockern.

Der König des Unbills, der Götze all jener,
Die Selbstbild verneinen, die Achtung entbeinen,
Sind Treckingsandalen, ein Schurz der Vandalen,
Ein Eid offenbart sich, in übelster Kurzsicht.

So lasst sie sie tragen, die Stummel rausragen,
Den Geist flach entbeinen, am End ihrer Beine,
Dem Spottt sich preisgeben, von jenen, die leben,
Von jenen die Denken, das Feuer ablenken.

Was szeneweit nett ist, denkortens nur Dreck ist,
Die iPads zermalmen, die Fotos gleich Palmen,
Die Szeneblogs toben, auch unter den Roben,
Bis schwitzfüßig hip ist, was denkortens Shit ist.

Sandalen der Qualen, im Sand sie bezahlen,
Mit Stil den Geschmack, gleich Fortunen-Bengalen,
Banalen gefallen sich tumbfein bestrickt,
An kleinstmöglich getacktetem Hirn - schön und schick.
Gefällt mir fav ich nicht.

Es ist eine durch und durch arrogante Haltung, die gestandene Twitterer, gepusht durch das eigene Selbstwertgefühl, gegenüber dem "Jedermann" der sozialen Netzwerke, also dem gemeinen Facebook-User an den Tag legen. Voller abgehobener Eitelkeit, die er den Facebückling jederzeit voller - je nach Ausrichtung - sadistisch oder mitleidig geprägter Verachtung spüren lässt, schaut er auf diesen, wie auf ein zum Durchschnittsdasein verdammten Wesen herab.

Getreu der Überzeugung, dass Facebook, wenn nicht gänzlich von 12-Jährigen dominiert, dann wenigstens von deren RTL-geprägten Geistern beherrscht wird, herrscht auf Twitter ein Standesbewusstsein, als wäre hier eine Art neuen, virtuellen Adels emporgestiegen. Auch wenn das Wort Elite gerade auf Twitter extremst (jaja) kontrovers diskutiert, die sogenannte Twitter-Elite gar belächelt wird, ist man sich hier sehr bewusst, dass man eben nicht zu über 900 Millionen Menschen zählt, sondern einer - gerade in Deutschland durchaus überschaubaren - Gruppe von Schreibwütigen und in der Regel extrem Schreibbegabten angehört, die allesamt zu Anfang ihrer "Karriere" durch ein tiefes Tal schreiten mussten, gekennzeichnet von Unverständnis gegenüber dem System ("Wer liest denn überhaupt, was ich schreibe?" - "Das ist ja wie ein Selbstgespräch." - "Wieso hat der denn jetzt 1000 Follower und ich nur 7?" ), unerklärlichen Followerverlusten oder den Mysterien des Favens, des Retweetens und seltsamen Vorgängen wie Follow Friday, Memes oder gar Listen, ganz zu schweigen von Codierungen a la "hach", "hast Du mich gerade fett genannt", "#" oder "I put the x in y".

Und was soll ich lügen: Ich liebe all das an Twitter!

Nicht, dass Facebook nicht komplex wäre in all seinen verschachtelten Menüführungen, die doch nur verhindern möchten, dass sich das Klientel allzu weit ins Private zurückzieht, so ist es doch nur ein - wenn auch wesentlich - lebendigeres Adress- und Terminbuch, als es beispielsweise Xing darstellt. Man umgibt sich hier vorzugsweise mit - bitte stellen Sie sich fette Anführungszeichen vor - Freunden, hüllt sich also virtuell in Watte, umgibt sich mit vertrauter Sicherheit. Auf Twitter begibt man sich zunächst ganz allein. Mit nichts bewaffnet, als dem eigenen Wort und Sein, dem Denken, dem Intellekt, dem Sprachwitz. Und: einer Meinung!

Wann habt Ihr das letzte Mal - oder überhaupt einmal - jemanden in einem Gespräch voller Stolz sagen hören: "Ich bin Facebooker"? Ich persönlich noch nie. Warum auch. Man meldet sich an, verbindet sich mit den Leuten, die man eben sonst woher kennt und postet sein Leben. Dass das bei vielen auch kunstvoll, sprachgewitzt und niveauvoll von statten geht, stelle ich gar nicht in Frage. Nur es ist eben nicht mit Anstrengung verbunden, nicht mit Risiko oder Gefahr und schon gar nicht mit Durhhaltevermögen. All das erfordert aber Twitter. Twitter ist nicht leicht. Twitter ist schnell, sogar ultraschnell, aber nicht kurzlebig oder gut für die schnelle Befriedigung geeignet. Und das Schönste für einen Twitterer ist dieses unterbewusste Gefühl, dass es auf Twitter eben nicht jeder schaffen kann. Viele, gerade sogar einmal wieder dank der Piraten sehr viele, melden sich an, aber nur wenige von diesen werden ihre ersten sechs Monate Über- und damit VERstehen, wie Twitter funktioniert. Damit wir uns nicht falsch verstehen, hier geht es nicht um eine Auslese des Geistes, das Überleben des Stärkeren oder einen ähnlich faschistoiden Dreck (der dankenswerterweise von der Crowd ziemlich schnell als Spam gemeldet und mundtot gemacht wird). Twitter beherbergt die unterschiedlichsten Strömungen. Hier gibt es natürlich die Politischen, es gibt die Lustigen, die Wortspieler in unendlicher Ausprägung, die Poeten, sowie die Pornographen, die Newsjunkies, Sportfanatiker, Ernährungsfreaks und Musikexperten und TV-Berichterstatter und all die themenbezogenen Kreise, die eine Gesellschaft ausmacht. Aber all jene eint das Gefühl: wir sind Twitter. Ein Gemeinschaftsgefühl, welches sich so in keinem sozialen Netzwerk findet.

Man ist AUF oder BEI Facebook - aber man IST Twitterer. Dieser kleine sprachliche Unterschied sagt eigentlich schon alles.

Ich auf jeden Fall, liebe Freunde, nutze Facebook, Xing, Pinterest und all den schönen Quatsch ... aber ich BIN Twitterer!
Die Wittener Alternative-Rockband Porter, bestehend aus
5 gestandenen Musikern, die sich ihre Sporen allesamt in
den unterschiedlichsten Bands und Genres verdient haben,
geht nach 4 selbstfinanzierten EPs einen neuen, modernen
und noch ungewöhnlichen Weg.

Seit dem 17. April läuft auf der Crowdfunding-Plattform
www.startnext.de das “Wolkenstein”-Projekt von Porter.

Die Idee hinter dem sogenannten “Crowdfunding” ist so
simpel wie genial: Viele Leute setzen einen selbstgewähl-
ten Geldbetrag für ein von Ihnen ausgewähltes Kultur-
projekt ein. Im Gegenzug erhalten alle Spender ein
Dankeschön, das nicht selten aus exklusiven Artikeln und
Preisen besteht, welches man so in dieser Form nirgendwo
kaufen kann.

Im Falle Porter bedeutet das, dass die Band Ihr Ziel, 2.000 €
für die Produktion ihres neuen Albums “Wolkenstein” zu
sammeln, innerhalb von 3 Monaten, also bis zum 17. Juli
2012 erreichen muss.

Sollte das Ziel erreicht werden, kann PORTER mit dem Geld
ins Studio gehen und alle Supporter erhalten ihr garantier-
tes Dankeschön - und die haben es bei Porter, je nach
Unterstützung, durchaus in sich: Vom bloßen Dank auf der
Facebook-Page der Band über die neue handsignierte CD
frei Haus, reicht das Angebot über freien Eintritt zu Porter-
Konzerten auf Lebenszeit und einen Studiobesuch bis hin
zu Kunstwerken aus der Kreativschmiede der Musiker.
Man kann sich die Band sogar für ein Privat-Konzert nach
Hause holen.

Wenn das finanzielle Ziel nicht erreicht wird, bekommen
die Spender Ihren Einsatz zurück und für niemanden ent-
stehen Kosten. Auf diese Weise versuchen Porter nun ihren
Traum vom ersten vollwertigen Album finanzieren und
produzieren zu können.

Porter sind dankbar für jede Art der Unterstützung - sei es
eine aktive Spende auf der Projektseite

www.startnext.de/porterwolkenstein

oder die Verbreitung der Nachricht über das Projekt!

Es ist soweit !!! Die Startphase ist soeben eingeläutet worden !

Bitte helft uns und

• registriert Euch einmal kosten- und folgenlos bei www.startnext.de
• gebt Wolkenstein ins Suchfeld ein und
• klickt auf das Feld "Fan werden"


FERTIG und wir sagen schon mal DANKE !!!!!!!

Wenn Ihr dann noch mögt, wäre es super, wenn Ihr die Seite noch twittern, facebooken, oder sonstwie verbreiten könntet.

Euer Markus
von PORTER

Direkter Link zum Projekt
http://www.startnext.de/porterwolkenstein

Supporterseitehttps://www.facebook.com/PorterWolkenstein

Fragen anderherrgot(at)gmx.net (Markus)

Ladies and gentlemen,

may I introduce you to the incredible "WOLKENSTEIN"-Projekt meiner Alternative-Rockband PORTER!

Es geht um unsere neue CD mit dem Projektnamen "Wolkenstein" - die wir versuchen mittels Crowdfounding in diesem Jahr zu finanzieren.

Und dazu brauche ich EURE HILFE, im Grunde jede Hilfe, die ich bekommen kann. Und das heißt nicht, dass Ihr auch spenden sollt (das dürft Ihr selbstverständlich), denn zunächst geht es nur um Fans und einen möglichst großen Verbreitungskreis der Nachricht, um das Projekt.

Ich versuche hier die Fakten zusammen zu tragen, um möglichst alle Fragen beantworten zu können.

Zu den Fakten:

Ich weiß nicht, ob und was Ihr schon über Crowdfunding wisst. 
Generell kann man sagen, viele, sehr viele geben einen Betrag ihrer Wahl und finanzieren so ein komplettes Projekt. Das kann ein Film sein, ein Buch, eine Performance, ein Kulturprojekt oder eben eine CD. Doch für das Geld erhält man auch ein sogenanntes Dankeschön, und das ist zumeist ein sehr exklusives Präsent, welches - je nach Spendenbeitrag - variiert und welches man sich frei aussuchen kann.

Konkret geht es bei unserem Projekt darum, per Schwarm eine komplette, vollwertige neue CD finanzieren zu lassen, die den Projektnamen „Wolkenstein“ trägt.

Schaut Euch mal - wenn es denn nächste Woche freigeschaltet ist - folgendes Projekt an, ich habe schon etliche Stunden investiert, um das den Regeln enstprechend an den Start zu bringen:

Es geht darum, per Crowd die Summe von 1.500 Euro zusammen zu sammeln und das innerhalb von 3 Monaten. Je nach dem wieviel Geld der Spender dem Projekt geben mag, erhält er – nur nach Erreichen der Gesamtsumme – ein zuvor für seine Spendensumme definiertes „Dankeschön“, das kann ideeller oder materieller Natur sein. Schaut einfach mal, was wir da so definiert haben. Ich gehe von einer 1000er Auflage aus und habe daher 1500 Euro kalkuliert, wohlwissend, dass wir dennoch den ein oder anderen Euro werden drauflegen müssen. Aber mehr halte ich nicht für sammelbar … mir fehlöen halt die Erfahrungswerte. Schön, wenn ich durch die Endsumme Lügen gestraft würde ;-)

Und nun zum GANZ WICHTIGEN: Das Alles kann nur funktionieren, wenn Ihr mir helft und ALLEN, die Ihr kennt auf ALLEN Kanälen von diesem Projekt erzählt … keine Sorge, Ihr müsst fast nichts tun, ich bereite alle Info diesbezüglich vor. Aber Ihr könntet dann die Werbetrommel mit mir rühren.

Es existiert eine eigene Facebook-Seite zum Projekt, die dort eingebunden wird, ich würde mich also freuen, wenn Ihr die hier alle liken würdet, so Ihr denn auf Facebook seid:


AKTUELL:

Soeben haben wir die Startphase für unser „Wolkenstein“-Projekt beantragt,
das bedeutet, wir haben bei Freigabe 30 Tage Zeit, mindestens 25 Fans auf
zu bekommen. Erst wenn das passiert ist, wird die Finanzierungsphase, also das eigentlich Projekt gestartet, in der wir versuchen müssen, die avisierten 1500 Euro zusammen zu bekommen.

Das mit den 25 Leuten sollte kein Problem sein, wenn Ihr bitte ALLE in Eurem Freundeskreis (Eltern, Vereine, Kollegen) fragt, mailt, facebookt egal was, und sie bittet sich auf Startnext.de einmalig anzumelden und sich auf unserer Startnext-Seite (siehe oben) als Fan einzutragen.
Ganz wichtig: Niemand der hier Fan wird, muss etwas spenden!

Das soll nur beweisen, dass wir genügend Leute kennen, die unsere Botschaft in die Welt tragen und das Projekt eine Chance auf Erfolg hat.
Wenn man sich hier anmeldet und FAN wird, verpflichtet das zu nichts und ist absolut kosten- und folgefrei!

WICHTIG ist auch, dass IHR alle Euch selber möglichst schnell hier anmeldet und als Fan eintragt! Und sagt bitte ALLEN Bescheid, die Ihr kennt, echt jetzt, alleine packe ich das nicht!

Näheres demnächst, wenn ich positiven Bescheid zur Startphase habe.

Euer Markus
von PORTER



Ausgehend von tiefsitzendem Ansporn, das nasse Grau des zwangbefreiten Tages zu nutzen, der Seele - was immer diese auch darstellen mag - etwas Muße und die nötige Teppichstange zum Baumeln zu schenken, ziehen wir an jenen Ort, der genau das in Perfektion ermöglicht. Das kleine Refugium der Leichtigkeit, die Oase der Kreativität inmitten einer Wüste von Auflagen, Bedürfnissen und Erwartungen. Als wäre es nicht ein unbedingtes Grundbedürfnis, der Entfaltung jenen Platz einzuräumen, den sie ohnehin täglich einfordert, nur leider allzu selten auch besetzen darf.

Die unzähligen Möglichkeiten vor Augen, verzweifle ich für den einen Moment glücklich in einem Taumel aus Inspirationen - stelle meine Muße auf die Probe und mir die Frage nach der einen Sache, der ich meine ungeteilte Aufmerksamkeit nun in egoistisch motivierter Absicht schenken möchte. Oft sind es die Optionen, die in ihrer existenten Vielzahl zu einer Art Lähmung, ja dem völligen Ausbleiben jeglicher Befriedigung führen können. Doch dann ist es hier ein Blick auf den Kalender, dort das Bewusstmachen von wahrgenommener Zeit, wieder ein anderes Mal, das schlichte Besinnen auf sich selbst in dem Augenblick, den man wohl "jetzt" nennt.

Und schon ist es klar.

Es gibt keine Agenda, nichts, das abzuarbeiten wäre. Jegliche Liste - die natürlich in vielfacher Ausfertigung existiert - hat in diesem "Jetzt" Gewicht. Es ist ein bisschen so, als hätte ein Junkie tatsächlich die Qual der Wahl zwischen einer Vielzahl an Drogen, um seine Sucht zu befriedigen. Es ist schlicht das spontane, intuitive, gedankenverlorene, vernunftnegierende, reaktionenverleugnende, komplett auf sich selbst bezogene Gefühl, etwas zu erschaffen, das einen mit Wärme, Erhabenheit und Glück erfüllt. Und das dankenswerterweise ohne jede negative, zerstörerische Nachwirkung. Ohne den Verlust von Würde, Menschlichkeit oder gar seiner selbst.

Es ist - und das vergisst man leider allzu schnell in jenem zwangsähnlichen Zustand, etwas Neues schaffen zu wollen, vermutlich zu müssen - das reine, pure Glück! Es ist so unfassbar schön und ausfüllend, die einzige Beschränkung in der Wahl der Mittel zu verorten, dass man es im Grunde herausschreien müsste, auf dass alle Welt es mitbekomme, wie befreiend es ist, man selber und niemandem Rechenschaft über das eigene Tun (und Lassen) schuldig sein zu können.

Man vergisst leider ebenso oft, dass es für viele eben keine Selbstverständlichkeit ist, sich selbst frei zu entfesseln, seine Gedanken und Gefühle ungehemmt zu Papier, Leinwand, Blog oder Sonstwas zu bringen, sich die positivste, und lebenspendendste Droge überhaupt zu verabreichen, frei zu denken, frei zu handeln, frei zu sein. Man vergisst mitunter im Wohlstand der Vielzahl, ja der Unendlichkeiten seiner Möglichkeiten, dass Menschen für genau diese geistige Freiheit ihre persönliche Freiheit riskieren, ja, ihr Leben geben.

Was für mich der selbstverständliche Sauerstoff meines Seins, die Frischzellenkur meines täglichen Lebens darstellt, wird weltweit Millionen von Menschen vorenthalten. Ausgewiesene Diktaturen, wie auch von schwachsinnigen Despoten unter demokratischen Mäntelchen regimierte und versklavte Länder, derer es im Jahr 2012 zu Hauf gibt, halten ihre Bürger, denkende und kreative Menschen mit psychologischer, gesellschaftlicher, wie ganz realer Waffengewalt davon ab, ihre Meinung, ihre Gefühle, ihr Selbst künstlerisch auszuleben.

Aus purer Angst!

Ist es da nicht unsere verdammte Pflicht, die uns zur Verfügung stehenden Freiheiten, gleich welcher Ausprägung zu nutzen, um zu zeigen, dass Menschen frei sein wollen, dass Menschen frei sein müssen, dass Menschen frei sind? Müssen wir diesen Menschen nicht bei stehen, auch auf diesem scheinbar simplen Gebiet der Kunst? Müssen wir unser Nein zu jeglicher Freiheitsberaubung nicht auch kundtun in Ausstellungen, Konzerten, Artikeln und Blogs?

Wenn wir, die wir die Gnade der absoluten freien Meinungsäußerung besitzen, diese nicht nutzen, verraten wir all jene, die für dieses Recht bereit sind zu sterben!

Also malt, singt, schreibt, tanzt meinetwegen, macht was immer Euch gefällt, aber seid Euch stets bewusst, dass Ihr es könnt ist so selbstverständlich, wie leider (noch) nicht normal. 

Ich habe nie wieder Angst!

Natürlich kann man sich verzehren, mittels religiös esoterisch motivierter Weltuntergangsszenarien die eigene Endlichkeit ins Blickfeld seines Denkens schieben - die tragischen, einen mitunter ereilenden, Krankheiten beseufzen - die kriselnde Wirtschaft als Armutsgarantie für die eigene Existenz heranziehen - scheiternde Beziehungen als ewigen Kreislauf der Einsamkeit begreifen - fehlenden Elan durch stumpfes Aufsaugen debiler Ausgeburten inpirationsferner Programmdirektoren zu bestärken - die vermutete Chancenlosigkeit der eigenen Ideen sedierend ertränken - aus Angst vor geistig wie optisch hässlichen, parolenschwingenden Rechtsalkoholikern nicht mehr unter Leute gehen - das alles kann man tun.

Aber ich, ich habe nie wieder Angst!

Derweil wir entkommen
wie wir einst ersonnen
      der Diskussionen fruchtend Schall
      zum allesbessernd Donnerhall.

Der Schein des Bedenkens
soll Augenmerk schenken
      dem Manne dessen Arsenal
      besteht nur noch aus Tropfen, schal

Es muss um Gefahr geh`n
Um das was wir wahrneh`m
      und nicht um greises Newsgeheische
      nicht um Millionen, die dann kreischen

Das Blendwerk zerreißen
auf Berühmtheit scheißen
      damit die Welt sich wieder schert
      um das was ihr die Furcht beschert

Nicht dieses Gedicht ist
was unserntags Mist ist
      es ist das Plappern von all jenen
      die sich nicht ums Zerreißen scheren

Geht vor gegen Waffen
ganz gleich welche Affen
      Raketen und Bomben auf uns richten
      bereit unter Geilheit uns zu vernichten

Lasst Plapperer plappern
lasst Handwerker klappern
      und kehrt zurück zum Ding der Dinge
      hier ist das Wort mal nicht die Klinge

Zenhtausende sterben
durch Bomben und Schergen
      während wir uns um Gedichte kümmern
      anstatt die Bosheit zu zertrümmern

So egal wie nur etwas
ist mir dieser Fettnapf
      es geht um mehr in dieser Welt
      um das was uns den Tag erhellt

Ein Fanal für den Frieden
der so oft gemieden
      ein Wort für Vernunft und Menschen einlegen
      anstatt sich über Grass aufzuregen.

Verdammt!
     

Wenn Sorgen sich gen Morgen norden,
Wo Prokrast Deine Gottheit ist,
Die Kreativen überborden,
Der Alltag sich durch`s Dasein disst.

Dann tobt der Tollheit wahre Blüte,
ins Übermorgen schieb den Rest,
Solange sich der eine Schub nur,
aufrechterhalten lässt.